Berlin

Vorhang auf für die Lubitschs

Szene aus »To Be Or Not To Be« Foto: dpa

Ernst Lubitsch sitzt immer im Kino Babylon. Egal, ob ein Film läuft oder die letzten Zuschauer den Saal bereits verlassen haben. Der berühmte Regisseur hat seinen Platz in der dritte Reihe, mittig. Dort wird er auch am Montagabend sitzen, wenn das Kino Babylon ihm zu Ehren zwei Klassiker zeigen wird, nämlich Die Austernprinzessin und To Be or Not to Be im Original.

Und noch ein besonderer Gast wird an diesem Abend auf den roten Kinosesseln Platz nehmen: Lubitschs Tochter Nicola. Die 78‐Jährige ist nicht nur für das Event nach Berlin zurückgekehrt, sondern hat vor wenigen Monaten auch die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen.

Weissensee Im Gespräch mit der Jüdischen Allgemeinen sagte Lubitsch über ihre Entscheidung, einen deutschen Pass zu beantragen: »Nach der Wahl dieses jämmerlichen Mannes zum Präsidenten dachte ich, die Zeit sei da, um nach Hause zu kommen. Ich war am Grab meiner Großeltern in Weißensee, und es gibt so viele Dinge, die sich einfach richtig anfühlen.«

Wie ihr Vater ihr Leben beeinflusst hat, wie es war, das erste Mal in Deutschland wählen zu gehen, und welches Werk ihres Vaters Lubitschs Lieblingsfilm ist, das lesen Sie am Donnerstag in der Printausgabe der Jüdischen Allgemeinen. kat

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