Iran

Bericht: Revolutionsgarde kontrolliert Großteil des Ölgeschäfts

Öltanker im Persischen Golf Foto: IMAGO/Middle East Images

Rund die Hälfte der iranischen Ölexporte werden laut einem Bericht der Nachrichtenagentur »Reuters« durch die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) kontrolliert.

Die dem obersten Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, unterstehenden Paramilitärs hätten ihren Einfluss in den letzten Jahren weiter massiv ausgebaut und kontrollierten das Ölgeschäft mit ihrem Firmenkonglomerat. Die Nachrichtenagentur beruft sich auf Gespräche mit westlichen Offiziellen und Insidern im Iran sowie Auswertungen von Geheimdienstdokumenten.

Die IRGC besäßen nicht nur ihre eigene Flotte von Tankern, welche unter Umgehung internationaler Sanktionen Rohöl verschifften. Die Revolutionswächter betrieben demnach auch zahlreiche Scheinfirmen, die Öl an China verkauften, so Reuters.

Die Islamische Republik generiert mit Ölverkäufen jährlich rund 50 Milliarden US-Dollar. Laut der von Reuters befragten Experten geht etwa die Hälfte davon auf das Konto der IRGC, ein Anstieg von rund 20 Prozent in nur drei Jahren. Dies gehe aus der Überwachung der iranischen Schifffahrtsaktivitäten hervor, die mit der IRGC in Verbindung gebracht werden können.

Die IRGC stehen in den USA auf der Liste der terroristischen Vereinigungen. Auch die Europäische Union hat die Garde mit Sanktionen belegt, sie bislang allerdings nicht auf ihre Terrorliste gesetzt. Das Regime in Teheran droht Israel immer wieder mit Vernichtung und finanziert mehrere Terrormilizen im Nahen Osten, die gegen den jüdischen Staat kämpfen. mth

Den Haag

Kriegsverbrecher Ratko Mladic gestorben

Er galt als ruchloser Kriegsverbrecher, der Zehntausende unschuldige Zivilisten auf dem Gewissen hatte. Jetzt ist Ratko Mladic tot, gestorben in einem Gefängniskrankenhaus

von Markus Schönherr  28.08.2026

Wahlen

Schuster warnt vor AfD: »Keine Annäherung an Rechtsextreme«

Bis zur Wahl in Sachsen-Anhalt sind es nur noch wenige Tage - die AfD liegt in Umfragen weit vorn. Der Zentralrat der Juden warnt mit deutlichen Worten vor der Partei

 28.08.2026

Berlin

Zentralrat: Leugnung des Existenzrechts Israels bestrafen

Der Bundesrat hat eine Initiative zur Verschärfung der Rechtslage gestartet – doch die Bundesregierung ist skeptisch. Der Zentralrat der Juden will das Thema nicht im Sande verlaufen lassen.

 28.08.2026

Prag

Tschechisches Außenministerium bestellt nach Drohungen iranischen Botschafter ein

Irans Militär nennt persischsprachige Exilmedien als mögliche Angriffsziele. Wie der EU- und Nato-Mitgliedstaat Tschechien auf die neue Bedrohungslage reagiert

 27.08.2026

Sachsen-Anhalt

Mehrere Siegmund-Vertraute haben Nazi-Vergangenheit und damit kein Problem

Nach Berichten von »Welt« und »Spiegel« waren mehrere enge Vertraute von AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund in der 2009 verbotenen Neonazi-Organisation »Heimattreuer Deutsche Jugend« (HDJ) aktiv. Nach der Wahl könnten sie Minister werden

 27.08.2026

»Artgemeinschaft«

Durchsuchungen bei Unterstützern von rechtsextremem Verein

Bei den Razzien in fünf Bundesländern wurden auch Wohnungen von zwei AfD-Kandidaten zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt durchsucht

 27.08.2026

Schweiz

Gewalt-Demo gegen Israel in Basel verboten

Die Polizei hält die geplante Anti-Israel-Demo, bei der die Organisatoren »Tod dem Zionismus« wünschen, für nicht bewilligungsfähig

von Nicole Dreyfus  27.08.2026

Magdeburg

AfD legt weiter zu

In einer neuen Wahlumfrage von Infratest dimap steht die Rechtsaußenpartei in Sachsen-Anhalt bei 42 Prozent

 27.08.2026

Kommentar

Die verlorene Mitte

Beim Betrachten des Wahlkampfs zu den Landtagswahlen im Herbst muss man feststellen: Judenhass ist in Deutschland längst kein Ausschlusskriterium mehr für die Parteien der sogenannten politischen Mitte

von Benjamin Graumann  27.08.2026