Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Rona-Lee Shi­mon hatte auf der Bühne einen lustigen Moment. Die Fauda-Darstellerin, die derzeit in dem Stück Aviva, My Love von Regisseur Moshe Kepten im HaBima-Theater in Tel Aviv zu sehen ist, bekam einen schweren Lachanfall inmitten einer Szene. Als eine Frau aus dem Publikum den Vorfall später postete, nahm die Schauspielerin es mit Humor und kommentierte das Ganze kurz und bündig mit einem »Ups«.

Thomas Meyer glänzt passend zu Purim mit verborgenen Talenten. Bei Fromme Törtchen – Zwischen Teig & Tradition konnte man ihm vor einiger Zeit in SRF Kultur und jetzt in der 3sat-Mediathek bei der Zubereitung von Hamantaschen zusehen. Beim Mixen und Kneten sprach der Schweizer Autor und Kolumnist, der mit Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse einen Bestseller landete, mit Nicole Freudiger über seine Kindheit, darüber, dass ihn Playmobil mehr interessiert habe als die Synagoge, über Religion, Spiritualität, Antisemitismus, Ausgrenzung und Vorurteile – und natürlich über Zutaten für das süße Gebäck.

Auch Susan Sideropoulos hat sich die Küchenschürze übergezogen und ist im Halbfinale von Das große Promibacken gelandet. Doch
dieser Erfolg wird von einer Tragödie in ihrem Privatleben überschattet. Vor wenigen Wochen starb ihr Vater. Seither hat sich das Leben der einstigen GZSZ-Darstellerin grundlegend verändert. Auf Instagram teilte die 43-jährige Schauspielerin ein privates Video und schrieb dazu: »Manchmal kann ich nicht atmen und möchte schreien.« Mit dem Tod ihres Vaters sei ihr Leben »in tausend Teile zersprungen«.

Timothée Chalamet hat der Wüste den Rücken gekehrt und arbeitet bereits an seinem nächsten prestigeträchtigen Filmprojekt. Im Biopic A Complete Unknown von Regisseur James Mangold wird der amerikanisch-französische Schauspieler die Musiklegende Bob Dylan verkörpern – mit Schirmmütze, Strickschal und natürlich einem Gitarrenkoffer in der Hand. Aktuell ist er im Sci-Fi-Blockbuster Dune: Teil 2 zu sehen.

Jake Gyllenhaal sieht im Sport eine verlässliche Hilfe für schwierige Momente im Leben. »Egal, was in meinem Tag passiert ist, egal, was in meinem Leben passiert ist, das Training hat mir immer auf die eine oder andere Weise geholfen, das zu überstehen«, sagte der 43-Jährige der Zeitschrift »Menʼs Health«. Daher versuche er immer Rollen zu finden, die es ihm ermöglichten, körperlich fit zu bleiben, erklärte er. »Das bedeutet, dass ich nicht nur recherchiere und intellektuell hart arbeite, sondern mich auch um den körperlichen Teil der Schauspielerei kümmere.« Sport sei für ihn schon seit seiner Kindheit ein Lebensstil gewesen.

Danny Cohen, der den Film The Zone of Interest finanziert hat, hat sich öffentlich gegen die Aussagen seines Regisseurs Jonathan Glazer gestellt. In dem Podcast »Unholy« sagte Cohen: »Ich denke, der Krieg ist tragisch und schrecklich, und der Verlust von Zivilistenleben ist grausam, aber ich mache die Hamas dafür verantwortlich«, sagte Cohen, der früherer BBC-Direktor. Außerdem sei er zutiefst traurig, dass nun viele weniger über den Film an sich reden als über die Rede Glazers. The Zone of Interest erhielt bei der diesjährigen Oscar-Verleihung fünf Auszeichnungen. bp/dpa/kat

Geschichtsforschung

Mörderische Mitmacher

Der Historiker Götz Aly geht in seinem neuen Buch der »zentralsten Frage aller deutschen Fragen« nach: »Wie konnte das geschehen?«

von Till Schmidt  04.01.2026

Aufgegabelt

Gesunder Januar-Saft

Rezepte und Leckeres

 04.01.2026

Medizin

Mit mRNA-Impfstoff gegen die Lungenpest

In Israel ist der weltweit erste mRNA-basierte Impfstoff gegen ein tödliches antibiotika-resistentes Bakterium entwickelt worden

von Sabine Brandes  03.01.2026

Erhebung

Dieser hebräische Babyname ist in Deutschland am beliebtesten

Welche Namen geben Eltern ihren Sprösslingen in diesem Jahr am liebsten? In welchen Bundesländern gibt es Abweichungen?

 02.01.2026 Aktualisiert

Theater

Zwischen Witz und Wut

Avishai Milstein erinnert in seinem neuen Stück in den Münchner Kammerspielen an Philipp Auerbach – mit Samuel Finzi in der Hauptrolle

von Michael Schleicher  02.01.2026

Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

von Daniel Neumann  02.01.2026

W. Michael Blumenthal

»Jetzt wird es sich zeigen«

Der Gründungsdirektor des Jüdischen Museums Berlin wird 100 Jahre alt. Er floh 1939 nach Shanghai und ging 1947 in die USA. Heute fragt er sich, ob wir aus der Geschichte gelernt haben

von Axel Brüggemann  02.01.2026

Daniel Kahn

»Das Akkordeon war ein Schlüssel«

Der Musiker über seine Liebe zum Instrument des Jahres 2026

von Christine Schmitt  01.01.2026

Sehen!

Fast alles über Johann Strauss

Eine Ausstellung im Jüdischen Museum Wien

von Tobias Kühn  31.12.2025