Generalbundesanwaltschaft

Anklage gegen »Sächsische Separatisten«

Die Bundesanwaltschaft hatte die Beschuldigten im November festnehmen lassen. Foto: picture alliance/dpa

Der Generalbundesanwalt in Karlsruhe hat Anklage gegen die sogenannten »Sächsischen Separatisten« erhoben. Acht Beschuldigten werde unter anderem die Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen, wie die Behörde am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte. Die Bundesanwaltschaft hatte sie im November festnehmen lassen.

Kurt H., Karl K., Kevin M., Hans-Georg P., Kevin R., Jörg S., Jörn S. und Norman T. werde »die Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens« vorgeworfen, hieß es. Sie sollen sich mit paramilitärischen Trainings und Schießübungen auf einen sogenannten »Tag X« vorbereitet haben, um Gebiete in Ostdeutschland unter ihre Kontrolle zu bringen. Insgesamt soll die Gruppe ein an den Nationalsozialismus angelehntes, rassistisches und antisemitisches Weltbild verfolgt haben. Gegner hätten sie »entfernen« wollen, notfalls mit ethnischen Säuberungen.

Lesen Sie auch

Drei der Beschuldigten waren laut Recherchen des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) AfD-Mitglieder. Einer von ihnen soll der Bundesanwaltschaft zufolge auch wegen versuchten Mordes angeklagt werden. Er soll sich bei seiner Festnahme mit einer Waffe verschanzt und auf Beamte gezielt haben.

Die Männer sollen seit Februar 2020 den »Sächsische Separatisten« angehört haben. Zuletzt sollen der militanten Gruppierung etwa zwanzig Personen angehört haben. Sie habe »eine tiefe Ablehnung der freiheitlich demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland« verbunden. Über die Zulassung der Anklage muss das Oberlandesgericht Dresden entscheiden. epd

Europäisches Parlament

»Auschwitz ist eine Fälschung«: Immunität aufgehoben

Der rechtsextreme Politiker Grzegorz Braun muss sich in gleich mehreren Strafverfahren vor Gericht verantworten, unter anderem wegen Holocaustleugnung

 27.03.2026

Drohung

Katz: Israel verstärkt Angriffe im Iran

Das Vorgehen des Militärs gegen das Mullah-Regime werde nun stärker ausfallen und auf zusätzliche Ziele und Bereiche ausgeweitet, sagt der israelische Verteidigungsminister

 27.03.2026

Berlin

Tausende Straftaten bei israelfeindlichen Demonstrationen

Gewalt- und Propaganda-Delikte sowie Volksverhetzung in Hunderten Fällen wurden registriert

 27.03.2026

Berlin

Demonstration gegen Auftritt von Francesca Albanese

»Wer das Existenzrecht Israels delegitimiert und Gräueltaten rechtfertigt, darf in Berlin keine unwidersprochene Bühne erhalten«, sagen die Organisatoren der Kundgebung

von Imanuel Marcus  27.03.2026

Essay

Keine Empathie für Israel, nirgends

Was mich an der deutschen Reaktion auf den Iran-Krieg irritiert

von Ralf Fücks  27.03.2026

Kommentar

Wie mit dem Völkerrecht Israel delegitimiert wird

Der Angriff auf den Iran sei eindeutig völkerrechtswidrig, sagen zahlreiche Experten. Sie machen es sich zu einfach. Denn es spricht viel dafür, dass Israel ein Recht auf präventive Selbstverteidigung hat

von Monika Polzin  27.03.2026

Berlin

Antisemitischer Angriff in Prenzlauer Berg

Das Opfer schrieb hebräische Texte in ein Buch. Der Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamts ermittelt

 27.03.2026

Analyse

Ist das wirklich nicht unser Krieg?

Ein atomar bewaffneter Iran wäre nicht nur ein Albtraum für Israel, sondern auch eine reale Bedrohung für Europa

von Roman Haller  27.03.2026

Jüdischer Wahlkämpfer

»Wer nicht kämpft, hat schon verloren«

David Rosenberg über den Wahlkampf in Rheinland-Pfalz, die Niederlage seiner Partei und warum er sich gerade als junger Jude weiter politisch engagieren will

von Mascha Malburg  27.03.2026