Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Susan Sideropoulos Foto: imago

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 23.05.2016 18:41 Uhr

Hermina Hirsch hat sich ihren Traum erfüllt und durfte bei dem Baseball- Spiel der Detroit Tigers und der Tampa Bays die amerikanische Nationalhymne singen. Die 89-jährige Schoa-Überlebende sagte: »In meinem Alter habe ich gedacht: Das muss ich machen.« Unterstützung bekam Hirsch, die 1927 im tschechischen Kosice geboren wurde, von ihrer Enkeltochter. Das Video, mit dem sich Hirsch »beworben« hatte, wurde auf YouTube über 8800 Mal aufgerufen

Susan Sideropoulos wird bei den Karl-May-Spielen in die Rolle der Ellen Patterson, einer Ingenieurin, die sich in einen India- ner verliebt, schlüp-fen. Sideropoulos postete für ihre Fans schon einmal ein Video auf ihrer öffentlichen Facebook-Seite von einem Ausritt in den Wald. »Morgen Proben-Start«, schrieb die Schauspielerin dazu. Dann gutes Gelingen.

Itzhak Perlman solidarisiert sich mit der LGBT-Community in North Carolina und stellt sich gegen das sogenannte Bathroom-Law, dass es Transgender-Menschen verbietet, eine Toilette zu benutzen. Der berühmte Geiger sagte wegen dieser Regelung, wie auch schon zuvor Pearl Jam, Bruce Springsteen und Nick Jonas, sein Konzert im amerikanischen Bundesstaat ab. Auf seiner Facebook-Seite schrieb Perlman: »Meine Fans wissen, dass ich mich seit vielen Jahren für die Gleichbehandlung aller Menschen einsetze.« Er freue sich, bald nach North Carolina zurückzukehren, sobald dieses diskriminierende Gesetz abgeschafft sei.

Steven Spielberg findet Virtual-Reality Filme mittelmäßig gut. Bei den gerade zu Ende gegangenen Filmfestspielen in Cannes sagte er: »Der einzige Grund, warum ich sage, dass es gefährlich ist, ist, weil der Zuschauer einen großen Spielraum hat und nicht vom Geschichtenerzähler geleitet wird, sondern seine eigene Wahl trifft, was er anschauen will. Ich hoffe, dass es uns nicht von der Story wegbringt, wenn die virtuelle Realität uns in eine Welt einhüllt, in der wir alles um uns herum sehen können und wir selbst die Wahl treffen, was wir ansehen wollen.« kat

Archäologie

Hoffnung auf Latrinen - Grabung legt mittelalterliche Keller frei

Die Funde auf dem Areal der zweiten Jüdischen Gemeinde informieren über das Leben im mittelalterliche Erfurt. Zugleich geben sie Einblicke in die Stadtplanung des 13. Jahrhunderts

von Matthias Thüsing  28.09.2026

Sachsen-Anhalt

Der 7. Oktober und die Folgen: Podiumsdiskussion in Halle

Vor drei Jahren überfielen islamistische Terroristen Israel und rissen damit Gaza in einen bis heute andauernden Krieg. Zeitgleich nahmen weltweit antisemitische Ausschreitungen zu. Diskutanten erörtern die Ursachen

 28.09.2026

Hard-Rock-Legenden

Kiss feiern 50 Jahre »Rock and Roll Over«

Eine umfangreiche Neuauflage des Albums kommt. Was ist enthalten?

 28.09.2026

Babyn Jar

Sie alle hatten einen Namen

In der Schlucht bei Kyjiw ermordeten deutsche Täter am 29. und 30. September 1941 innerhalb von zwei Tagen rund 34.000 Jüdinnen und Juden

von Andreas Albrecht  28.09.2026

Berlin

Verschollene Golem-Filmmusik feiert Berliner Erstaufführung

Der Komponist Hans Landsberger, ein späteres Holocaust-Opfer, hatte die sinfonische Begleitmusik für den Film geschrieben. Seine Komposition gilt als Meilenstein in der Entwicklung der Filmmusik

 28.09.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Wöchentliche Papierflut oder Die kleinen verkannten Kunstwerke

von Nicole Dreyfus  27.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  27.09.2026

Fernsehen

Adolf und seine »Akte«

Die fünfte Staffel von »Babylon Berlin« spielt 1933 zur Zeit von Hitlers Machtergreifung. Unterhaltung mit politischem Anspruch, aber stimmen die Fakten?

von Ayala Goldmann  27.09.2026

Meinung

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026