Berlin

Neue Impulse fürs DHM

Raphael Gross war im November vergangenen Jahres vom Stiftungskuratorium einstimmig zum neuen Präsidenten des DHM berufen worden. Foto: Stephan Pramme

Berlin

Neue Impulse fürs DHM

Der Historiker Raphael Gross tritt Mitte April sein Amt als Präsident der Stiftung Deutsches Historisches Museum an

 28.03.2017 17:47 Uhr

Der Historiker Raphael Gross tritt Mitte April sein neues Amt als Präsident der Berliner Stiftung Deutsches Historisches Museum (DHM) an. Die Vertragsverhandlungen seien am Montag erfolgreich abgeschlossen worden, teilte das DHM am Dienstag in Berlin mit.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) betonte, der Amtsantritt des international renommierten Historikers und Museumsfachmanns Gross werde dem DHM neue Impulse geben. »Dieses für Deutschland so bedeutende Geschichtsmuseum muss seinen Platz im gesellschaftlichen Diskurs behaupten.« Gross, der bislang an der Universität Leipzig lehrte, erklärte, sein Ziel sei es, das Museum »zu einem zentralen Ort zu machen, an dem gesellschaftlich relevante Debatten geführt werden«.

kuratorium Gross war im November vergangenen Jahres vom Stiftungskuratorium einstimmig zum neuen Präsidenten berufen worden. Er hatte sich in einem mehrstufigen Verfahren gegen rund 30 Mitbewerberinnen und Mitbewerber aus dem In- und Ausland durchgesetzt.

Raphael Gross wurde 1966 in Zürich geboren. Er studierte Geschichte, Philosophie und Literatur in Zürich, Berlin, Bielefeld und Cambridge. 1997 wurde er an der Universität Essen mit einer Dissertation zu Carl Schmitt promoviert. Von 2001 bis 2015 war er Direktor des Leo-Baeck-Instituts in London, von 2007 bis 2015 zugleich Direktor des Fritz Bauer Instituts in Frankfurt am Main.
Zwischen 2006 und 2015 leitete er das Jüdische Museum in Frankfurt am Main. Seit April 2015 war Raphael Gross Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für Jüdische Geschichte und Kultur sowie Inhaber des Lehrstuhls an der Universität Leipzig. epd

Interview

»Mit Humor, Herz und Haltung«

Florian Sitte über Politik an Fastnacht, seine Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft und die Reaktionen auf seine denkwürdige Rede als Till während der Mainzer Fastnachtsitzung

 18.02.2026

Berlinale

Deutsch-israelisches Co-Producing-Netzwerk stellt sich vor

»FutureNARRATIVE Fund« will Film-, TV- und Theaterprojekte aus beiden Ländern vernetzten und Fördermittel bündeln

von Ayala Goldmann  18.02.2026

Berlinale

Boykottaufruf: 80 Filmschaffende gegen die Berlinale

Rund 80 Filmschaffende, darunter Tilda Swinton, Nan Goldin und Javier Bardem, werfen der Berlinale in einem offenen Brief Zensur vor und rufen zum Boykott auf

 18.02.2026

Theater

Buh-Rufe, »Halt die Fresse«-Schreie: Tumult bei Premiere - Zuschauer greifen Schauspieler an

Am Bochumer Schauspielhaus hat ein Stück einen Tumult ausgelöst

 18.02.2026

Nachruf

Eine Trennung inspirierte Billy Steinberg zu »Like a Virgin«

Der jüdische Songwriter starb im Alter von 75 Jahren in Kalifornien

 18.02.2026

New York

Hollywoodgrößen unterstützen literarischen Benefizabend für Kibbuz Be’eri

Künstler sollen bei diesem Event historische Briefe und Archivtexte vor, »von Julius Cesar bis Maimonides, von Winston Churchill bis Golda Meir«

 18.02.2026

Leipzig

Nach Ofarims Dschungel-Triumph: Influencer sammelt Spenden für Markus W.

Der Mann, den der Musiker 2021 fälschlicherweise des Antisemitismus beschuldigt hatte, bedankt sich und plädiert für Transparenz

 17.02.2026

Tom Shoval

»Es ist schwer, den Kreis zu schließen«

Im Rahmen der Berlinale wird die Doku »A Letter to David« gezeigt, dieses Mal als komplette Version. Ein Interview mit dem Regisseur

von Katrin Richter  17.02.2026

Interview

»Diese Initiative kann eine Brücke sein«

Der Dokumentarfilmer Yair Qedar über den Berliner Auftakt zum ersten »Aleph Festival« der hebräischen Sprache und Kultur

von Helmut Kuhn  17.02.2026