Erinnerungskultur

Arolsen Archives an Projekt über iranische NS-Opfer beteiligt

Zentrale Namenskartei der Arolsen Archives in Bad Arolsen Foto: dpa

Die Arolsen Archives sind an einem Projekt beteiligt, das über die Schicksale iranischer NS-Opfer im Zweiten Weltkrieg informiert. Die Arolsen Archives stellen die entsprechenden Dokumente zur Verfügung, wie eine Sprecherin am Dienstag sagte. Außerdem sei auf der Projekt-Website ein Film über das Archiv zu sehen.

Dabei arbeitet das Archiv mit dem United States Holocaust Memorial Museum und dem Netzwerk IranWire.com zusammen. Die Recherche sei Teil des im Jahr 2020 gestarteten Sardari-Projekts, das die iranische Bevölkerung über den Holocaust und iranische NS-Verfolgte aufklären wolle, teilten die Arolsen Archives weiter mit.

In den Arolsen Archives habe das Recherchekollektiv für das Projekt bisher 44 iranische NS-Opfer aufgespürt und teilweise bereits porträtiert. Ein Ziel sei auch, der staatlich geförderten Holocaust-Leugnung und dem Antisemitismus im Iran entgegenzuwirken, indem authentische Informationen über den Holocaust bereitgestellt werden.

Die Inhalte, darunter Artikel und Videos, würden vor allem auf Persisch und Englisch über IranWire.com veröffentlicht. Die auf Persisch produzierten Inhalte seien im Rahmen des Projekts bisher mehr als 13 Millionen Mal auf verschiedenen Social-Media-Plattformen aufgerufen worden.

IranWire.com ist laut Mitteilung ein Netzwerk iranischer Journalisten im Exil, das seit 2013 besteht. Die Seite liefere unter anderem News aus der Region auf Englisch, Spanisch und vereinzelt auf Deutsch. Das Sardari-Projekt »Iran und der Holocaust« ist benannt nach dem iranischen Diplomaten Abdolhossein Sardari, der sich während des Zweiten Weltkriegs in Frankreich für den Schutz von Jüdinnen und Juden einsetzte. epd

Militär

Bundeswehr und IDF wollen enger zusammenarbeiten

Bei einem Besuch in Israel vereinbaren Vertreter der Bundeswehr eine engere Kooperation mit Israels Armee. Deutschland will dabei auch etwas über die Integration von Frauen ins Militär lernen

 20.02.2026

Stuttgart

Merz schließt AfD als Option kategorisch aus

In Teilen der CDU liebäugeln manche damit, ob nicht doch auch die AfD ein Partner werden könnte. Der Parteichef zieht eine deutliche rote Linie

 20.02.2026

Berlin

Auswärtiges Amt: Deutsche sollen Iran verlassen

Die Bundesregierung warnt Deutsche im Iran erneut vor einer möglichen Eskalation. Noch gebe es Ausreisemöglichkeiten zu Lande und mit Flugzeugen

 20.02.2026

Düsseldorf

Jetzt auch Wirbel um Jobs bei AfD-Abgeordneten in NRW

Minijobs für eine 85-Jährige und die Frau eines Lokalpolitikers: Jetzt geraten auch AfD-Abgeordnete in NRW in die Vetternwirtschafts-Debatte

 20.02.2026

»Mit eigener Stimme«

Braunschweig zeigt Ausstellung zum 75. Jubiläum des Zentralrates der Juden

1950 in Frankfurt gegründet, steht die jüdische Dachorganisation seit mehr als 75 Jahren für jüdisches Leben in Deutschland. Das Städtische Museum widmet ihm nun eine bundesweit einzigartige Schau

 20.02.2026

London

Starmer verweigert US-Zugriff auf britische Stützpunkte für möglichen Iran-Angriff

Die Nutzung des strategisch wichtigen Stützpunkts Diego Garcia ist Teil der US-Pläne für einen möglichen Angriff. Dieser darf jedoch nur mit Zustimmung der britischen Regierung genutzt werden

 20.02.2026

Kampala

50 Jahre nach Operation in Entebbe: Uganda baut Statue für Joni Netanjahu

Der ungandische Verteidungsminister Muhoozi Kainerugaba kündigt das Vorhaben an. Der Bruder des heutigen Ministerpräsidenten Netanjahu fiel bei der »Operation Thunderbolt« 1976 in Entebbe

von Imanuel Marcus  20.02.2026

Andrews-Luftwaffenbasis

Zehn Tage bis zwei Wochen: Trump setzt Iran Frist

»Sie müssen ein Abkommen schließen. Wenn das nicht passiert, werden schlimme Dinge geschehen«, sagt der amerikanische Präsident

 20.02.2026

Washington D.C./Gaza

Trotz Milliardenzusage: Zweifel an Trumps Gaza-Friedensplan

Der US-Präsident hat Milliardenhilfen seines umstrittenen Friedensrats für Gaza angekündigt. Doch die Frage der Entwaffnung der Hamas bleibt ungelöst. Und die Terroristen haben eigene Forderungen

 20.02.2026