Erinnerung

Arolsen Archives unterstützen Schulen bei Besuch von KZ-Gedenkstätten

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: Marco Limberg / Zentralrat der Juden in Deutschland

Die Arolsen Archives unterstützen Schulen bei der Vor- und Nachbereitung von Besuchen in ehemaligen deutschen Konzentrationslagern. In dem Projekt »documentED« stehen Materialpakete zu mehr als 40 KZ-Häftlingen zum Download zur Verfügung, wie das internationale Zentrum über NS-Verfolgung am Dienstag im nordhessischen Bad Arolsen mitteilte. Die sogenannten Toolkits repräsentierten 13 verschiedene Gedenkstätten in Europa und unterschiedliche Verfolgungsgründe.

Jugendliche wüssten oft wenig über die Verfolgung von Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus, obwohl das Thema fest in den Lehrplänen verankert sei. Dabei sei es angesichts rechter Hetze im Netz zunehmend wichtig, dass Schülerinnen und Schüler gut informiert seien.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, begrüßte die Initiative: »Wenn Schülerinnen und Schüler sich mit Dokumenten aus der NS-Zeit und dem persönlichen Schicksal von KZ-Insassen befassen, wird das Grauen des Holocaust verständlicher«, erklärte er. Das Projekt trage dazu bei, junge Menschen gegen Antisemitismus, Rassismus und Menschenhass »zu immunisieren«.

Die Arolsen Archives sind nach eigenen Angaben mit über 30 Millionen Dokumenten das weltweit umfassendste Archiv über Opfer und Überlebende der Schoa. Die Sammlung mit Hinweisen zu rund 17,5 Millionen Menschen gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. epd

München

Haft für mehrfach vorbestraften Holocaustleugner

Selbst im Gerichtssaal tätigte der Verurteilte weitere strafrechtlich relevante Äußerungen

 24.09.2026

Gespräch

Antisemitismusbeauftragter: Linke muss sich von Antisemiten trennen

Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner fordert von der Linken einen entschlosseneren Umgang mit Antisemitismus. Im Interview spricht der frühere Linken-Politiker darüber, was die Partei ändern müsse

 24.09.2026

Berlin-Wahl und ihre Folgen

Katherina Reiche: Linke-Regierung in Berlin gefährlich für Standort

Enteignungen und Judenhass seien für den Investitionsstandort Deutschland gefährlich, sagt die Bundeswirtschaftsministerin

 24.09.2026

Berlin

CDU bringt Verfassungsschutz-Prüfung der Linken ins Spiel

Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Alexander Throm, begründete seinen Vorstoß mit Verbindungen einzelner Linken-Politiker zur organisierten Kriminalität sowie mit Antisemitismus

 24.09.2026

Bern

Verantwortung lässt sich nicht neutralisieren

Die Schweiz debattiert anlässlich einer Volksabstimmung über ihre Neutralität. Ein Kommentar von JA-Schweiz-Korrespondentin Nicole Dreyfus

von Nicole Dreyfus  24.09.2026

Berlin

Jüdische Sozialdemokraten gegen Koalition der SPD mit der Linken

»Schon längst werden wir nicht mehr nur von rechts bedroht«, schreibt Renée Röske, die Vorsitzende des Arbeitskreises

 24.09.2026

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  24.09.2026 Aktualisiert

New York

Peseschkian vor der UNO: Iran will »Widerstand« fortsetzen

Der Präsident des Terror-Regimes in Teheran beklagt »Aggression und Ungerechtigkeit«. US-Außenminister Rubio kontert ihm

 24.09.2026

Kommentar

Sprecht mit uns. Nehmt uns ernst

Herr Ramelow, die jüdische Gemeinschaft, die vor Judenhass warnt, ist nicht das Problem. Antisemitismus ist das Problem - insbesondere in Ihrer Partei

von Avitall Gerstetter  24.09.2026