Iran

Bericht: Revolutionsgarde kontrolliert Großteil des Ölgeschäfts

Öltanker im Persischen Golf Foto: IMAGO/Middle East Images

Rund die Hälfte der iranischen Ölexporte werden laut einem Bericht der Nachrichtenagentur »Reuters« durch die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) kontrolliert.

Die dem obersten Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, unterstehenden Paramilitärs hätten ihren Einfluss in den letzten Jahren weiter massiv ausgebaut und kontrollierten das Ölgeschäft mit ihrem Firmenkonglomerat. Die Nachrichtenagentur beruft sich auf Gespräche mit westlichen Offiziellen und Insidern im Iran sowie Auswertungen von Geheimdienstdokumenten.

Die IRGC besäßen nicht nur ihre eigene Flotte von Tankern, welche unter Umgehung internationaler Sanktionen Rohöl verschifften. Die Revolutionswächter betrieben demnach auch zahlreiche Scheinfirmen, die Öl an China verkauften, so Reuters.

Die Islamische Republik generiert mit Ölverkäufen jährlich rund 50 Milliarden US-Dollar. Laut der von Reuters befragten Experten geht etwa die Hälfte davon auf das Konto der IRGC, ein Anstieg von rund 20 Prozent in nur drei Jahren. Dies gehe aus der Überwachung der iranischen Schifffahrtsaktivitäten hervor, die mit der IRGC in Verbindung gebracht werden können.

Die IRGC stehen in den USA auf der Liste der terroristischen Vereinigungen. Auch die Europäische Union hat die Garde mit Sanktionen belegt, sie bislang allerdings nicht auf ihre Terrorliste gesetzt. Das Regime in Teheran droht Israel immer wieder mit Vernichtung und finanziert mehrere Terrormilizen im Nahen Osten, die gegen den jüdischen Staat kämpfen. mth

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der sich ab dem 1. Mai als Global Reporter weiter auf seine Podcast-Formate konzentriert

 17.04.2026

Berlin

Zentralrat der Juden gegen Widerspruchslösung

In seinem Tätigkeitsbericht für 2025 geht der Zentralrat auch ethische Fragen rund um das Thema Organspende ein

 17.04.2026

Genf

So reagiert die Weltbank auf antisemitische Posts von Francesca Albaneses Ehemann

Massimiliano Cali soll den palästinensischen Terrorismus relativiert und gegen Juden gehetzt haben

von Imanuel Marcus  17.04.2026

Paris

Bericht: Marine Le Pen trifft Israels Botschafter

Das Gespräch wirft diese Frage auf: Wie geht die Regierung Netanjahu mit rechtsextremistischen Parteien im Ausland um?

 17.04.2026

Yale-Umfrage

Jüngere Wähler in den USA äußern häufiger antisemitische Ansichten

Auch Plattformen wie TikTok spielen eine Rolle. Ihre Nutzer neigen eher zu Judenhass als Konsumenten herkömmlicher Medien

 17.04.2026

Amsterdam

Neue YouTube-Serie folgt den Spuren von Anne Frank

Eine Schauspielerin reist von Frankfurt über Amsterdam bis Bergen-Belsen und bietet Einblicke in das Leben des jüdischen Mädchens, das Millionen Menschen berührt hat

 17.04.2026

München

Proiranische Terror-Gruppe reklamiert Anschlag auf Restaurant für sich

Laut Generalstaatsanwaltschaft ist ein Bekennervideo der schiitischen Gruppe Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia Gegenstand laufender Ermittlungen

 17.04.2026

Berlin

Staatsanwaltschaft geht in Revision im Prozess gegen Mustafa A.

Die Staatsanwaltschaft geht bei dem Angriff auf Lahav Shapira von einer antisemitischen Gewalttat aus. Der Täter bestreitet dies und erreicht im Berufungsprozess eine geringere Strafe. Beendet ist der Fall damit nicht

 17.04.2026

New York

New Yorks First Lady entschuldigt sich für antisemitische Social-Media-Beiträge

Als Jugendliche hatte Rama Duwaji etwa die Flugzeugentführerin Leila Khaled gelobt und behauptet, Tel Aviv hätte nie existieren dürfen

 17.04.2026