Katastrophe

Beileid und Bestürzung

Obdachlos: Viele Tausend Japaner sind nach Erdbeben und Tsunami obdachlos geworden. Sie brauchen dringend Hilfe. Foto: imago

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat den Menschen in Japan nach dem Erdbeben, dem Tsunami und angesichts der Nuklearkatastrophe sein Beileid ausgedrückt. »Worte reichen nicht aus, um Bestürzung und Trauer zu fassen, die uns erfüllen«, schrieb Präsident Dieter Graumann am Freitag in einem Brief an den japanischen Botschafter in Berlin, Takahiro Shinyo.

Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland stehe in diesen Tagen solidarisch an der Seite der Japaner und werde dazu beitragen, Hilfe für das Land zu ermöglichen. »Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer, bei den Verletzten und Verschollenen und allen Menschen, die sich in diesen Tagen einer ungewissen Zukunft gegenübersehen«, so Graumann. Angesichts der globalen Auswirkungen der Katastrophe begreife man in diesen Tagen, »wie nah zusammengerückt, wie klein die Welt heute geworden ist und wie groß unsere gemeinsame Verantwortung«. ja

Der Zentralrat der Juden ruft zu Spenden für die Opfer in Japan auf. Weitere Informationen unter: www.zentralratdjuden.de/de/topic/70.html

Meinung

Junge Jüdinnen und Juden stehen vor einem Dilemma

Wir sind genauso von den steigenden Preisen, der Wehrplichtdebatte und der Klimakrise betroffen, wie die Demonstranten vom Wochenende. Aber wir können und werden uns nicht mit Leuten gemein machen, die den Hass auf uns und auf Israel schüren

von Tim Kurockin  03.11.2026

Serbien

Botschafts-Attentäter plante auch Anschlag auf Jüdisches Museum in München

Dario N. wurde Ende Oktober bei einem Angriff auf die israelische Botschaft in Belgrad erschossen. Nur drei Monate zuvor war er aus Deutschland abgeschoben worden

 03.11.2026

Iran

Mullah-Regime richtet zwei Demonstranten hin

Die Männer hatten Anfang des Jahres an den blutig niedergeschlagenen Protesten teilgenommen

 03.11.2026

Midterm-Wahlen

Wird US-Präsident Trump zur lahmen Ente?

Für Donald Trump wird es eine Schicksalswahl: Heute wählt Amerika einen neuen Kongress. Sollten die Demokraten gewinnen, könnte Trump nur noch per Dekret regieren

 03.11.2026

Iran-Krieg

US-Armee greift Insel Gheschm an

Vor den Kongress-Wahlen am Dienstag haben US-Kampfflugzeuge eine Stellung der Revolutionsgarden attackiert

 03.11.2026

Staatsangehörigkeit

170.000 Anträge von NS-Verfolgten und Nachfahren auf Einbürgerung

Immer mehr Menschen beantragen die deutsche Staatsbürgerschaft über die sogenannte Wiedergutmachungs-Einbürgerung - fast die Hälfte der Anträge kommen aus Israel

 03.11.2026

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 02.11.2026

Berlin

SPD nominiert Michel Friedman für Bundesversammlung

Der Publizist darf damit über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier abstimmen

 02.11.2026

Frankfurt am Main

»Zeit ist’s!«

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach zur Eröffnung der Jüdischen Akademie in der Mainmetropole. Wir dokumentieren seine Rede

von Frank-Walter Steinmeier  02.11.2026