Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Charlotte Gainsbourg hat ein paar Eindrücke aus dem Buch Serge Gainsbourg et Jane Birkin: L’album de famille intime in einem Reel auf ihrem Instagram-Account geteilt. Das Buch über die Familie hat ihr Onkel, der Regisseur und Drehbuchautor Andrew Birkin, geschrieben. Ihre Mutter Jane schrieb das Vorwort dazu, Charlotte Gainsbourg das Nachwort. Mehr als 900 Bilder aus dem Leben des legendären französischen Paares sind darin zu sehen.

Wladimir Kaminer schwärmt in einem Interview mit der Zeitung »Die Rheinpfalz« von Odessa, seiner Geburtsstadt: »Odessa ist meine zweite Heimat. Ich kenne die Stadt wie meine Westentasche. Ich kenne die Leute, die Musik, die Mentalität. Jeden Sommer habe ich dort bei meiner Oma verbracht.« Außerdem erläutert er, warum aus der »Russen-Disko« die »Ukraine-Disko« wurde: »Ich möchte nicht zu russischen Liedern tanzen, während die Russen versuchen, die Ukraine in Schutt und Asche zu legen. Deshalb Ukraine-Disko.«

Ilja Richter hat bei der NDR-Talkshow DAS! über seinen bevorstehenden 70. Geburtstag Ende November gesprochen. Gefragt, wie die Zahl in seinen Ohren klingt, sagte er: »Nicht anders als 60, und doch hat es etwas anderes zu bedeuten. 70 ist etwas anderes. 70 hat wirklich mehr mit dem Altern zu tun.« Richter hat auch ein Buch geschrieben, das mit Vergänglichkeit zu tun hat, wie er in der Talkshow beschrieb. In Nehmen Sie’s persönlich erzählt er von Begegnungen mit Menschen, die ihn geprägt haben.

Susan Sideropoulos hat sich mit den Frauen im Iran solidarisch erklärt. In einem Video bezieht die Schauspielerin und Autorin an der Seite vieler Kolleginnen und Kollegen, darunter die Buchautorin und Regisseurin Doris Dörrie oder der Schauspieler Clemens Schick, Stellung zu den Protesten im Iran. »We are Your Voice« steht auf einem weißen Blatt Papier, das sie in Händen hält.

Eva Menasse erhält den Jakob-Wassermann-Literaturpreis 2023. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung der Stadt Fürth wird der 52-jährigen deutsch-österreichischen Schriftstellerin am 12. März 2023 in der fränkischen Stadt überreicht. Mit der Auszeichnung werde Menasses facettenreiches, erzählerisches und essayistisches Werk gewürdigt, »das in einem unverwechselbaren, lakonisch-pointierten Stil moderne Befindlichkeiten und historische Verwerfungen seziert«. Damit verstehe sie es, dem Publikum ganz in der Tradition jenes aufgeklärten Humanismus, den auch Jakob Wassermann repräsentiert habe, »ebenso erhellende wie beglückende Momente zu vermitteln«. Zugleich würdigte das Kuratorium die in Berlin lebende Autorin als »in gesellschaftlichen Debatten engagierte, deutlich vernehmbare Stimme«. kna

Berlin

»Nicht vom Himmel gefallen«

Das Tikvah Institut fragte auf der Tagung »Kunstfreiheit als Ausrede?«, warum die documenta aus dem Ruder lief 

von Ralf Balke  05.12.2022

Interview

»Oft fühlt man falsch«

Oliver Polak über die Herausforderungen der modernen Liebe und sein neues Buch

von Martin Schubert  04.12.2022

Yaara Keydar

»Frauen waren alles für ihn«

Die Kuratorin über den israelischen Designer Alber Elbaz, eine Ausstellung in Holon und historische Mode

von Katrin Richter  04.12.2022

documenta

»Eine Schar aus Beschwichtigern, Relativierern, Leugnern«

Israels Botschafter Ron Prosor beklagt einen beunruhigenden Antisemitismus aus dem linken politischen Spektrum

 02.12.2022

Zahl der Woche

462 Minuten

Fun Facts und Wissenswertes

 02.12.2022

Berlin

150 Jahre Hochschule für die Wissenschaft des Judentums

Sie galt als eine der wichtigsten jüdischen Bildungsstätten – bis sie 1942 von den Nazis geschlossen wurde

von Lilly Wolter  01.12.2022

Festakt

Fritz Bauer posthum geehrt

Mehr als 50 Jahre nach seinem Tod ist der ehemalige hessische Generalstaatsanwalt mit der Wilhelm-Leuschner-Medaille ausgezeichnet worden

 01.12.2022

Dokumentarfilm

Die Dinge verlangen nach einer Erzählung

In »Eine Frau« spürt Jeanine Meerapfel 40 Jahre nach ihrem Debüt »Malou« erneut dem Leben ihrer Mutter nach

von Joshua Schultheis  01.12.2022

Musical

Biografische Parallelen

An mehreren Häusern wird derzeit Kurt Weills »Lady in the Dark« aufgeführt. Der Dirigent David Stern spricht von einer Renaissance

von Claudia Irle-Utsch  01.12.2022