Berlin

Aktionswochen gegen Antisemitismus eröffnet

»Wir müssen uns erinnern«: Anetta Kahane, Geschäftsführerin der Amadeu Antonio Stiftung Foto: dpa

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat gemeinsam mit dem israelischen Botschafter Jeremy Issacharoff am Donnerstag in Berlin die bundesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus eröffnet.

In den kommenden Wochen sind in ganz Deutschland dazu mehr als 150 Veranstaltungen geplant. Die Schirmherrschaft hat Felix Klein inne, Veranstalter sind die Amadeu Antonio Stiftung und das Berliner Anne Frank Zentrum.

AUFKLÄRUNG Klein nannte bei der Eröffnung die Aktionswochen gegen Antisemitismus in ihrer Form einmalig und ein Vorzeigeprojekt. Sie klärten auf, zeigten, was man tun könne, und vernetzten Akteure, sagte der Antisemitismusbeauftragte.

Botschafter Issacharoff rief dazu auf, Antisemitismus in allen Formen zu bekämpfen. Auch Wörter hätten manchmal sehr gewalttätige Konsequenzen, warnte der Botschafter. Dafür brauche es vielfältige Antworten und maßgeblich eine enge Beziehung zwischen Deutschland und Israel.

Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Niels Annen (SPD), betonte, Antisemitismus sei nicht nur ein Angriff auf jüdisches Leben, sondern auch auf unsere Demokratie und den Kern der Gesellschaft. Der Hass auf Juden sei in Deutschland nie überwunden worden und existiere bis heute.

KLISCHEE Die Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, Anetta Kahane, sagte, am 9. November vor Antisemitismus zu warnen, klinge wie ein Klischee. »Dennoch müssen wir uns erinnern«, betonte sie. »Der Opfer, der Erinnerung wegen. Und weil wir uns sonst nicht vorstellen können, was wir hier und heute verteidigen müssen.«

Dabei dürfe keine Form des Antisemitismus ignoriert werden, ob religiös-motiviert, israelbezogen, als Angriff auf die Erinnerungskultur oder verschwörungstheoretisch, so Anetta Kahane weiter.

www.amadeu-antonio-stiftung.de

Teheran

Irans Außenminister behauptet, Israel wolle USA in Krieg ziehen

Irans Außenminister wirft Israel vor, die USA in einen Krieg zu locken. Was steckt hinter seinen Worten?

 14.01.2026

Kairo

Hamas-Gespräche über zweite Phase im Friedensplan für Gaza

Die Terrororganisation schickt eine Delegation nach Ägypten, um über die Umsetzung des Waffenstillstandsabkommens mit Israel zu verhandeln

 14.01.2026

Brüssel

Umgang mit Irans Revolutionsgarden spaltet EU

Die Bundesregierung wirbt in der EU für eine Terror-Listung der iranischen Revolutionsgarden. Eine Sitzung in Brüssel sorgt aber eher für Ernüchterung

 14.01.2026

Hessen

Brandanschlag auf Gießener Synagoge: Was bislang bekannt ist

Ein 32-jähriger Mann hat am Dienstag vor der Beith-Jaakov-Synagoge einen Papiercontainer in Brand gesetzt und den Hitlergruß gezeigt. Die Jüdische Gemeinde zu Gießen vermutet einen antisemitischen Hintergrund

von Michael Thaidigsmann  14.01.2026

Thüringen

Juden fordern klare Haltung zu Iran-Protesten

Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde in Thüringen, Reinhard Schramm, zeigt sich solidarisch mit den Demonstranten im Iran und wirbt für deren Unterstützung

 14.01.2026

Teheran

Irans Führung mobilisiert Anhänger für Trauerzüge

Im Iran kehrt nach den Massenprotesten wieder mehr Ruhe ein. Die politische Führung mobilisiert Anhänger für Trauerzeremonien für getötete Sicherheitskräfte

 14.01.2026

Frankreich

Macron empört über Schulbuch-Formulierung zum 7. Oktober

Eine Publikation des renommierten Verlags Hachette sorgt in Frankreich für Wirbel. Jetzt hat sich auch der französische Staatspräsident in die Debatte eingeschaltet

 14.01.2026

Berlin

Demonstranten entfernen Flagge der iranischen Botschaft

Seit Ende Dezember gibt es anhaltende Proteste im Iran. Menschenrechtsorganisationen berichten von Tausenden Toten. In Berlin drangen Personen auf das Gebiet der Botschaft ein

 14.01.2026

Berlin

Grüne Woche: Welche Rolle spielte die Messe im Nationalsozialismus?

Die Landwirtschaftsmesse hat sich in den 100 Jahren ihres Bestehens verändert. Wie sie zu ihrem Namen kam und welche Rolle sie in Nazi-Deutschland spielte

von Matthias Arnold  14.01.2026