München

Bayerns Verfassungsschutz beobachtet AfD

Wahlplakat der AfD (2021) Foto: picture alliance / ZB

Die AfD wird nunmehr auch in Bayern als Gesamtpartei vom Verfassungsschutz beobachtet. Das Landesamt für Verfassungsschutz habe die Beobachtung der AfD aufgenommen, teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Mittwoch mit. Zuvor hatten der »Münchner Merkur« und die »Süddeutsche Zeitung« darüber berichtet.

AUFKLÄRUNG »Das dient der Aufklärung, inwieweit in der AfD als Gesamtpartei Bestrebungen vorliegen, die den Kernbestand des Grundgesetzes zu beeinträchtigen oder zu beseitigen versuchen«, erklärte der Ministeriumssprecher. Die Mitglieder der AfD-Landtagsfraktion stünden allerdings nicht unter Beobachtung. Die vom Bundesverfassungsgericht entwickelten Anforderungen an die Beobachtung von Abgeordneten seien bislang nicht erfüllt.

Vom Bundesamt für Verfassungsschutz und auch von einzelnen Länder-Behörden wird die AfD bereits als Verdachtsfall geführt. Eine Klage der AfD gegen die Einstufung durch das Bundesamt wurde in erster Instanz zugunsten des Verfassungsschutzes entschieden, die Partei hat Berufung eingelegt. Die Thüringer AfD wird vom dortigen Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Bestrebung beobachtet.

Bayerns AfD-Landeschef Stephan Protschka nannte die Entscheidung in der »Süddeutschen Zeitung« »politisch motiviert«. Die CSU versuche einen politischen Gegner »mundtot zu machen«. Er habe mit der Beobachtung gerechnet und »sehe dem Ganzen sehr entspannt entgegen«, sagte er. (dpa)

Berlin

Sergey Lagodinsky: Linke muss Antisemiten ausschließen

Die Debatte um Judenhass in der Linkspartei ebbt nicht ab. Der Grünen-Europaabgeordnete fordert nun konkrete Konsequenzen von der Parteiführung

 22.09.2026

Berlin

Merz: Jüdisches Leben in Deutschland nicht mehr sicher

Vor allem seit dem Überfall der Hamas auf Israel und dem Beginn des Gaza-Krieges kommt es in Berlin immer wieder zu Attacken auf Juden. Der Bundeskanzler erteilt jeglichem Antisemitismus eine klare Absage

 22.09.2026

Berlin

Igor Levit kritisiert Merz: Weiter-so in hübscher Verpackung

Merz’ Art der Kommunikation des CDU-Politikers wirke »losgelöst«, so der Pianist

 22.09.2026

Kanada

Schüsse vor Synagoge: Polizist und mutmaßlicher Angreifer schwer verletzt

Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend, während sich rund 25 Menschen in der Sons of Jacob Synagogue zum Jom Kippur versammelt hatten

 22.09.2026

Berlin

Auschwitz Komitee: Linke soll zu »Fehlentwicklungen« stehen

Nach dem Wahlsieg der Linken: Die Präsidentin des Auschwitz-Komitees kritisiert die Haltung der Partei zum Antisemitismus. Sie müsse sich »von allen Antisemiten in ihren Reihen« trennen

 22.09.2026

Abgeordnetenhauswahl

Außenminister: Berlins Regierung muss Juden zur Seite stehen

Nach dem Erfolg der Linken bei der Berlin-Wahl ruft Außenminister Johann Wadephul dazu auf, jüdisches Leben in der Hauptstadt und in Deutschland entschieden zu schützen

 22.09.2026

Sicherheit

Innenminister besorgt nach Linken-Wahlsieg in Berlin

Brandenburgs Innenminister Redmann: »Dass in Berlin Clanchefs und Islamisten den Wahlsieg der Linken feiern, macht, glaube ich, nicht nur mir große Sorgen«

 22.09.2026

Kommentar

Schwesigs Erfolg: Wie man die AfD im Zaum halten kann

Manuela Schwesig hat gezeigt, wie man dem Populismus der Rechtsextremen begegnen kann. Das ist nicht nur eine gute Nachricht für die SPD, sondern für alle Demokraten

von Michael Thaidigsmann  22.09.2026

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge: Frauen weggeschickt

Mitten am Tag soll ein 37-jähriger Afghane einen Brandsatz an der Bergischen Synagoge gezündet und sich danach antisemitisch geäußert haben. Vorher soll er zwei Passantinnen weggeschickt haben

 22.09.2026