Antrag

Antrag: Moorsoldatenlied soll immaterielles Kulturerbe werden

Auf der Begräbnisstätte Esterwegen wurden die Toten der Konzentrationslager Börgermoor, Esterwegen und Neusustrum und der Strafgefangenenlager im Emsland beerdigt. Foto: picture alliance / Wolfram Steinberg

Die Gedenkstätte Esterwegen im Emsland hat beantragt, das Lied »Wir sind die Moorsoldaten« in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufzunehmen.

»Das Moorsoldatenlied ist vor 90 Jahren im KZ Börgermoor im Emsland durch Häftlinge komponiert und gesungen worden«, erklärte Landrat Marc-André Burgdorf (CDU) als Vertreter der Gedenkstätte. Das sei ein symbolträchtiger Akt gegen ein Unrechtsregime gewesen.

»Heute ist es weltweit verbreitet und das wohl bekannteste Lied aus den Konzentrationslagern«, bekräftigte der Vorstandsvorsitzende der Gedenkstätten-Stiftung. Mittlerweile existierten mehr als 500 Versionen des Liedes, das zudem in zahlreiche Sprachen übersetzt worden sei. Mit der letzten Strophe »Ewig kann’s nicht Winter sein« drücke das Lied die Hoffnung auf eine bessere Zukunft aus, hieß es.

Das Lied wurde am 27. August 1933 zum ersten Mal vor Publikum gesungen. Die Gedenkstätte Esterwegen will das 90. Jubiläum der Uraufführung in ihren sozialen Medien und vor Ort vielfältig begleiten. Über Neuaufnahmen in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes wird im Frühjahr 2025 entschieden. epd

Nahostkonflikt

Donald Trump lobt sich selbst - und tadelt Israel

Beim G7-Gipfel im französischen Evian holte der US-Präsident erneut zu einem rhetorischen Rundumschlag aus. Anstelle von Benjamin Netanjahu lobte er Syriens Präsident Ahmed Al-Scharaa

 16.06.2026

Berlin

YouGov-Umfrage: AfD neun Prozentpunkte vor der Union

Die Partei nähert sich in einer neuen Umfrage der 30-Prozent-Marke. Der Vorsprung auf die Union ist in der Erhebung so groß wie noch nie

 16.06.2026

Berlin

Trotz Zusage: AfD-Politiker darf nicht in gehobenen Dienst

Ein AfD-Kommunalpolitiker bewirbt sich für ein Polizeistudium. Dann erfährt das Land Berlin von seinem politischen Amt und zieht die Zusage zurück. Ein Gericht hat nun vorläufig entschieden

 16.06.2026

Debatte

Politologe: AfD als rechtsextrem zu bezeichnen, schreckt kaum noch Wähler ab

In Hessen stufte der Verfassungsschutz die Partei als rechtsextremen Verdachtsfall ein. Das bestärke die AfD in ihrer Opferrolle, meint Professor Christian Stecker

 16.06.2026

Berlin

JFDA veröffentlicht Dossier zur Parole »Globalize the Intifada«

Die NGO beschäftigt sich mit der Bedeutung und Wirkung des Slogans, der in den vergangenen Monaten bei israelfeindlichen Demonstrationen verwendet worden ist

 16.06.2026

Essen

Schüler wollte Juden ermorden: Islamistischer Messerangreifer vor Gericht

Dem Angeklagten wird dreifacher versuchter Mord vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft beabsichtigte er, möglichst viele Juden zu töten, fand aber keine

 16.06.2026

USA

Jüdische Organisationen kritisieren Iran-Abkommen

Trump sei »so fixiert darauf gewesen, ein Abkommen mit dem Iran zu erreichen, dass er ohne jede Scheu bereit war, Israel beiseitezuschieben«, sagt Halie Soifer, die Vorsitzende des Jewish Democratic Council of America

 16.06.2026

Interview

»Mir wurde immer wieder vorgeworfen, ich sei zu proisraelisch«

Der Schweizer Politiker und Ständerat Daniel Jositsch über die wahren Gründe für seinen Austritt aus der SP, postkoloniale Irrwege und den Antisemitismus innerhalb der Linken

von Nicole Dreyfus  16.06.2026

Heemstede

Niederländische Polizei vereitelt Anschlag auf Synagoge

Zwei Jugendliche und zwei Erwachsene befinden sich in Haft. Ziel des geplanten Anschlags soll ein jüdisches Gotteshaus gewesen sein

 16.06.2026