Magdeburg

Telemann-Preis 2026 für Kölner Dirigenten Willens

Foto: picture alliance / Bildagentur-online/Tetra

Der in Köln lebende jüdische Dirigent Michael Alexander Willens wird mit dem Georg-Philipp-Telemann-Preis 2026 geehrt. Wie die Stadt Magdeburg am Dienstag mitteilte, wird der mit 2.500 Euro dotierte Preis an Telemanns Geburtstag, dem 14. März, im Alten Rathaus in Magdeburg verliehen.

»Mit der Auszeichnung würdigt die Landeshauptstadt Magdeburg den eindrucksvollen Umgang des gebürtigen US-amerikanischen Dirigenten mit dem künstlerischen Werk Telemanns«, begründete Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) die Entscheidung zur Preisvergabe. Mit mehr als 3.600 verzeichneten Werken gilt Georg Philipp Telemann (1681-1767) nicht nur als einer der produktivsten Komponisten. Er war auch bereits zu Lebzeiten ein international geachteter Musiker.

Telemann-Werke wiederentdeckt

Mit Konzerten und CD-Einspielungen insbesondere weitgehend unbekannter Vokalkompositionen setze sich Michael Alexander Willens für die Wiederentdeckung herausgehobener Telemann-Werke in historisch geschulter Interpretationsweise ein, hieß es. Damit habe er die internationale Telemann-Rezeption maßgeblich beflügelt.

Lesen Sie auch

Viele seiner Aufnahmen hätten Referenzcharakter und verliehen eher unbekannten Schaffensbereichen des Komponisten Konturen. So habe er mit dem Orchester der Kölner Akademie 2012 in Magdeburg Telemanns »Lukaspassion« aufgeführt und seitdem sechs CDs mit bedeutender Kirchenmusik des Barockkomponisten veröffentlicht. epd

Glosse

Der Rest der Welt

Von Kaffee-Helden, Underdogs und Magenproblemen

von Margalit Edelstein  08.12.2025

Eurovision Song Contest

»Ihr wollt nicht mehr, dass wir mit Euch singen?«

Dana International, die Siegerin von 1998, über den angekündigten Boykott mehrerer Länder wegen der Teilnahme Israels

 08.12.2025

Feiertage

Weihnachten mit von Juden geschriebenen Liedern

Auch Juden tragen zu christlichen Feiertagstraditionen bei: Sie schreiben und singen Weihnachtslieder

von Imanuel Marcus  08.12.2025

Vortrag

Über die antizionistische Dominanz in der Nahostforschung

Der amerikanische Historiker Jeffrey Herf hat im Rahmen der Herbstakademie des Tikvah-Instituts über die Situation der Universitäten nach dem 7. Oktober 2023 referiert. Eine Dokumentation seines Vortrags

 07.12.2025

Zwischenruf

Die außerirdische Logik der Eurovision

Was würden wohl Aliens über die absurden Vorgänge rund um die Teilnahme des jüdischen Staates an dem Musikwettbewerb denken?

von Imanuel Marcus  07.12.2025

Los Angeles

Schaffer »visionärer Architektur«: Trauer um Frank Gehry

Der jüdische Architekt war einer der berühmtesten weltweit und schuf ikonische Gebäude unter anderem in Los Angeles, Düsseldorf und Weil am Rhein. Nach dem Tod von Frank Gehry nehmen Bewunderer Abschied

 07.12.2025

Aufgegabelt

Plätzchen mit Halva

Rezepte und Leckeres

 05.12.2025

Kulturkolumne

Bestseller sind Zeitverschwendung

Meine Lektüre-Empfehlung: Lesen Sie lieber Thomas Mann als Florian Illies!

von Ayala Goldmann  05.12.2025

TV-Tipp

»Eigentlich besitzen sie eine Katzenfarm« - Arte-Doku blickt zurück auf das Filmschaffen von Joel und Ethan Coen

Die Coen-Brüder haben das US-Kino geprägt und mit vielen Stars zusammengearbeitet. Eine Dokumentation versucht nun, das Geheimnis ihres Erfolges zu entschlüsseln - und stößt vor allem auf interessante Frauen

von Manfred Riepe  05.12.2025