Nachruf

Pumuckls Vater

Imo Moszkowicz war ein deutscher Jude – vor und nach Auschwitz. 1925 im münsterländischen Ahlen als Sohn eines Schuhmachers geboren, überlebte er das Vernichtungslager, anders als die Mutter und seine Geschwister, und kehrte nach der Befreiung in die Heimat zurück, um hier seinen Traum von der Theaterkarriere erfolgreich zu verwirklichen. Nach Stationen als Schauspieler in Warendorf und Gütersloh wechselte Moszkowicz ins Regiefach und arbeitete zunächst als Assistent mit Gustav Gründgens und Fritz Kortner. Selbst inszenierte er danach an allen großen deutschen Bühnen, aber auch im Ausland, unter anderem am Habima-Theater in Tel Aviv. Auch in mehr als 200 Fernsehproduktionen führte der Theatermann Regie, unter anderem in den beliebten Pumuckl-Filmen. Am Dienstag ist Imo Moszkowicz in München im Alter von 85 Jahren gestorben.

Schule

Wissenschaftler fordert bessere Holocaust-Bildung

Es sei wichtig, mit der Vermittlung der Schoa bereits bei der Ausbildung der Lehrer anzusetzen

 12.11.2019

NS-Raubkunst

Leitfaden zur Provenienzforschung veröffentlicht

Die Publikation des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste soll als Orientierungshilfe für Museen und Sammlungen dienen

 12.11.2019

Karneval

Protest mit »Applausminute«

»Kölsche Kippa Köpp« will auf Antisemitismus aufmerksam machen

 11.11.2019

Filmvertrag

Woody Allen und Amazon legen Rechtsstreit bei

Der Fall soll ohne Urteil abgewiesen worden sein

 10.11.2019

Lesen!

»Kompass ohne Norden«

Neal Shustermans neuer Roman über seinen Sohn

von Katrin Diehl  10.11.2019

Filmgeschichte

Rückkehrer und Dagebliebene

Wie jüdische Regisseure ihre Erfahrungen mit Deutschland künstlerisch verarbeiten

von Lea Wohl von Haselberg  10.11.2019