Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Richard Volkmann hat am Samstagabend ausnahmsweise die Seiten gewechselt: Der Pressesprecher der IKG München war einer der Teilnehmer in der ZDF-Show Der Quiz-Champion – und kam ziemlich weit. Er erreichte das Finale und konnte sich gegen Experten wie Marcel Reif, Bully Herbig, Horst Lichter und Anna Thalbach durchsetzen. Nur in der letzten Runde musste sich der 30-jährige Historiker dann doch noch geschlagen geben. Die Frage, an der er sicherlich immer noch zu knabbern hat: Wie wird in Portugal der gesalzene und luftgetrocknete Stockfisch genannt?

Daniel Donskoy mag sowohl die englische als auch die deutsche Sprache. Im Englischen, so beschrieb der Schauspieler (Sankt Maik) in der MDR-Talkshow Riverboat, könne man sich nicht nur romantischer verbalisieren, sondern müsse sich zudem am Satzanfang noch nicht entscheiden, wo der Satz hingehe. Außerdem gebe es so unendlich viele Adjektive. Im Deutschen allerdings könne man sich unmissverständlicher ausdrücken. Donskoy, der viele Jahre in London lebte, hat es allerdings sehr genossen, sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch zu spielen.

Diane von Fürstenberg macht es spannend um ihr Freiheitsstatue-Kleid, das sie vor eineinhalb Wochen bei der »Met Gala« in New York trug. Auf Instagram schrieb die Designerin: »Diese Woche ist DIE Woche für Lady Liberty – bleibt dran!« Von Fürstenberg widmete das Kleid ihrer Mutter, die am 6. Mai 1944, 75 Jahre vor dem Tag der Met Gala, nach Auschwitz deportiert wurde.

Iris Apfel mag es cool und zuckersüß. Die 97-jährige Mode-Ikone macht Werbung für »Magnum«. Unter #NeverStopPlaying können Eisliebhaber nun die Weisheiten der »verspieltesten Botschafterin«, wie Magnum Apfel in einem kurzen Werbeclip vorstellt, lernen. »Hört niemals auf, authentisch zu sein. Wenn ihr nichts wagt, lebt ihr auch nicht, und, bitte, bleibt euch selbst treu.« Vielleicht hilft ja das Eis dabei.  kat/ppe

Meinung

Warum Erwin Rommel kein Vorbild für die Bundeswehr sein kann

Der Mythos vom ritterlichen »Wüstenfuchs« überlagert bis heute die wahre Geschichte hinter dem Nazi-General. Umso dringender ist eine Beschäftigung mit seiner Biografie

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Kino

Historiendrama: »Andor Hirsch« - Ein jüdischer Junge im Nachkriegs-Ungarn

»Andor Hirsch« ist ein Historiendrama um einen jüdischen Jungen, der im Ungarn der 1950er Jahre mitten in den Nachwehen des gescheiterten Volksaufstands in eine Identitätskrise gerät - als er erfährt, wer sein Vater ist

von Kira Taszman  07.05.2026

Zahl der Woche

60 bis 75 Minuten

Fun Facts und Wissenswertes

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Satire

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Die KI braucht keinen Urlaub und macht nie Fehler: Eine Vorausschau

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Redaktion

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Wer textet und redigiert, gestaltet, illustriert und organisiert heute die Jüdische Allgemeine? 19 Menschen, neun Ressorts – wir stellen uns vor

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Presse

Laut und deutlich

Jüdische Zeitungen verstanden sich stets als Stimme ihrer Leserschaft. Daran hat sich auch in Deutschland bis heute wenig geändert

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Presse

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Anfang 1946 kehrten Karl und Lilli Marx aus dem britischen Exil nach Deutschland zurück und übernahmen in Düsseldorf die Herausgeberschaft eines jüdischen Gemeindeblattes. Im Laufe der Jahre ging daraus die Jüdische Allgemeine hervor. Porträt eines Vermittlerpaares

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Zeitungsproduktion

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Texte kamen per Fax, Manuskripte per Post. Unsere ehemalige Kollegin erinnert sich, wie früher die Allgemeine Jüdische Wochenzeitung gemacht wurde

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Herzenstexte auf gedrucktem Papier

Unsere Autorin begann beim Fernsehen, war lange Zeit beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk und schreibt heute für die Jüdische Allgemeine. Eine Liebeserklärung

von Maria Ossowski  07.05.2026