Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Katie Price Foto: imago

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 07.12.2015 16:15 Uhr

Wladimir Kaminer ist offenbar kein großer Fan des Romans Schuld und Sühne. Dem Magazin der Süddeutschen Zeitung sagte der Schriftsteller: »Bei Schuld und Sühne hatte ich das Gefühl, Dostojewski wollte einfach mit dem Buch fertig werden. Ich meine: Hunderte Seiten quält sich der Jurastudent Rodion Romanowitsch Raskolnikow mit Gewissensbissen, ob es richtig war, die alte Pfandleiherin und ihre Schwester umzubringen. Und dann: Geständnis und Arbeitslager. Wie erwartbar!« Besten Dank, Herr Kaminer.

Katie Price ist es wohl leid, dass Leute permanent darüber rätseln, ob die 37-Jährige nun wieder schwanger sei oder nicht. Den vielen Spekulationen setzte das Fotomodell nun mit einer – zugegebenermaßen – ganz lustigen Fotoaktion ein Ende. Auf ihrem offiziellen Instagram-Profil postete die fünffache Mutter zwei Bilder: eines mit aufgeblähtem Bauch, eines mit flachem. Darunter schrieb sie: »Es ist echt komisch, wenn Leute immer sagen, ich hätte einen Bauch. Ich bin glücklich, zufrieden und kann ein- und ausatmen.«

James Deen steckt in argen Schwierigkeiten. Dem jüdischen Pornodarsteller, der mit richtigem Namen Bryan Sevilla heißt, wird mittlerweile von sieben Kolleginnen vorgeworfen, sie vergewaltigt und geschlagen zu haben. Sein Vater, der NASA-Raketentechniker Don Sevilla, springt seinem Sohn moralisch bei: »Wenn sie ein Problem mit Bryan haben, dann sollten sie das mit ihm privat besprechen und nicht so in der Öffentlichkeit. Ich unterstütze ihn. Er ist mein Sohn, und ich liebe ihn.«

Joel und Ethan Coen werden mit ihrem Film Hail, Caesar! am 11. Februar 2016 die 66. Berlinale eröffnen. Für die Regie-Brüder ist es aber keine Premiere. Bereits 2011 wurden die Berliner Filmfestspiele mit einem Streifen der Coens, dem Western True Grit, eingeläutet. Hail, Caesar! soll im sogenannten goldenen Zeitalter Hollywoods spielen und einen Mann, »der hinter den Kulissen eines großen Hollywood-Studios jede Menge aufzuräumen hat«, begleiten. Neben George Clooney wirken außerdem Alden Ehrenreich, Jonah Hill und Scarlett Johansson mit. kat

Berlin

Igor Levit: Fünf Prokofjew-Konzerte an drei Abenden

Von Romantik pur bis hin zu rasanten Läufen und ungewohnten Rhythmen: Im März bietet sich in der Philharmonie eine einmalige Gelegenheit

von Imanuel Marcus  24.02.2026

Kanadischer Rock

Geddy Lee Weinrib kündigt Rush-Konzerte in Deutschland an

Die letzten Auftritte des jüdischen Sängers und Bassisten sowie seiner Formation in der Bundesrepublik sind 13 Jahre her

 24.02.2026

Kino

Ein Leben als Pingpong-Partie - Film über Sportler Marty Mauser

Timothée Chalamet glänzt in »Marty Supreme« als ambitionierter Pingpong-Spieler und Überlebenskünstler Marty Mauser, der in den 1950er Jahren den Weltmeistertitel im Tischtennis anstrebt. Auch Deutschlands bester Tischtennis-Spieler aller Zeiten, Timo Boll, ist in dem Film zu sehen

 24.02.2026

Eurovision Song Contest

Israel geht mit »Michelle« an den Start

Jetzt ist klar, welchen Song Noam Bettan im Mai beim ESC vortragen wird. Das Stück soll aber schon im März Premiere feiern

 24.02.2026

Meinung

Xavier Naidoo hat allen etwas vorgemacht

Der Popstar hat gerade erst sein Comeback gegeben, da verbreitet er wieder antisemitisch konnotierte Verschwörungsmythen. Spätestens jetzt ist seine angebliche Läuterung ganz und gar unglaubwürdig geworden

von Ralf Fischer  23.02.2026

Interview

»Putin hat einen riesigen Repressionsapparat aufgebaut«

»Memorial«-Mitgründerin Irina Scherbakowa über vier Jahre Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Folgen für die russische Gesellschaft

von Ralf Balke  22.02.2026

Kino

Wegen israelfeindlicher Propaganda-Rede bei Berlinale: SPD-Minister verlässt die Preisverleihung 

 21.02.2026

Berlinale

»Free Palestine« auf der Bühne

Filmemacher Abdallah Alkhatib wirft der Bundesregierung vor: »Sie machen mit beim Genozid Israels in Gaza«

von Katrin Richter  21.02.2026

Berlinale

David Cunio: »Als ich nicht sprechen konnte, habt ihr mir eine Stimme gegeben«

Die israelische Ex-Hamas-Geisel bedankte sich an einem ebenso denkwürdigen wie emotionalen Abend im Babylon-Kino bei Regisseur Tom Shoval für den Film »A Letter To David«

von Ayala Goldmann  21.02.2026