Kultur

Philharmonie statt Bronfman Auditorium

Kirill Petrenko, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker Foto: dpa

Das traditionelle Europa-Konzert am 1. Mai hat trotz der Corona-Pandemie stattgefunden - allerdings in der Berliner Philharmonie. Eigentlich war es im Tel Aviver Charles Bronfman Auditorium und als Teil des Staatsbesuchs des Bundespräsidenten in Israel geplant.

Eröffnet wurde das Konzert am Freitagvormittag mit einem Grußwort von Frank-Walter Steinmeier. Er bedauerte, dass sein Besuch und das Konzert der Corona-Pandemie zum Opfer fallen. »Das tut mir leid und den vielen Menschen in Israel, die sich auf das Konzert gefreut hätten, sicher auch.«

Doch wo auch immer das Konzert stattfinde, zeige es: Europa ist eine Schatzkammer großer Musik. »Wir sprechen hier zwar so viele verschiedene Sprachen, und wir haben so unterschiedliche Lebensweisen. Aber nur gemeinsam können wir heute und in Zukunft die Schwierigkeiten meistern, die uns alle betreffen. Das gilt gerade in diesen für uns alle schweren Zeiten«, so Bundespräsident Steinmeier.

Auf dem Programm unter Leitung von Chefdirigent Kirill Petrenko stand unter anderem Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 4 in einer Bearbeitung für Kammerorchester. Als Solistin trat die Sopranistin Christiane Karg auf.

Wegen der Abstandsregeln und Hygieneanforderungen hatten die Philharmoniker das Programm an eine kammermusikalische Besetzung angepasst. Dazu gehören neben der Mahler-Sinfonie Arvo Pärts Stück »Fratres«, György Ligetis »Ramifications« sowie das »Adagio for Strings« von Samuel Barber. dpa/ja

Zahl der Woche

2010

Funfacts & Wissenswertes

 21.04.2026

Theater

Eine Party der perfidesten Art

Simone Blattner inszeniert in Weimar den subversiv-doppelbödigen Text »Rechnitz (Der Würgeengel)« von Elfriede Jelinek

von Joachim Lange  21.04.2026

Biografie

Konzertmeister des Stardirigenten

In seinem neuen Buch über Herbert von Karajan bezieht sich der Historiker Michael Wolffsohn auch auf den Schoa-Überlebenden Michel Schwalbé. Ein Auszug

von Michael Wolffsohn  21.04.2026

Literatur

Neue Literatur zur Frage: Was bedeutet es, heute jüdisch zu sein?

Jüdische Gemeinschaften sind gespalten – nach dem Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023 und dem Gazakrieg. Viele Linke sehen sich in ihrem eigenen Umfeld mit Antisemitismus konfrontiert. Zwei neue Bücher liefern Denkanstöße

von Leticia Witte  21.04.2026

Kolumne

»Un-fucking-believable«

Als erste Israelin: Noga Erezʼ fast surrealer Auftritt auf dem Coachella Valley Festival

von Laura Cazés  21.04.2026

New York

»Der Teufel trägt Prada 2« feiert Premiere

Der 2006 erschienene erste Teil gilt als Kult. Die Premiere der Fortsetzung zieht die Prominenz in Scharen an. Wann startet das Werk in Deutschland?

 21.04.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Kamele an der Limmat oder wie Zürich mit Tradition umgeht

von Nicole Dreyfus  20.04.2026

Essay

Darf es mir gut gehen …?

Die Welt brennt an allen Ecken und Enden. Unsere Autorin Barbara Bišický-Ehrlich plädiert für die Hoffnung als Lebensprinzip in dunklen Zeiten

von Barbara Bišický-Ehrlich  20.04.2026

Los Angeles

Natalie Portman erwartet drittes Kind

Zwei Kinder hat sie bereits aus ihrer früheren Ehe

 20.04.2026