Wuppertal

16-jähriger wegen Terrorabsichten auf jüdische Einrichtung verurteilt

Ort der Verhandlung: das Landgericht Wuppertal Foto: picture alliance/dpa

Ein 16-Jähriger aus Wuppertal ist für seine islamistischen Terrorabsichten zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Wuppertaler Landgericht sprach ihn wegen des Sich-Bereiterklärens zu einem Mord schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. 

Zur Tatzeit war er 15 Jahre alt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich der Jugendliche in einem Messenger-Dienst gegenüber seinem Chatpartner bereiterklärt hatte, einen islamistisch motivierten Anschlag auf jüdische Einrichtungen zu begehen. 

Umfassendes Geständnis

Der Angeklagte habe bereits zum Prozessbeginn ein umfassendes Geständnis abgelegt und sich zu seiner Radikalisierung bekannt. Strafmildernd wertete das Gericht, dass sich der Jugendliche in einer persönlichen Ausnahmesituation befunden habe und er einem perfiden Vorgehen der professionell agierenden Anwerber aufgesessen sei. 

In der Untersuchungshaft habe er Kontakt zu einem Aussteigerprogramm aufgenommen. Die Hauptverhandlung war nicht öffentlich. Das Urteil ist nicht rechtskräftig und kann noch mit der Revision am Bundesgerichtshof angegriffen werden. 

Erste Hinweise auf den Jugendlichen, die zu einem Präventivgewahrsam geführt hatten, waren nach dem Anschlag im benachbarten Solingen von August 2024 eingegangen, wo bei einer Messerattacke drei Menschen starben. Die spätere Auswertung seines Handys ergab einen dringenden Tatverdacht, woraufhin Haftbefehl erlassen wurde. Die Behörden sehen aber keinen Zusammenhang zum Solinger Terroranschlag. dpa

Berlin

Antisemitismus ohne Scham

Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel in Berlin-Mitte wurde nach eigenen Angaben auf der Straße mit dem Tode bedroht

von André Anchuelo  30.07.2026

Berlin

Tödliche Ignoranz

Der Attentäter vom Christopher Street Day war Islamist. Doch manchen fällt es schwer, die Hintergründe der Mordtat konkret zu benennen. Sie kennen nur Reflexe

von Ralf Balke  30.07.2026

Berlin

Breites Bündnis fordert Klartext beim Thema Islamismus

Die meisten Muslime in Deutschland lehnten islamistische Ideologien ab. Gerade deshalb müssten sie ihnen »innerhalb der eigenen Gemeinschaft entschlossen entgegenzutreten«, heißt es in einem von 23 Organisationen unterzeichneten Aufruf

 30.07.2026

Interlochen (Michigan)

Neue Missbrauchsvorwürfe gegen Jeffrey Epstein im Umfeld einer US-Kunstschule

Zwei ehemalige Schülerinnen schilderten grenzüberschreitendes sexuelles Verhalten des Finanzinvestors

 30.07.2026

Berlin

Nach CSD-Anschlag: Technoparade »Zug der Liebe« abgesagt

Nach dem Anschlag am Rande des Christopher Street Days wird die Technoparade »Zug der Liebe« abgesagt. Die Ereignisse hätten die Lage »drastisch verändert«, so die Veranstalter

 30.07.2026

Berlin

Früherer Verfassungsrichter gegen AfD-Verbotsverfahren

Die AfD könnte bei der Wahl in Sachsen-Anhalt womöglich eine absolute Mehrheit erreichen. Hans-Jürgen Papier ist aber gegen ein Verbotsverfahren

 30.07.2026

Jerusalem

Bericht nennt Einzelheiten des jüngsten Treffens von Trump und Netanjahu

Nach dem Besuch des israelischen Ministerpräsidenten beim US-Präsidenten berichtet »The Times of Israel« über ihr Gespräch im Weißen Haus

 30.07.2026

Nahost

USA nehmen Angriffe auf Iran wieder auf

Nach Angaben des amerikanischen Militärs richteten sich die Einsätze gegen zahlreiche Ziele der iranischen Revolutionsgarden

 30.07.2026

Meinung

Ein belasteter Ort verlangt Bewusstsein

Belastete Orte wie etwa Hitlers Geburtshaus in Braunau gibt es in Deutschland und Österreich viele. Erinnerung daran bedeutet, ihr in der Gegenwart die richtige Antwort zu geben

von Vladimir Vertlib  29.07.2026