Wuppertal

16-jähriger wegen Terrorabsichten auf jüdische Einrichtung verurteilt

Ort der Verhandlung: das Landgericht Wuppertal Foto: picture alliance/dpa

Ein 16-Jähriger aus Wuppertal ist für seine islamistischen Terrorabsichten zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Wuppertaler Landgericht sprach ihn wegen des Sich-Bereiterklärens zu einem Mord schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. 

Zur Tatzeit war er 15 Jahre alt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich der Jugendliche in einem Messenger-Dienst gegenüber seinem Chatpartner bereiterklärt hatte, einen islamistisch motivierten Anschlag auf jüdische Einrichtungen zu begehen. 

Umfassendes Geständnis

Der Angeklagte habe bereits zum Prozessbeginn ein umfassendes Geständnis abgelegt und sich zu seiner Radikalisierung bekannt. Strafmildernd wertete das Gericht, dass sich der Jugendliche in einer persönlichen Ausnahmesituation befunden habe und er einem perfiden Vorgehen der professionell agierenden Anwerber aufgesessen sei. 

In der Untersuchungshaft habe er Kontakt zu einem Aussteigerprogramm aufgenommen. Die Hauptverhandlung war nicht öffentlich. Das Urteil ist nicht rechtskräftig und kann noch mit der Revision am Bundesgerichtshof angegriffen werden. 

Erste Hinweise auf den Jugendlichen, die zu einem Präventivgewahrsam geführt hatten, waren nach dem Anschlag im benachbarten Solingen von August 2024 eingegangen, wo bei einer Messerattacke drei Menschen starben. Die spätere Auswertung seines Handys ergab einen dringenden Tatverdacht, woraufhin Haftbefehl erlassen wurde. Die Behörden sehen aber keinen Zusammenhang zum Solinger Terroranschlag. dpa

Berlin

Bundesrat will Hakenkreuz-Schmierereien an Schulen bestrafen

Die Nutzung von verfassungsfeindlichen Kennzeichen durch Schüler soll strafbar werden. Der israelische Botschafter begrüßt den Schritt

 06.03.2026

Washington D.C.

Bodentruppen im Iran? Trump spricht von »Zeitverschwendung«

Grundsätzlich ausschließen wollte die US-Regierung den Einsatz von Bodentruppen im Iran bislang nicht. Jetzt reagiert Präsident Trump auf Äußerungen des iranischen Außenministers zu dem Thema

 06.03.2026

Gedenkstätte

Buchenwald-Verbände lehnen »Kufiyas«-Kampagne ab

Die Initiatoren der Kampagne würden zudem die historische Dimension der NS-Verbrechen verkennen

 06.03.2026

Washington D.C.

Schätzung: US-Angriff auf Iran kostet jetzt schon Milliarden

Seit Samstag greifen die USA - zusammen mit Israel - den Iran aus der Luft an. Neben vielen anderen Fragezeichen hinter der Militäraktion ist auch unklar, wie viel das eigentlich kostet

 06.03.2026

Forschungsprojekt

Hochschule für Jüdische Studien will Schüler handlungsfähig machen

Antisemitischer Hass ist im Netz allgegenwärtig. Ein neues Projekt erforscht jetzt linken Judenhass - und befähigt Schüler, der Hetze entgegenzutreten. Entscheidend dabei: Medienkompetenz und historisches Wissen

von Volker Hasenauer  06.03.2026

Düsseldorf

AfD-Jugend NRW ist rechtsextremistischer Verdachtsfall

Neuer Name, aber nach Einschätzung der Behörden alte Strukturen: Der NRW-Verfassungsschutz hat die AfD-Jugend erneut im Visier

 06.03.2026

Teheran

Internet im Iran weiterhin gesperrt

Irans Sicherheitsapparat hat die Bevölkerung wegen des Kriegs vom Internet abgeschnitten. Nur wenige ausgewählte Menschen haben Netz

 06.03.2026

Bremen

Politikerin tritt nach Foto aus Holocaust-Ausstellung zurück

Ein Post mit Koffern aus einer Holocaust-Ausstellung brachte die Vizepräsidentin der Bremischen Bürgerschaft in Bedrängnis

 06.03.2026 Aktualisiert

Berlin

Trauer um Chamenei in Berliner Moschee

Auf dem Gelände der Moschee hingen mehrere Traueranzeigen, in denen der getötete Geistliche als Märtyrer bezeichnet wurde

 06.03.2026