Hamburg

»Akt der Zerstörung«

KZ-Gedenkstätte Neuengamme in Hamburg Foto: picture alliance/dpa

Unbekannte haben in der Hamburger KZ-Gedenkstätte Neuengamme eine Statue umgestoßen. Dabei handelt es sich um die Bronzestatue »Die Verzweiflung von Meensel-Kiezegem«, die an die Opfer der belgischen Dörfer Meensel und Kiezegem erinnert. Wer hinter der Tat steckt und ob sie politisch motiviert war, ist noch unklar. Die Polizei und der Staatsschutz ermitteln.

»Wir verurteilen die mutwillige Beschädigung des Denkmals für die Opfer aus Meensel-Kiezegem. Wir sind sehr betroffen, dass unsere belgischen Gäste mit einem solchen Akt der Zerstörung konfrontiert sind«, erklärte Oliver von Wrochem, Vorstand Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen.

Zeichen Inzwischen wurde die Statue wieder aufgestellt. »Es war uns wichtig, dies als Zeichen des Respekts gegenüber den Opfern und ihren Familien rasch zu veranlassen, da am Freitag in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme der Kongress der Amicale Internationale KZ Neuengamme mit Delegationen von Angehörigen aus vielen Ländern tagt«, ließ Iris Groschek, die die pädagogische Abteilung der Denkstätte leitet, auf Anfrage mitteilen.

Entworfen wurde das Denkmal von der Künstlerin May Claerhout. Es erinnert an die ermordeten Einwohner von Meensel und Kiezegem sowie an ihre Mütter und Witwen. Die Statue zeigt eine trauernde Frau, deren Mann deportiert wurde. Im August 1944 verschleppte die SS alle männlichen Bewohner der beiden belgischen Dörfer. Davon wurden 71 in das KZ Neuengamme deportiert. Nur acht von ihnen überlebten. Sie kehrten später zurück.

Teheran

Wieder Hinrichtungen nach Protesten im Iran

Die iranische Justiz wendet seit Monaten die Todesstrafe rigoros an. Im Zusammenhang mit den Massenprotesten von Januar werden viele Männer gehängt

 01.06.2026

Flensburg

Sechs Monate Bewährung für »Juden haben hier Hausverbot«

Ein 60-jähriger Ladenbetreiber hatte per Aushang Juden Hausverbot erteilt. Jetzt wurde er wegen Volksverhetzung verurteilt

 01.06.2026

Berlin

Felix Klein: Social Media sind »Brandbeschleuniger für Antisemitismus«

Der scheidende Antisemitismusbeauftragte sieht die Betreiber von Instagram, TikTok und Co. in der Pflicht

 01.06.2026

Internationaler Gerichtshof

Wie Südafrika seine Genozid-Klage gegen Israel in die Länge zieht

Das Haager Weltgericht hat Pretoria eine Frist von 18 Monaten gewährt, um erneut seine Argumente für einen angeblichen Völkermord Israels in Gaza vorzubringen. Israel sieht die Klage hingegen als gescheitert an

von Michael Thaidigsmann  01.06.2026

Hamburg

Wegen pro-israelischem T-Shirt: Übergriff auf Schanzenfest

Laut Polizei haben in der Hansestadt mehrere Täter zwei Männer wegen eines Kleidungsstücks angegriffen

 01.06.2026

Washington D.C.

FBI sieht iranisch gesteuertes Terrornetzwerk hinter Anschlagsserie in Europa

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht der Iraker Mohammad Baqer Saad Dawood al-Saadi, dem die US-Justiz eine führende Rolle bei der Koordinierung von Anschlägen vorwirft

 01.06.2026

Düsseldorf

Höchststrafe für Terroranschlag von Bielefeld

Vor einer Bar sticht ein IS-Anhänger auf Feiernde ein und verletzt sie lebensgefährlich – ein Gericht hat jetzt das Urteil über den Mann gefällt

 01.06.2026

Berlin

Friedman ruft Grüne zu mehr Widerstand gegen die AfD auf

In den anstehenden Landtagswahlkämpfen wollen die Grünen nicht so viel über die AfD sprechen. Doch Warnungen vor der »Partei des Hasses« finden großen Widerhall

 01.06.2026

Nahost

Bericht: Iran verfügt weiterhin über rund 1000 Raketen

Die iranischen Streitkräfte sollen einen Großteil der im Krieg beschädigten Zugänge zu unterirdischen Raketenanlagen wiederhergestellt haben

 01.06.2026