Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Sarah Silverman Foto: imago images/MediaPunch

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter  07.10.2021 11:13 Uhr

Sarah Silverman hat sich in ihrem gleichnamigen Podcast über die sogenannte Squad aufgeregt, die den »Iron Dome« nicht mehr finanziell unterstützen will. Die Gruppe um die amerikanischen Politikerinnen Alexandria Ocasio-Cortez, Rashida Tlaib und Ilhan Omar hatte sich kürzlich gegen eine weitere Unterstützung des israelischen Raketenabwehrsystems ausgesprochen. Silverman sagte, sie wäre ja mit dem innenpolitischen Kurs der Politikerinnen wirklich d’accord, aber diese Entscheidung sei einfach nur frustrierend. »Meine Familie lebt dort. Es scheint, als ob damit ein Punkt bestätigt werden würde, von dem ich nicht dachte, dass es ihn gibt: Menschen mögen Juden nur, wenn sie leiden.«

Daniel Donskoy hat nicht nur den Deutschen Filmpreis moderiert, sondern die Gelegenheit genutzt, um auf Fluidität hinzuweisen: »Das Wahrnehmen von Menschen als vielschichtige Individuen. Als Künstler kriegt man nicht immer die Möglichkeit, sich einem weiten Publikum mitzuteilen. Ich persönlich empfinde es als Pflicht, jede Chance zu nutzen, um auf Missstände und Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen«, schrieb Donskoy.

Dmitrij Kapitelman erhält für sein Buch Eine Formalie in Kiew den Buchpreis Familienroman 2021 der Stiftung Ravensburger Verlag. Es sei »ein in literarischer Hinsicht ungewöhnliches und in seinem Bekenntnis zur Familie anrührendes Buch. Es bringt einen neuen Ton in die deutschsprachige Gegenwartsliteratur; es überzeugt durch sprachliche Souveränität, ausgefeilten Sprachwitz und treffende Situationskomik.« Masal tow!

Lenny Kravitz macht lässige Musik – und jetzt auch lässige Möbel und Textilien. Der Musiker arbeitet mit dem US-Unternehmen CB2 zusammen und designt neben Sofas und Vasen auch Sideboards und Betten. Alles richtig gut aussehend und cool. Vom Waschlappen für sieben Euro bis zur Sofalandschaft um die 7000 Euro ist alles dabei. Kravitz selbst wird, anders als im Video zur Kollektion, wohl nicht auf dem Sofa sitzen.

Fernsehen

Adolf und seine »Akte«

Die fünfte Staffel von »Babylon Berlin« spielt 1933 zur Zeit von Hitlers Machtergreifung. Unterhaltung mit politischem Anspruch, aber stimmen die Fakten?

von Ayala Goldmann  24.09.2026

TV-Tipp

Jonah Hill in tollem Sportdrama: »Die Kunst zu gewinnen - Moneyball«

Film über ein Baseball-Team aus anderswo aussortierten Spielern

von Jan Lehr  24.09.2026

Engagement

Erstklassig, Digga!

Der Fußballverein Hannover 96 ist nun beim Projekt »Shalom, Digga« in Niedersachsen mit dabei

 24.09.2026

Buchpremiere

Hinter jedem Namen steht ein Schicksal: Ein Klassenfoto aus dem Jahr 1937 als Zeugnis jüdischen Lebens

Was wurde aus den Kindern auf einem Münchner Klassenfoto von 1937? Zwei Historikerinnen haben die Lebenswege der Schülerinnen und Schüler rekonstruiert. Ihr Buch erzählt von Verfolgung, Flucht, Überleben und Erinnerung

von Christiane Laudage  24.09.2026

Lesen!

»Leonard Cohen. 100 Seiten«

Dem Literaturwissenschaftler Oliver Kobold gelingt ein besonderes Porträt des Sängers

von Leon Stork  24.09.2026

»Imanuels Interpreten« (25)

Pancho Vladigerov: Meister der Klänge

Er studierte in Berlin, kooperierte mit Max Reinhardt und komponierte umwerfende Symphonien. Dennoch ist er fast nur in seinem Heimatland bekannt

von Imanuel Marcus  24.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  23.09.2026

Berlin-Wahl

»Die Linke ist keine antisemitische Partei, aber sie hat ein Problem mit Antisemitismus«

Der Comedian äußerte sich im Interview mit dem Tagesspiegel zur Berliner Wahl und zu einer progressiven linken Haltung zu Israel

 23.09.2026

Theater

Abgrund statt Parabel

In seiner Inszenierung von »Mephisto« spürt Frank Castorf den verborgenen Anziehungskräften des Faschismus nach und verzichtet dabei auf einfache Aktualisierungen

von Leon Stork  23.09.2026