Hannover

Wissenschaft verbindet

Mit einem Festakt haben Wissenschaftler aus Deutschland und Israel am Dienstag in Hannover die jahrzehntelange Zusammenarbeit beider Länder in der Forschung gewürdigt. Anlass war die Aufnahme diplomatischer Beziehungen beider Staaten vor 50 Jahren.

Die gemeinsame Arbeit der Forscher habe den Weg für die Diplomatie bereitet, sagte Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) bei einer Veranstaltung der Volkswagenstiftung im Schloss Herrenhausen. Israel und Deutschland hatten im Mai 1965 erstmals Botschafter ausgetauscht.

Exzellenz Israels Botschafter in Berlin, Yakov Hadas-Handelsman, sagte, die deutsch-israelischen Errungenschaften in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit seien exzellent. Der Botschafter fügte hinzu: »Unser Ziel für die Zukunft sollte es sein, weiterhin exzellent zu bleiben.«

Wie wichtig die wissenschaftliche Kooperation sei, zeige sich auch daran, wie viele bedeutende Forscher aus beiden Ländern zu der gemeinsamen Tagung nach Hannover gekommen seien. Mit dem Festakt am Dienstag startete in der niedersächsischen Landeshauptstadt eine zweitägige deutsch-israelische Konferenz über wissenschaftliche Zusammenarbeit der Deutschen Technion-Gesellschaft, die vom Institut für Technische Chemie der Universität Hannover organisiert wurde.

Ministerin Heinen-Kljajic betonte während des Festaktes, »in Verantwortung für die Gräueltaten des Faschismus und den Völkermord an den europäischen Juden werden die deutsch-israelischen Beziehungen für uns immer einen besonderen Charakter haben«.

Austausch
Sie fügte hinzu: »Wir sind dankbar dafür, dass wir heute wieder vertrauensvoll zusammenarbeiten können.« Das Land Niedersachsen engagiere sich dabei seit Jahrzehnten. Ziel sei es, junge Wissenschaftler für einen lebendigen Austausch mit israelischen Kollegen zu begeistern und so die Kooperation weiter auszubauen und zu vertiefen.

Die in Hannover ansässige Volkswagenstiftung hat nach eigenen Angaben bereits 1963 Mittel für israelische Forschungseinrichtungen bewilligt und bald darauf auch den Austausch von Wissenschaftlern gefördert. 1977 trat daneben ein besonderes Kooperationsprogramm gemeinsam mit dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Dadurch seien seither 378 Projekte mit insgesamt 47,4 Millionen Euro gefördert worden, sagte Ministerin Heinen-Kljajic. Mehr als 1500 Wissenschaftler hätten davon profitiert. (mit epd)

Kino

Unter einem guten Stern

Jüdische Themen sind im französischen Kino immer wieder sehr gut aufgehoben. Auch »Nur ein kleines bisschen Glück« trifft mit Leichtigkeit mitten ins Herz

 11.09.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Ins kühle Nass vor den Hohen Feiertagen?

von Katrin Richter  11.09.2026

5787

Nicht so viel fluchen, Spenden verdoppeln

Das neue Jahr soll besser werden. Unsere Autorin listet ihre Vorsätze auf. Eine Glosse

von Adriana Altaras  11.09.2026

Filmfestival

25 Minuten Beifall in Venedig

Die neue Doku von Yuval Abraham und Rachel Szor beschäftigt sich mit Einsätzen der israelischen Armee in Gaza – die Macher von »No Other Land« haben Chance auf Goldenen Löwen

 11.09.2026

Zahl der Woche

100 Töne

Fun Facts und Wissenswertes

 11.09.2026

Kulturkolumne

Der Koffer meines Vaters

Wie ich versuchte, Geheimnisse zu lüften, die auch meine eigenen waren

von Sophie Albers Ben Chamo  11.09.2026

Vancouver

Boy George für Unterstützung Israels und der jüdischen Gemeinschaft geehrt

In der Synagoge Temple Sholom singt er seinen Song »We Will Dance Again« und wird vor Hunderen Gemeindemitgliedern und Gästen befragt

 11.09.2026

Kommentar

Ja, du bist gemeint!

Im Leben gibt es Menschen, die erkennen, was vor sich geht, und andere, die einfach blind den Trends folgen. Warum ich an der Seite meiner jüdischen Freunde stehe

von Boy George  11.09.2026

Fernsehen

»Babylon Berlin«: Was bisher geschah (Staffeln 1–4)

Wer jetzt noch einsteigen will bei der fünften Staffel der ARD-Serie, lernt hier die wichtigsten Figuren und ihre Verstrickungen kennen

von Wilfried Urbe  10.09.2026