Kultur

Termine und TV-Tipps

Amnon Weinstein (21.7.1939–4.3.2024) Foto: dpa

Esslingen
Was haben »Schlamassel«, »zocken«, »Tacheles« oder »Schmutz« gemeinsam? Es sind alltägliche Begriffe, und es sind jiddische Worte. »Mosaiken« – Reise durch Klangbilder jiddischer Musik
Sa 15. Februar, 17 Uhr | SCALA, Blumenstraße 15

Fürth
Stadtführung »Jüdisches Leben – damals und heute«
So 16. Februar, 14 Uhr | Alter Jüdischer Friedhof, Schlehenstraße

Jena
Kurz nach dem Fall des Eisernen Vorhangs reist die New Yorker Musik-Journalistin Ruth Rothwax in Begleitung ihres Vaters Edek nach Polen, um dem Vermächtnis ihrer jüdischen Familie auf den Grund zu gehen: »Treasure – Familie ist ein fremdes Land« – Filmabend
Mi 19. Februar, 18.30 Uhr | KuBuS, Theobald-Renner-Straße 1A

Neuried
Nach ihrer langen Laufbahn als Sängerin in vielerlei Sprachen, unter anderem auch in Jiddisch, gründet Astrid Ruff den Chor »Lomir Zingen« (Lasst uns singen). Es geht ihr darum, den Reichtum der jiddischen Kultur in der Vielfalt der Lieder darzubieten. »Lieder auf Jiddisch. Konzert. Chorale Lomir Zingen«
Sa 15. Februar, 18 Uhr | Europäisches Forum am Rhein, Am Altenheimer Yachthafen 1

Potsdam
Brandenburgisches Literaturbüro:
»Lesung und Gespräch: Der Fall Oppenheimer« mit Daniel Müller, Chefredakteur des Magazins »ZEIT Verbrechen«
So 16. Februar, 11 Uhr | Villa Quandt, Große Weinmeisterstraße 46/47

Worms
Die Kultur- und Weinbotschafterin Jutta Bingenheimer lädt gemeinsam mit Alex, einem jungen Wormser Juden, zu einer besonderen Entdeckung ein: »Ein verborgener Schatz auf dem neuen jüdischen Friedhof in Worms-Hochheim«
So 16. Februar, 10 und 13 Uhr | Haupteingang Friedhof, Eckenbertstraße 114

Einschalten - TV und Radio

»Stadt Land Kunst«: Albert Cohens (1895–1981) Meisterwerk »Die Schöne des Herrn« (1968) gilt als einer der größten Liebesromane des 20. Jahrhunderts, ist aber auch eine vergnügliche Milieu­studie der Diplomatenstadt Genf zwischen den beiden Weltkriegen: mondän, streng protestantisch und latent antisemitisch.
Freitag, 14. Februar, 12.30 Uhr Arte TV

»Religion – Die Dokumentation1945«: Bunt, katholisch, jüdisch, Pantheist. Friedensreich Hundertwassers Spiritualität
Sonntag, 16. Februar, 8.10 Uhr Bayern 2 Radio

»Conflict Kitchen: Nir Rosenfelds Traum von Frieden«: Der Gastronom betreibt vier israelische Restaurants in Frankfurt, darunter das »Life Deli« im Jüdischen Museum. Nach den Terrorangriffen der Hamas am 7. Oktober 2023 wurde er mit antisemitischen Anfeindungen konfrontiert und mit Diskussionen über die Authentizität der israelischen Küche.
Sonntag, 16. Februar, 14 Uhr WDR TV

»Der Soldat James Ryan«: Ein Sonderkommando stellt einen Rettungsbefehl zunehmend infrage. Helden-Kriegsepos unter der Regie von Steven Spielberg
Sonntag, 16. Februar, 23.10 Uhr Sat1 TV

»Die Ungewollten – Die Irrfahrt der St. Louis«: Dokudrama in Spielfilmqualität basierend auf Tagebucheintragungen Gustav Schröders, die dem Film zusammen mit beeindruckendem Archivmaterial eine sehr emotionale Ebene verleihen.
Mittwoch, 19. Februar, 0.00 Uhr NDR TV

»Konzert: Violins of Hope«: Amnon Weinstein hat zahlreiche Streichinstrumente von Überlebenden des Holocaust restauriert. Auf diesen originalen »Violins of Hope« spielten die Musiker des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin ein neues Werk von Berthold Tuercke.
Mittwoch, 19. Februar, 22.05 Uhr Deutschlandfunk Radio

»Re: Leben im jüdischen Altersheim«: Das Altenzentrum der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main ist das größte jüdische Alten- und Pflegeheim in Deutschland. Hier wohnen Menschen, die den Holocaust überlebt und sich dennoch entschieden haben, im Land der Täter alt zu werden.
Donnerstag, 20. Februar, 11.25 Uhr Arte TV

7. Oktober

Maxim Biller und die Barbaren

In »Schwarze Samstage« kämpft der Schriftsteller mit den Folgen des Massakers in Israel – und zieht eine harte Linie zwischen Juden und »Gojim«

von Tobias Kühn  07.10.2026

TV-Tipp

»Phoenix« - herausragender Film über eine Holocaust-Überlebende

Christian Petzolds grandiose Parabel auf Deutschland im »Jahre Null«

von Felicitas Kleiner  07.10.2026

Programm

Musikalische Crossovers, Kontroverse, Krimi und Krav Maga: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 8. Oktober bis zum 14. Oktober

 07.10.2026

Deutscher Buchpreis

Hermeskeil ist stolz auf Shida Bazyar

Die Auszeichnung würdigt den Roman einer Autorin aus dem Hunsrück. Das gibt der Stadt neuen Anlass, sich mit den verdrängten Kapiteln seiner Geschichte auseinanderzusetzen.

von Ira Schaible, Sandra Trauner  07.10.2026

TV-Tipp

Zwischen Terror und Trauma

Eine Reportage von Jan Philipp Burgard auf WELT TV zeigt Israel und seine Menschen drei Jahre nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023

von Detlef David Kauschke  07.10.2026

Im Kino

Mutiges Biopic über Österreichs Ex-Kanzler: »Bruno – Der junge Kreisky«

Harald Sicheritz hat ein Biopic gedreht, das die politischen Kämpfe zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten, zwischen der Linken an sich und den Nationalsozialisten in den 1930er Jahren differenziert darstellt

von Sascha Westphal  06.10.2026

Literatur

Neues Jugendbuch von Holly-Jane Rahlens: Ein eher unbekanntes Kapitel deutsch-jüdischer Geschichte

Displaced Persons Camps der Nachkriegszeit: Sie stehen im Zentrum eines neuen Buches von Holly-Jane Rahlens. »Frostblüten« heißt und erzählt von der Freundschaft der jüdisch-polnischen Estera und der Berlinerin Lotte

von Nina Schmedding  06.10.2026

Aufruf

Buchpreis-Trägerin Shida Bazyar warnt vor AfD

Shida Bazyar ist mit dem diesjährigen Deutschen Buchpreis ausgezeichnet worden. In einem Vorab-Interview äußerte sie sich auch politisch

von Anita Hirschbeck  06.10.2026

Literatur

Shida Bazyar für ihren Roman »Die Lücken« mit Deutschen Buchpreis ausgezeichnet

Der Preis wurde am Montagabend im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse vergeben

 05.10.2026 Aktualisiert