Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Rachel Brosnahan Foto: imago images/MediaPunch

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter  16.01.2020 07:36 Uhr

Rachel Brosnahan sorgt mit ihren blonden Haaren bei so manchem für ein wenig Verwirrung. In der Talkshow von Jimmy Kimmel erzählte sie in der vergangenen Woche, dass sie für ihre Rolle der Midge in The Marvelous Mrs. Maisel eine dunkle Perücke trägt. Das allerdings irritiere Fans. So erinnerte sie sich an eine Begegnung auf einer Party, auf der eine Frau sie sichtlich enttäuscht und vorwurfsvoll ansprach, dass sie weder wie Midge aussehe, noch wie sie klinge. Unerhört!

Miriam MargolyesFoto: imago images / i Images

Miriam Margolyes war zu Gast bei der Graham Norton Show und hat – von einigen intimen Themen einmal abgesehen – darüber gesprochen, dass sie in anderen Ländern erkannt wird. Kein Wunder, hat die heute 78-Jährige doch Professor Pomona Sprout in Harry Potter und die Kammer des Schreckens und in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil 2 gespielt. Sie werde deshalb an vielen Orten wiedererkannt und gefeiert. Nur in Litauen, da wurde sie ihrer Wahrnehmung nach gemobbt. »Vielleicht, weil ich jüdisch bin. Ich weiß es nicht«, mutmaßte die Schauspielerin.

Adam SandlerFoto: imago images/UPI Photo

Adam Sandler hätte es sehr gefreut, wenn sein jüngster Film Uncut Gems für einen Oscar vorgeschlagen worden wäre. »Das wäre höllisch komisch«, sagte der Schauspieler vor Bekanntgabe der Nominierungen in einem Interview mit »Entertainment Tonight«. »Aus diesem Grund macht man ja eigentlich keine Filme, und besonders auch diesen nicht.« Ihm sei schon bewusst, sagte er, dass dieser Film anders ist, und er hatte großen Spaß, darin mitzuwirken. Sandler hatte sich vorgenommen, nicht enttäuscht zu sein, wenn es nicht klappt. Hoffentlich hält er sich an diesen Vorsatz, denn Uncut Gems wurde nicht für den Academy Award vorgeschlagen. Dafür aber unter anderem Noah Baumbachs Marriage Story mit der ebenfalls nominierten Scarlett Johansson.

Taika WaititiFoto: imago images/MediaPunch

Taika Waititi ist mit seinem Film Jojo Rabbit in sechs verschiedenen Kategorien für einen Oscar nominiert worden. In welcher er gewinnt? Am 10. Februar wissen wir mehr.

Zeitgeschichte

Entebbe und kein Ende

Der Historiker Jan Gerber zeigt in seinem neuen Buch, wie aus dem Antizionismus der 68er-Generation radikale antisemitische Praxis wurde

von Ralf Balke  01.07.2026

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 2. Juli bis zum 9. Juli

 01.07.2026

Künstliche Intelligenz

Ich schreibe, also bin ich

Noch nie war es so einfach, Gedanken mit KI in Worte zu fassen. Doch was bedeutet das für unser Denken, unseren Journalismus und eine der grundlegendsten menschlichen Fähigkeiten?

von Nicole Dreyfus  01.07.2026

Fußball

Länderspiel verlegt: Irland verzichtet auf Israel-Boykott

Irlands Fußballverband FAI will das UEFA-Nations-League-Spiel gegen Israel nun in Serbien austragen - auch, um einen Abstieg zu vermeiden

 01.07.2026

Berlin

Jüdische Kunstschule und UdK wollen kooperieren

Auch die Universität der Künste war nach dem 7. Oktober 2023 mehrfach Schauplatz »propalästinensischer« Aktionen. Nun will sie jüdischen Künstlern einen geschützten Raum bieten

 01.07.2026

Interview

»Es fehlte am fußballerischen Können, nicht am Glück«

Sportreporter-Legende Marcel Reif über das WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft, Jürgen Klopp und die Zukunft von Julian Nagelsmann als Bundestrainer

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026

Burkhard C. Kosminski

»Ich würde das Stück gerne im Osten spielen«

Der Intendant am Schauspiel Stuttgart über »Die Ermittlung« von Peter Weiss, die Existenzberechtigung Israels in der Kunst und seine Auszeichnung mit der Otto-Hirsch-Medaille

von Nicole Golombek  30.06.2026

Interview

»Der Oscar öffnete mir neue Türen«

Daniel Roher über seinen ersten Spielfilm »The Piano Tuner« und den Dreh mit Dustin Hoffman und Lior Raz

von Patrick Heidmann  30.06.2026

Meinung

Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem

Früher hätte man Journalisten wie Restle, die Juden unterstellen, sie seien nur Sprachrohr einer Regierung in Israel, die Eignung als Politik-Redakteure beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk abgesprochen. Zu Recht

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026