Die neue Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Katharina von Schnurbein, wünscht sich nach eigener Aussage vor allem Normalität für Jüdinnen und Juden in Deutschland.
»Ziel muss sein, dass jüdische Kinder auf dem Schulhof nicht angefeindet werden, dass ›Jude‹ kein Schimpfwort ist und dass Kinder, die in jüdische Schulen gehen, nicht hinter Polizeischutz und Panzerglas sitzen müssen«, sagte die Politikwissenschaftlerin in einem Interview mit der »Rheinischen Post«.
Nicht zuletzt müsse Deutschland bei der Bekämpfung von Antisemitismus auch der »europäische Motor« werden, sagte von Schnurbein weiter, die zuvor Antisemitismusbeauftragte der EU war.
Die Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus ist Teil der Bundesregierung. Das Amt wurde 2018 geschaffen und ist im Bundesinnenministerium angesiedelt.
Von Schnurbein tritt am heutigen Mittwoch die Nachfolge von Felix Klein an, der nach acht Jahren im Amt als Diplomat zur Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit nach Paris gewechselt war. dpa