EILMELDUNG! Likud-Bündnis mit 54 Sitzen vorn. Eisenkots Bündnis kommt auf 47 Sitze

Presse

Authentisch braun

Mantel mit Inhalt: die »Zeitungszeugen« Foto: dpa

Erstmal werden über 300.000 Exemplare ausgeliefert, und im Mantel liegt der »Völkische Beobachter«. Das Wochenblatt »Zeitungszeugen« ist ab diesem Donnerstag wieder auf dem deutschen Markt, und das besondere der Publikation, die schon von Januar 2009 bis Ende 2010 erschienen war, ist, dass dem dünnen Heft Reprints von Zeitungen aus der Zeit vom Januar 1933 bis zum Mai 1945 beigelegt sind.

»Der ›Völkische Beobachter‹ wird nicht jede Woche drin sein«, erklärt Alexander Luckow von der Redaktion. »Es geht ja nicht darum, die NS-Presse zu dokumentieren.« Die Rede ist von einem »möglichst großen Spektrum« der damaligen Presse: außer dem »Völkischen Beobachter« auch »die große liberale ›Frankfurter Zeitung‹ bis hin zur Exilpresse«.

Dokumente Wie liberal die »Frankfurter« in dieser Zeit war, können die Leser dann an den historischen Quellen selbst überprüfen. Zwei bis drei Reprints liegen bei, und im redaktionellen Mantel werden die Dokumente von Historikern kommentiert und eingeordnet.

Zu den Kooperationspartnern gehört der Verband der Geschichtslehrer Deutschlands, und auch renommierte Historiker wie Hans Mommsen, Wolfgang Benz, Peter Longerich oder Barbara Distel unterstützen die Edition.

Nach der einmaligen Startauflage von 350.000 Exemplaren soll »Zeitungszeugen« pro Woche 100.000-fach verkauft werden. Vor drei Jahren hatte sich die Auflage bei etwa 50.000 eingependelt.

Damals hatte die bayerische Staatsregierung für besondere Aufmerksamkeit gesorgt. Mit Hinweis auf das Urheberrecht, das bei ihm liegt, wollte der Freistaat die Herausgabe der »Zeitungszeugen« unterbinden und ließ sogar zwei Ausgaben beschlagnahmen. Doch die Gerichte gaben dem Verlag Recht.

Magdeburg

CDU-Abgeordnete sollten eidesstattliche Erklärung unterschreiben

Seit der Wahl eines AfD-Politikers zum Landtagspräsidenten steht der Verdacht im Raum, Stimmen könnten aus der CDU gekommen sein. Wie die Fraktion damit umgeht

 28.10.2026

Berlin

Verfassungsschutz warnt vor linksextremen Einflüssen

Für Samstag hat die Initiative Gen Z regelt deutschlandweit zu Protesten für Bildung und soziale Gerechtigkeit aufgerufen. Aus Sorge vor Ausschreitungen beobachten die Behörden die Lage genau

 28.10.2026

Berlin

Antisemitismusbeauftragte: »Jude« darf kein Schimpfwort sein

Katharina von Schnurbein tritt heute die Nachfolge von Felix Klein in der Bundesregierung an. Ihr erklärtes Ziel klingt einfach

 28.10.2026

Belgrad

Serbien: Anschlag auf Polizisten vor israelischer Botschaft

Erneut wird ein Wachbeamter vor der israelischen Botschaft angegriffen. Der Vorfall weckt Erinnerungen - welche Sicherheitsmaßnahmen die Behörden jetzt ergreifen

 28.10.2026

Washington D.C.

Trump reklamiert Anteil an Netanjahus überraschend starkem Wahlergebnis

»Als meine Unterstützung bekannt wurde, hat ihm das sehr geholfen«, sagt der amerikanische Präsident

 28.10.2026

Analyse

Die Wahl bringt keinen klaren Sieger hervor - was nun?

Die Wahlbeteiligung war mit 77,7 Prozent die höchste seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Doch die richtungsweisende Wahl in Israel ergab zunächst kein klares Ergebnis. Wie geht es jetzt weiter?

von Sara Lemel  27.10.2026

Debatte

Linke vertagt Entscheidung um Vanessa Emde

Die Berliner Linke ringt seit Wochen um den richtigen Umgang mit einer israelfeindlichen Abgeordneten. Nach einer Fraktionssitzung wurde wieder keine Lösung präsentiert

 27.10.2026

Berlin

Volker Beck zur Wahl: Regierungswechsel wäre gut für Israel

Der Urnengang entscheidet über die politische Zukunft von Benjamin Netanjahu. Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft argumentiert, der Regierungschef habe viel Vertrauen verspielt

 27.10.2026

Beate Zschäpe im Jahr 2021 in ihrem Prozess

Rechtsextremismus

Gericht: NSU-Terroristin Zschäpe soll bis mindestens 2035 in Haft bleiben

Beate Zschäpe wollte vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Das Gericht sagt Nein. Doch die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig

von Christoph Trost  27.10.2026