Sport

Alon Meyer beklagt mehr Antisemitismus in Deutschland

Makkabi-Präsident Alon Meyer Foto: imago/Martin Hoffmann

Alon Meyer, Präsident von Makkabi Deutschland, beklagt den zunehmenden Antisemitismus gegenüber den mehr als 5000 jüdischen Sportlerinnen und Sportlern im Land. »Seit der Flüchtlingswelle 2015 ist es nach unserem Empfinden wieder schlimmer geworden«, sagte der 47-Jährige den Zeitungen der Funke Mediengruppe vor dem Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und Israel in Sinsheim an diesem Samstag (20.45 Uhr/ZDF).

FUßBALLPLÄTZE Die Situation für Jüdinnen und Juden auf deutschen Fußballplätzen sei »inakzeptabel«, sagte Meyer vom Turn- und Sportverband Makkabi: »Vor allem, wenn es im Nahen Osten eskaliert, dann ist es hier besonders schrecklich. Spielen wir dann am Wochenende in der Kreisliga gegen einen Gegner mit überwiegend muslimischen Spielern, dann ist das Stress, Hektik, Aggression.«

Meyer forderte in dem Interview: »Die anständige Mehrheit muss aus der Komfortzone heraus. Jeder in Deutschland müsste lauter werden, sich für das, was uns stark macht, einsetzen.« Die großen Verbände wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) oder der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) »sollten mit den finanziellen Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen, die guten Bewegungen wirklich unterstützen«, sagte Meyer. dpa

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