Hollywood

Sean Penn plant Film um Polizisten bei Kapitol-Attacke

Sean Penn im März 2026 Foto: picture alliance / zz/NDZ/STAR MAX/IPx

Der dreifache Oscar-Preisträger Sean Penn (65) nimmt für sein nächstes Regieprojekt einen brisanten Stoff ins Visier. Mit seiner Produktionsfirma Projected Picture Works will der Regisseur und Schauspieler mit jüdischem Familienhintergrund einen Film über das Leben eines Polizisten drehen, der den Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 miterlebte, wie »Hollywood Reporter« berichtetet.

Penn liefert auch das Drehbuch und möchte den Berichten zufolge Bradley Cooper (51, »American Sniper«, »A Star is Born«) als Hauptdarsteller vor die Kamera holen. Der Drehstart für den noch titellosen Film ist demnach für Mitte 2027 geplant. 

Bei der Kapitol-Attacke in Washington hatten Anhänger des bereits abgewählten, aber noch amtsführenden Präsidenten Donald Trump gewaltsam das US-Parlamentsgebäude gestürmt, weil sie die Wahlniederlage des Republikaners gegen den Demokraten Joe Biden nicht akzeptieren wollten. Trump hatte sie zuvor angestachelt – und stellt den verheerenden Dammbruch von damals bis heute als mutige Tat patriotischer Amerikaner dar.

Lesen Sie auch

Während des Angriffs und in den Stunden danach kamen mehrere Menschen ums Leben. Zahlreiche Sicherheitsbeamte wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Ein Polizist erlitt am Tag nach dem Angriff einen tödlichen Schlaganfall.

Penn inszenierte als Regisseur schon mehrere Filme wie Indian Runner (1991), Das Versprechen (2001), Into the Wild (2007) und Flag Day (2021). Im März wurde er für seine Nebenrolle im Politthriller One Battle After Another mit einem Oscar ausgezeichnet. Zuvor hatte er bereits zwei Oscars als bester Hauptdarsteller für die Filme Mystic River und Milk gewonnen.

TV-Tipp

Doku zeigt das Leben arabischer Transpersonen in Israel

Eine Arte-Dokumentation porträtiert Transpersonen aus Gaza, die im Exil in Tel Aviv den Traum ihrer sexuellen Selbstbestimmung zu verwirklichen versuchen

von Manfred Riepe  17.06.2026

Bayern

Warum Bayreuths große Pläne zum Festspieljubiläum scheitern

Schon Richard Wagner kämpfte mit Schulden und Geldproblemen. Doch dereinst sprang Bayernkönig Ludwig II. ein. Im Jubiläumsjahr 2026 ist es komplizierter

von Kathrin Zeilmann, Britta Schultejans  16.06.2026

Bayern

»Das ist in einer Demokratie Tod durch Selbstmord«

Eigentlich sollte Michel Friedman bei einer Gedenkveranstaltung zu 150 Jahren Bayreuther Festspiele sprechen. Doch die Veranstaltung wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt. Dafür findet er deutliche Worte

 16.06.2026

Zahl der Woche

1 Mal

Funfacts & Wissenswertes

 16.06.2026

Halacha

Deutsch-jüdischer Leuchtturm

Die Berliner Studien zum Jüdischen Recht feiern ihr 30-jähriges Bestehen an der Humboldt-Universität

von Detlef David Kauschke  16.06.2026

»Imanuels Interpreten« (22)

Herbie Mann: Der Klangsetzer

Herbie Manns Motto: »Wenn du die Musik von jemandem spielen willst, gehe zu ihm nach Hause.« Er setzte dies um, hatte dann aber die Jazz-Polizei am Hals

von Imanuel Marcus  16.06.2026

In eigener Sache

Jüdische Allgemeine depubliziert Texte von Stephan-Andreas Casdorff

Die Prüfung mit spezialisierter Software legt Nahe, dass zwei Kommentare des »Tagesspiegel«-Editor-at-Large in dieser Zeitung von einer KI geschrieben wurden

 15.06.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der Jüdischen Welt

von Imanuel Marcus, Katrin Richter  15.06.2026

Kolumne

»Ich bin bloß eine Regenwolke!«

Von Winni Puch bis Tscheburaschka: Wie sowjetische Trickfilme gegen Antisemitismus helfen

von Eugen El  14.06.2026