NRW

111 Tatverdächtige nach antisemitischen Ausschreitungen

»Rechtsextrem, linksextrem oder aus dem Ausland importiert – Antisemitismus hat unterschiedliche Facetten«: NRW-Innenminister Herbert Reul Foto: imago images/Rüdiger Wölk

Seit der vergangenen Woche haben die Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen insgesamt 62 Vorfälle mit antisemitischem und israelfeindlichen Bezug gemeldet. Das berichtete Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag in einer Sondersitzung des Innenausschusses des Landtags.

Insgesamt seien 111 Tatverdächtige erfasst worden. 36 Personen wurden laut Reul namentlich identifiziert. Sie alle sind laut Ministerium arabischstämmig und teilweise in Deutschland geboren, so dass sie die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Bei sieben Verdächtigen lagen demnach »staatsschutzrelevante Informationen« vor.

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»Das zeigt, der Rechtsstaat kümmert sich«, sagte Reul. Die Zahlen zu den Vorfällen und Tatverdächtigen seien »hochdynamisch« und erhöhten sich weiter. Der Verfassungsschutz beobachte die Weiterentwicklung der Lage.

Antisemitische und israelfeindliche Ausschreitungen hatte es in der vergangenen Woche in mehreren Städten Deutschlands und auch in NRW gegeben, darunter in Gelsenkirchen, Solingen, Düsseldorf, Münster und Bonn. dpa/ja

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