Iran

Bericht: Revolutionsgarde kontrolliert Großteil des Ölgeschäfts

Öltanker im Persischen Golf Foto: IMAGO/Middle East Images

Rund die Hälfte der iranischen Ölexporte werden laut einem Bericht der Nachrichtenagentur »Reuters« durch die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) kontrolliert.

Die dem obersten Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, unterstehenden Paramilitärs hätten ihren Einfluss in den letzten Jahren weiter massiv ausgebaut und kontrollierten das Ölgeschäft mit ihrem Firmenkonglomerat. Die Nachrichtenagentur beruft sich auf Gespräche mit westlichen Offiziellen und Insidern im Iran sowie Auswertungen von Geheimdienstdokumenten.

Die IRGC besäßen nicht nur ihre eigene Flotte von Tankern, welche unter Umgehung internationaler Sanktionen Rohöl verschifften. Die Revolutionswächter betrieben demnach auch zahlreiche Scheinfirmen, die Öl an China verkauften, so Reuters.

Die Islamische Republik generiert mit Ölverkäufen jährlich rund 50 Milliarden US-Dollar. Laut der von Reuters befragten Experten geht etwa die Hälfte davon auf das Konto der IRGC, ein Anstieg von rund 20 Prozent in nur drei Jahren. Dies gehe aus der Überwachung der iranischen Schifffahrtsaktivitäten hervor, die mit der IRGC in Verbindung gebracht werden können.

Die IRGC stehen in den USA auf der Liste der terroristischen Vereinigungen. Auch die Europäische Union hat die Garde mit Sanktionen belegt, sie bislang allerdings nicht auf ihre Terrorliste gesetzt. Das Regime in Teheran droht Israel immer wieder mit Vernichtung und finanziert mehrere Terrormilizen im Nahen Osten, die gegen den jüdischen Staat kämpfen. mth

Vereinte Nationen

Wer finanziert die Arbeit der UN-Berichterstatter?

Die Genfer NGO UN Watch hat einen Bericht vorgelegt, der die Zuwendungen an rund 140 unabhängige Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen unter die Lupe nimmt. Auf Platz 3 der Liste: Francesca Albanese

von Michael Thaidigsmann  20.10.2026

Speyer

Nach Drohbrief: Kirchen solidarisch mit Jüdischer Gemeinde

Die beiden großen christlichen Kirchen haben Drohungen gegen die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz in Speyer verurteilt. Die Bedrohung jüdischen Lebens sei nicht hinnehmbar

 20.10.2026

Washington D.C.

Vance gibt keine Wahlempfehlung für Netanjahu ab

Im Gegensatz zu seinem Chef Donald Trump sieht der amerikanische Vizepräsident von einer Unterstützung des israelischen Ministerpräsidenten ab. Warum?

 20.10.2026

Nach Spionage-Urteil

Deutscher Botschafter im Iran einbestellt

Dem Diplomaten solle der starke Protest des Iran übermittelt werden, heißt es. Kurz zuvor hatte das Auswärtige Amt den iranischen Botschafter einbestellt

 20.10.2026

Gießen

Staatsanwaltschaft klagt AfD-Politiker wegen NS-Parole an

Bei seiner Bewerbungsrede für den Vorstand der AfD-Jugendorganisation soll Kevin Dorow eine Parole der Hitlerjugend verwendet haben. Nun muss ein Gericht über die Anklage entscheiden

 20.10.2026

Luftwaffenstützpunkt Ovda

Hegseth trifft Netanjahu bei unangekündigtem Israel-Besuch

Wenige Tage vor der israelischen Wahl ging es bei dem Geheimtreffen wohl um das weitere Vorgehen gegen das Mullah-Regime in Teheran

 20.10.2026

Berlin

Berliner Linke berät über umstrittene Abgeordnete

Seit dem Wahlsieg der Berliner Linke wird bundesweit über Antisemitismus und Israel-Kritik in ihren Reihen diskutiert. Nun will die Fraktion klären, wie sie mit Vaness Emde umgeht

 20.10.2026

Analyse

Hält Israels Brandmauer zur AfD?

Die deutsche Rechtsaußen-Partei wird von der israelischen Regierung boykottiert. Ein prominenter AfD-Politiker versucht nun, das zu ändern

von Joshua Schultheis  20.10.2026

Berlin

»Keine Gespräche mit Linksradikalen führen«: Merz attackiert SPD und Grüne

Der Bundeskanzler warnt eindringlich vor einer Zusammenarbeit mit der Linken in Berlin

 20.10.2026