Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Tamar Morali ist die erste jüdische Kandidatin, die für den Titel »Miss Germany 2018« ins Rennen geht. Die 21-jährige Studentin, die neben ihrem Model-Job auf Instagram über Mode und Lifestyle bloggt, errang im Sommer bei der Vienna Fashion Week in der Kategorie »Summer Looks« den ersten Platz. Daraufhin bewarb sie sich online als Kandidatin für »Miss Germany 2018« – und kam prompt unter die Top 20. Sie sei stolz darauf, als »erste deutsche Jüdin« bei dem renommierten Schönheitswettbewerb anzutreten, und sehe ihre Kandidatur »nicht nur als eine persönliche Leistung, sondern als eine Leistung für den Staat Israel und für das ganze jüdische Volk in der Diaspora« und besonders in Deutschland als »Land mit seiner komplexen Geschichte«.

Samuel Finzi erinnert sich noch sehr gut an die Zeit nach seinem ersten Engagement in Deutschland. Dem Magazin der »Zeit« beschrieb der 51-Jährige die Jobs, die er in Berlin machen musste und die ihn beinahe hätten seine Koffer packen lassen: »Auf dem Bau. Als Kurier. Pfleger. Treppenreiniger. Zuletzt habe ich Porsches gewaschen, bevor sie nach einer Reparatur dem Kunden zurückgegeben wurden.« Hätte er nicht kurz zuvor den Regisseur Dimiter Gotscheff kennengelernt, wäre er vielleicht wieder zurück nach Bulgarien gegangen – ein nicht auszudenkender Verlust für die deutschsprachige Theaterlandschaft.

Barbra Streisand hat keine Lust mehr, noch ein Konzert zu geben. Der Nachrichtenagentur AP sagte die 75-jährige Sängerin: »Es ist zu schwer für mich. Ich wünschte, ich würde es gern tun. Es gibt so viele Künstler, die praktisch das ganze Jahr über auftreten – an 200 oder 300 Tagen. Sie lieben es.« Es wäre schön, wenn ihr das Auftreten besser gefiele, denn es sei »sehr lukrativ«.

Ilja Richter hat seinen 65. Geburtstag ohne größere Extras gestaltet. Wie die »Berliner Morgenpost« berichtete, sagte Richter, er verbringe den Tag mit einer Durchlaufprobe. Am 25. November hatte Vergesst Winnetou Premiere. Danach, erzählte er der Zeitung, wollte er im kleinen Kreis mit Menschen zusammensitzen, »die mit seiner Branche nichts zu tun haben. ›Ich bin ja selbst Schauspieler und weiß, wie anstrengend die sind‹«, zitiert ihn das Blatt. Wie auch immer Richter feierte: Masal tow! kat

Exklusiv-Interview

Götz Aly: »Anders als Hitler ist die AfD nicht kriegslüstern«

Der Historiker und Bestsellerautor über die Radikalisierung des NS-Regimes, Vergleiche zwischen dem Ende der Weimarer Republik mit der heutigen Zeit und die Sinnhaftigkeit eines AfD-Verbots

von Michael Thaidigsmann  25.08.2026

ESC

Moroccanoil steigt als Hauptsponsor aus

Die israelische Kosmetikmarke hat ihr Sponsoring des Musikwettbewerbs nach sechs Jahren beendet.

von Nicole Dreyfus  25.08.2026

Dresden

Ausstellung würdigt jüdische Sportlerinnen und Sportlern

Deutsch-jüdische Sportlerpersönlichkeiten stehen im Mittelpunkt einer Präsentation. Anlässlich des Jahres der jüdischen Kultur wird sie in Dresden gezeigt

 25.08.2026

Orlando (Florida)

Harrison Ford wird erneut zu Indiana Jones

Diesmal wird der jüdische Darsteller kein Abenteuer auf der Leinwand erleben. Aber worum geht es dann?

 25.08.2026

Schweiz

Das sind die beliebtesten Vornamen für neugeborene Jungen und Mädchen

Eine neue Rangliste des Bundesamts für Statistik gibt Aufschluss

von Nicole Dreyfus  25.08.2026 Aktualisiert

TV-Kritik

»Phoenix« - herausragender Film über eine Holocaust-Überlebende

Christian Petzolds grandiose Parabel auf Deutschland im »Jahre Null«

von Felicitas Kleiner  24.08.2026

Ausstellung

Ein Buchladen als säkulares Bethaus

Rachel Salamander schuf in München einen Ort, an dem jüdische Literatur, Erinnerung und Gegenwart aufeinandertreffen – sie bewahrt ihn in roten Ordnern und auf klapprigen Kassetten

von Katrin Diehl  24.08.2026

Neu

Neue Synagoge Berlin zeigt neue Ausstellungen

Der Blick auf Jüdinnen und Juden und ihre Darstellung wird oft von Vorurteilen begleitet. Eine Ausstellung im Berliner Centrum Judaicum macht dies jetzt zum Thema

 24.08.2026

Berlin

Ruth Moschner positioniert sich gegen die AfD

Die Moderatorin mit jüdischem Hintergrund schreibt, sie persönlich würde von der Politik der Partei profitieren. Dennoch warnt sie vor der selbsternannten Alternative

 24.08.2026