Fotografie

Zivilcourage und Menschlichkeit

Mit ihrer Fotoausstellung Auf derselben Seite möchten Lydia Bergida und Marco Limberg ein Augenmerk auf die Letzten der »Gerechten unter den Völkern« richten. Wie die Überlebenden der Schoa sind die vom Yad-Vashem-Institut geehrten Menschen, die während der NS-Zeit Jüdinnen und Juden gerettet haben, Zeugen und Zeuginnen unserer Zeit. Sie sollten gesehen und gehört werden.

Durch Porträts und fotografische Erzählungen wollen die Fotografen die »Gerechten« ehren und auf sie aufmerksam machen. Es geht auch darum, ihnen eine Stimme zu verleihen in einer Zeit, in der Hass, Kriege, Antisemitismus und andere Formen von Menschenfeindlichkeit weltweit an der Tagesordnung sind. Die Fotografen möchten die Humanität der Porträtierten zeigen und ihre Werte vermitteln.

Diese Ausstellung zeigt, wie man auch in schlimmsten Zeiten Menschlichkeit und Würde bewahren und Zivilcourage zeigen konnte. Die »stillen Helden« sind Vorbilder für Generationen. Von ihnen wäre zu lernen, wie Menschen Verantwortung für das Hier und Jetzt übernehmen können. Gerade in unserer Zeit, in der es bald keine Zeitzeugen mehr geben wird – weder aufseiten der Verfolgten noch aufseiten der »Gerechten« –, soll diese fotografische Arbeit eine Reflexion über die heutige Lebenswirklichkeit und ein Beitrag zur Zeitgeschichte sein. ja

Die Porträts und fotografischen Erzäh-lungen sind vom 26. Januar bis 7. April im Willy-Brandt-Haus in Berlin zu sehen. Mehr Informationen unter: www.fkwbh.de/veranstaltung/auf-derselben-seite-die-letzten-der-gerechten-unter-den-voelkern

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