Erinnerung

Arolsen Archives unterstützen Schulen bei Besuch von KZ-Gedenkstätten

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: Marco Limberg / Zentralrat der Juden in Deutschland

Die Arolsen Archives unterstützen Schulen bei der Vor- und Nachbereitung von Besuchen in ehemaligen deutschen Konzentrationslagern. In dem Projekt »documentED« stehen Materialpakete zu mehr als 40 KZ-Häftlingen zum Download zur Verfügung, wie das internationale Zentrum über NS-Verfolgung am Dienstag im nordhessischen Bad Arolsen mitteilte. Die sogenannten Toolkits repräsentierten 13 verschiedene Gedenkstätten in Europa und unterschiedliche Verfolgungsgründe.

Jugendliche wüssten oft wenig über die Verfolgung von Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus, obwohl das Thema fest in den Lehrplänen verankert sei. Dabei sei es angesichts rechter Hetze im Netz zunehmend wichtig, dass Schülerinnen und Schüler gut informiert seien.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, begrüßte die Initiative: »Wenn Schülerinnen und Schüler sich mit Dokumenten aus der NS-Zeit und dem persönlichen Schicksal von KZ-Insassen befassen, wird das Grauen des Holocaust verständlicher«, erklärte er. Das Projekt trage dazu bei, junge Menschen gegen Antisemitismus, Rassismus und Menschenhass »zu immunisieren«.

Die Arolsen Archives sind nach eigenen Angaben mit über 30 Millionen Dokumenten das weltweit umfassendste Archiv über Opfer und Überlebende der Schoa. Die Sammlung mit Hinweisen zu rund 17,5 Millionen Menschen gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. epd

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