Igor Levit

»Rettender Akt«

Der Pianist Igor Levit 2019 in Köln Foto: imago images / Future Image

Für den Pianisten Igor Levit waren seine täglichen Hauskonzerte auf Twitter ein »rettender Akt« in den ersten Corona-Wochen.

»Diese Konzerte haben mir einen ungeheuren Halt gegeben«, sagte Levit dem evangelischen Monatsmagazin »chrismon« (Juli-/August-Ausgabe). Die Pandemie-Restriktionen hätten ihn hart getroffen.

musik »Von einem Tag auf den anderen konnte ich nicht mehr auf die Bühne«, sagte der 33-Jährige: »Ich hatte zuerst das Gefühl, völlig freizudrehen. Und das zu verlieren, was Musik für mich bedeutet – nämlich Musik mit anderen zu teilen.«

Deshalb habe er im März mit den abendlichen Hauskonzerten begonnen, sagte der in Berlin lebende Musiker und Bürgerrechtler.

Doch nach 52 gestreamten Auftritten habe ihm sein Körper signalisiert, dass er Ruhe brauche. Daher mache er nun das, was er eigentlich vor Corona geplant hatte, sagte Levit: »Ich gehe in die Stille. Ich lese jetzt viel. Ich spiele auch ein bisschen für mich. Die meiste Zeit aber steht der Flügel still in der Ecke.« epd

Zahl der Woche

7 Wochen

Fun Facts und Wissenswertes

 28.07.2026

Literatur

Von der Liebe in Zeiten der ’Ndrangheta

In seinem Tatsachenroman erzählt der italienisch-jüdische Autor Roberto Saviano die Geschichte einer verschwundenen Frau

von Knut Elstermann  28.07.2026

Aufgegabelt

Marokkanische Bällchen

Rezepte und Leckeres

 28.07.2026

Vladimir Shikhman

Meinung

Das ibug-Festival 2025 – eine sächsische Documenta?

Antisemitismus in der Kunst: Auf dem internationalen ibug-Festival in Chemnitz wurden im vergangenen Jahr Werke gezeigt, die antisemitische Klischees reproduzierten. Droht dieses Jahr eine Wiederholung?

von Vladimir Shikhman  28.07.2026

London

Boy George veröffentlicht israelsolidarischen Song »We Will Dance Again«

Der britische Sänger stellt in seinem neuen Reggae-Lied klar: »Ich stehe auf der Seite der Juden.«

von Imanuel Marcus  28.07.2026

New York

Carly Simon hat Parkinson

Die Sängerin und Songschreiberin mit jüdischem Familienhintergrund kämpft mit zwei gesundheitlichen Problemen. Trotzdem hat es sie es geschafft, ein neues Album aufzunehmen

 28.07.2026

Filmkritik

»Blutspur Antwerpen« – Ein Lehrstück in Sachen Antisemitismus

Keine einzige Rezension hat den Krimi bislang als das gewertet, was er ist: Ein rassistisches Machwerk in Gestalt einer »antisemitischen Parabel«

von Achim Bühl  27.07.2026

Musik

Und sie erinnern sich doch

Die Bayreuther Festspiele begehen ihr 150. Jubiläum mit Nachdenklichkeit

von Maria Ossowski  27.07.2026

Bayreuther Festspiele

Michel Friedman in Bayreuth: Neue Ära der Aufarbeitung beginnt

Um offen mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit umzugehen, haben die Bayreuther Festspiele Michel Friedman als Redner eingeladen. Der Publizist rief eine neue Ära des Erinnerns aus

 26.07.2026