Paris

13-jähriger Jude mit Messer bedroht und beraubt

Polizeibeamte in Paris Foto: picture alliance / Anadolu

In Paris ist ein 13-jähriger jüdischer Junge von einer Gruppe Jugendlicher angegriffen und ausgeraubt worden. Der Vorfall ereignete sich bereits am Montagabend. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen wurde der Teenager von fünf mutmaßlichen Tätern umringt und mit einem Messer bedroht, das ihm laut »Le Figaro« an die Kehle gehalten worden sein soll.

Die Angreifer sollen dem Jungen Kopfhörer, Mantel und Schuhe abgenommen haben. Zudem wurde er geschlagen und zu Boden gestoßen. Dabei sei er mit antisemitischen Beleidigungen beschimpft worden, unter anderem mit dem Ausdruck »Sale juif« (»Schmutziger Jude«). Der Junge habe eine Kippa getragen, wodurch seine jüdische Identität erkennbar gewesen sei. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war er auf dem Weg zur Synagoge.

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Dem Opfer gelang es laut einer mit dem Fall vertrauten Quelle, die »Le Figaro« zitiert, die Angreifer in die Flucht zu schlagen. Das Messer ließen sie demnach am Tatort zurück. Der 13-Jährige erlitt leichte Verletzungen und wurde von Rettungskräften versorgt, musste jedoch nicht ins Krankenhaus gebracht werden. Gemeinsam mit einem gesetzlichen Vertreter erstattete er Anzeige.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte die Festnahme eines Tatverdächtigen, der 2007 geboren wurde. Er soll über eine Videoverbindung identifiziert worden sein, mit der der Junge während der Tat in Kontakt stand. Gegen den Festgenommenen wird wegen bewaffneten Raubes und Gewaltanwendung in einer Gruppe ermittelt, wobei das antisemitische Motiv als erschwerender Umstand geprüft wird. Die Ermittlungen zur Identifizierung der weiteren mutmaßlichen Beteiligten dauern an. im

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