Antrag

Antrag: Moorsoldatenlied soll immaterielles Kulturerbe werden

Auf der Begräbnisstätte Esterwegen wurden die Toten der Konzentrationslager Börgermoor, Esterwegen und Neusustrum und der Strafgefangenenlager im Emsland beerdigt. Foto: picture alliance / Wolfram Steinberg

Die Gedenkstätte Esterwegen im Emsland hat beantragt, das Lied »Wir sind die Moorsoldaten« in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufzunehmen.

»Das Moorsoldatenlied ist vor 90 Jahren im KZ Börgermoor im Emsland durch Häftlinge komponiert und gesungen worden«, erklärte Landrat Marc-André Burgdorf (CDU) als Vertreter der Gedenkstätte. Das sei ein symbolträchtiger Akt gegen ein Unrechtsregime gewesen.

»Heute ist es weltweit verbreitet und das wohl bekannteste Lied aus den Konzentrationslagern«, bekräftigte der Vorstandsvorsitzende der Gedenkstätten-Stiftung. Mittlerweile existierten mehr als 500 Versionen des Liedes, das zudem in zahlreiche Sprachen übersetzt worden sei. Mit der letzten Strophe »Ewig kann’s nicht Winter sein« drücke das Lied die Hoffnung auf eine bessere Zukunft aus, hieß es.

Das Lied wurde am 27. August 1933 zum ersten Mal vor Publikum gesungen. Die Gedenkstätte Esterwegen will das 90. Jubiläum der Uraufführung in ihren sozialen Medien und vor Ort vielfältig begleiten. Über Neuaufnahmen in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes wird im Frühjahr 2025 entschieden. epd

Washington D.C.

Trump attackiert Merz: »Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!«

Der US-Präsident ist verärgert über die Kritik des Bundeskanzlers am Iran-Krieg

 28.04.2026

Nahost

Verdrehte Moral

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  28.04.2026 Aktualisiert

Offener Brief

Schramm warnt vor Rechtsruck in Sachsen-Anhalt

Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen warnt vor wachsendem Nationalismus und einem möglichen Rechtsruck in Sachsen-Anhalt. Die AfD lehnt er klar ab und bezeichnet sie als »nicht wählbar«

 28.04.2026

Kommentar

Antisemitismus und Israelfeindlichkeit werden die SPD nicht retten

Die Sozialdemokraten sollten sich nicht an Zohran Mamdani oder Pedro Sánchez orientieren, sondern an einer alten Wahrheit von Bill Clinton

von Stefan Laurin  28.04.2026

New York

Wadephul auf Werbetour bei den Vereinten Nationen

Der deutsche Außenminister führt angesichts der Kriege im Iran und der Ukraine Gespräche bei der UNO. Es geht aber auch um eine für Deutschland wichtige Wahl Anfang Juni

von Jörg Blank, Anne Pollmann  28.04.2026

Toronto

Angriff vor Synagoge, Judaica-Geschäft beschädigt

Ein Gemeindemitglied wird geschlagen, ein Judaica-Geschäft beschädigt

 28.04.2026

Hamburg

Ausstellung zeigt Arbeiten an Ruine des Israelitischen Tempels

Die Finanzbehörde der Hansestadt will das bedeutende Kulturdenkmal dauerhaft erhalten und öffentlich zugänglich machen

 28.04.2026

Berlin

Festakt zur Umbenennung in Margot-Friedländer-Platz

Der Vorplatz des Berliner Abgeordnetenhauses wird zum 7. Mai umbenannt

 28.04.2026

Terror

Verfassungsschutz warnt vor Gefahr durch proiranische Extremisten in Europa

Politiker schlagen Alarm. Konstantin von Notz von den Grünen spricht von einer »neuen Dimension der Bedrohung«

 28.04.2026