Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Alan Dershowitz hätte mit seinen 72 Jahren eine neue Karriere auf der diplomatischen Weltbühne beginnen können. Ministerpräsident Netanjahu und Außenminister Lieberman hatten den prominenten amerikanischen Strafverteidiger, Juraprofessor und engagierten Zionisten dafür gewinnen wollen, Israels neuer Botschafter bei den Vereinten Nationen zu werden, berichtet die Tageszeitung Jedioth Achronot. Dershowitz habe das Angebot jedoch ausgeschlagen.

Ke$ha bereitet sich auf ihre Gigs offenbar nicht genügend vor. Die US-Popsängerin, bekannt für Lieder mit so inhaltsreichen Titeln wie Blah Blah Blah, war für 50.000 Dollar Honorar von einer wohlhabenden New Yorker jüdischen Familie engagiert worden, um bei der Batmizwaparty ihrer Tochter aufzutreten. Ke$ha sprang, wie vereinbart, aus einer Torte, sang zwei Songs und gratulierte dem Mädchen anschließend – zum 16. Geburtstag.

Nouriel Roubini hält Trost für alle Nerds bereit. Der US-Ökonom, der als Finanzguru gilt, seit er als einer der wenigen seiner Zunft den Immobiliencrash vorausgesagt hatte, frequentiert New Yorker Promipartys oft in Begleitung gleich mehrerer gut aussehender und wesentlich jüngerer Frauen. Darauf angesprochen, meinte Roubini, der demnächst auch in Oliver Stones neuem Film Wall Street: Money Never Sleeps einen kurzen Auftritt hat: »Ich bin hässlich. Aber Frauen finden mein Gehirn anziehend.«

Donna Karan denkt in Modesachen pragmatisch und multifunktional. Die 1948 als Donna Faske geborene Designerin, deren »Essentials«-Linie das Erscheinungsbild der modernen Karrierefrau geprägt hat, verriet einer Fach-Website, worauf es ihr bei einem Kleid wirklich ankommt: »Man muss damit elegant ausgehen, aber auch notfalls bequem darin schlafen können.« ja

Forum

Leserbriefe

Kommentare und Meinungen zu aktuellen Texten der Jüdischen Allgemeinen

 10.10.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Berlin

733 Tage, 2 Stunden und 35 Minuten

Eine Ausstellung im Paul-Löbe-Haus erzählt von Verlust, Hoffnung und bleibenden Folgen in der Zeit zwischen dem 7. Oktober und dem Abkommen zur Freilassung der Geiseln

von Pascal Beck  09.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026

München

Simon Rattle bleibt bis 2033 Chef des BR-Symphonieorchesters

»Symphonischer Hoagascht« oder »Singen mit Sir Simon« hießen Projekte, die Sir Simon Rattle eingeführt hat. Die Arbeit mit dem Symphonieorchester des BR und seinem Chor sagt dem Chefdirigenten zu. Er hat nun verlängert

von Barbara Just  08.10.2026

Adania Shibli

Plattitüden in Romanform

Auch das zweite auf Deutsch erschienene Buch der palästinensischen Autorin weist einen holzschnittartigen Charakter auf

von Enno Stahl  08.10.2026

Prag

Spätes Debüt

Der Schriftsteller Eli Beneš gilt als bekannteste literarische Stimme der Juden in Tschechien. Sein Roman über einen Schoa-Überlebenden machte ihn zum preisgekrönten Autor. Eine Begegnung

von Kilian Kirchgeßner  08.10.2026

Literatur

»Es gibt zwei Seiten«

Zur Frankfurter Buchmesse ruft die israelische Autorin Orna Landau gegen den Boykott von Büchern auf: »Entscheidet euch für Wissen«

von Ayala Goldmann  08.10.2026