Potsdam

Forschung zu NS-Geschichte von Naturwissenschaften

Foto: picture alliance/dpa

Die naturwissenschaftlichen Einrichtungen auf dem Potsdamer Telegrafenberg werden zum historischen Forschungsgegenstand. Im Mittelpunkt stehen die NS-Geschichte sowie die Jahre unmittelbar davor und danach, teilte das Zentrum für Zeithistorische Forschung am Montag in Potsdam mit. Auf dem Telegrafenberg hat heute unter anderem das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) seinen Sitz.

Erforscht werden sollen den Angaben zufolge besonders der Einfluss von Politik und Ideologie auf die Forschung in der NS-Zeit, das Schicksal der Opfer der NS-Diktatur und Fragen wie die Folgen des Ressourcenmangels in der Nachkriegszeit. Geklärt werden solle zudem, wie mit der NS-Vergangenheit und belastetem Personal umgegangen wurde.

Der Impuls zur Erforschung der bislang weitgehend unbekannten Vergangenheit der wissenschaftlichen Institutionen sei von den heutigen vier Forschungseinrichtungen auf dem Telegrafenberg gekommen, hieß es. Der Fokus liege »auf dem zweifachen Umbruch von
1933 und 1945«.

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Das drei Jahre laufende Projekt befasse sich mit den damaligen Einrichtungen Geomagnetisches Institut, Meteorologisch-Magnetisches Observatorium, Astrophysikalisches Observatorium und Geodätisches Institut, hieß es. Auch die an einem anderen Ort gelegene Babelsberger Sternwarte werde einbezogen.

Zum heutigen »Wissenschaftspark Albert Einstein« auf dem Telegrafenberg gehören neben dem PIK das Institut für Astrophysik Potsdam (AIP), das Alfred-Wegener-Institut und Helmholtz-Zentrum für
Polar- und Meeresforschung (AWI) und das Helmholtz-Zentrum für Geoforschung (GFZ). epd

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