GEHEIMNISSE UND GESTÄNDNISSE

Plotkes

Foto: Frank Albinus

Gwyneth paltrow hat Ärger mit ihren Nachbarn. Die Schauspielerin und ihr Ehemann, der Coldplay-Sänger Chris Martin, wollen ihr Haus im Norden Londons mit einer drei Meter hohen stählernen Sicherheitsbarriere vor Einbrechern, Paparazzi und anderen Störenfrieden schützen. Den anderen Anwohnern der Straße missfallen diese Pläne. Sie fürchten um die Ästhetik des klassisch-viktorianischen Viertels und wollen gerichtlich gegen das Promipaar vorgehen.

Steven Spielberg war persönlich am Telefon, um vergangenen Freitag Spenden für die Erdbebenopfer in Haiti entgegenzunehmen. Rund 58 Millionen US-Dollar kamen zusammen, als der US-Sender CBS die von George Clooney moderierte Spendengala »Hope for Haiti« ausstrahlte, bei der unter anderen Madonna, Bruce Springsteen, Neil Young und Stevie Wonder auftraten. Mit von der Partie als Spendensammler waren auch Ben Stiller, Larry King und Scarlett Johansson.

Susan Sideropoulos hält auf Tradition. Die hochschwangere »Gute Zeiten, Schlechte Zeiten«-Darstellerin verriet der Öffentlichkeit, dass ihr Kind ein Junge wird – und dass sie ihn beschneiden lässt. Auf die besorgte Frage eine BZ-Reporters, ob die Vorhautentfernung nicht zu einem schmerzhaften Trauma bei dem Kind führen könnte, verwies die Schauspielerin auf Ehemann Jacob Shtizberg: »Mein Mann ist beschnitten ja auch normal geblieben.«

henryk M. broder bekommt eine eigene Sendung in der ARD. Ab November soll im Ersten »Entweder Broder – Die Deutschland-Safari« ausgestrahlt werden. Im Stil eines heiteren Roadmovies, so der federführende Hessische Rundfunk, wird der Autor und Publizist an fünf Abenden jeweils um 23.30 Uhr zu aktuellen Schauplätzen reisen und Fragen aufgreifen, wie etwa »Ist die SPD noch zu retten«. Die Sendung ist ein jüdisch-muslimisches Joint Venture: Begleitet wird Broder bei seiner Tour durch die Republik von dem ägyptischstämmigen Islamwissenschaftler Hamed Abdel-Samad.

Hintergrund

Claudia Roth und der »unfassbare Druck vom Zentralrat«

Die Ex-Kulturstaatsministerin bezeichnet es als »totalen Fehler«, auf der Berlinale Regisseure wegen ihrer israelfeindlichen Aussagen kritisiert zu haben und sucht dafür die Schuld beim Zentralrat der Juden

von Michael Thaidigsmann  05.11.2026

Interview

»Ich bin von Natur aus kein glücklicher Mensch«

Die Schriftstellerin Nele Pollatschek verrät im Gespräch zu ihrem neuen Buch, wie sie gelernt hat, das Leben bewusster und positiver wahrzunehmen – ohne die Augen vor dem Leid der Welt zu verschließen

von Katrin Richer  05.11.2026

Kulturkolumnne

Bis 120 oder Wie wir doch noch zu Muskeljuden werden

In der heutigen Zeit ziehen körperliche Optimierungstrends nicht spurlos an uns vorbei. Sollen wir uns davon beherrschen lassen?

von Laura Cazés  05.11.2026

Kino

Im Angesicht der Schmerzen, der Angst und Scham

»Block 10« beleuchtet die medizinischen Experimente an Frauen in Auschwitz – und versteht sich auch als eine Antwort auf die Gegenwart

von Chris Schinke  05.11.2026

London

Banal, schlicht und ironisch

Julia Pascals Theaterstück »The Banality of Evil: Hannah Arendt, France, 1940« erzählt von Hannah Arendt, Charlotte Salomon und Eva Daube als deutsche Jüdinnen in Frankreich und ihrem Leben zwischen zwischen Exil, Gefangenschaft und Überlebenskampf

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  05.11.2026

Geburtstag

Wider die Gedankenlosigkeit: Wolf Biermann wird 90

Als junger Mensch war für ihn die DDR das bessere Deutschland. Doch bald wurde Lyriker und Liedermacher Wolf Biermann ihr schärfster Kritiker. Auch nach der Ausbürgerung blieb er ein wacher und kritischer Geist. Am 15. November wird er 90

von Thomas Bickelhaupt  05.11.2026

Meister der Melancholie

Leonard Cohen: »Jikan der Stille« lebte seine Religion - und auch eine andere

Seine Lieder sind geheimnisvoll, oft düster - und doch von beklemmender Schönheit. Leonard Cohen war nie zu greifen, mit niemandem zu vergleichen. Vor zehn Jahren ist er gestorben

von Alexander Brüggemann  05.11.2026

TV-Tipp

Viele Jahre bis zum großen »Hallelujah«: Arte zeigt Porträt von Leonard Cohen zum zehnten Todestag

Es ist wohl das bekannteste Lied des kanadischen Sängers Leonard Cohen. Und so steht »Hallelujah« auch im Zentrum eines so unterhaltsamen wie inspirierenden Porträts über den legendären Sänger

von Jan Lehr  05.11.2026

Sehen!

»Doitscha – Alles geht vorüber«

Die Tragikomödie »Doitscha – Alles geht vorüber« in der ARD beruht auf einem Buch von Adriana Altaras

von Pascal Beck  04.11.2026