Pop-Kultur-Festival

Monika Grütters kritisiert israelfeindlichen Boykottaufruf

Kulturstaatsministerin Monika Grütters Foto: dpa

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat einen neuen Boykottaufruf des israelfeindlichen BDS-Netzwerks (Boycott, Divestment and Sanctions) als »eine mehr als abstoßende Aktion« kritisiert.

Anlässlich des Starts des »Pop-Kultur«-Festivals am Mittwoch in Berlin betonte Grütters: »Es ist ignorant und diffamierend, dass anti-israelische Hetze im Vorfeld des Festivals einige Künstler veranlasst hat, ihre Teilnahme abzusagen.«

Debatte Wie im vergangenen Jahr war das Berliner »Pop-Kultur«-Festival 2018 erneut zum Ziel des BDS-Netzwerks geworden. Zuletzt hatte ein BDS-Boykottaufruf anlässlich der Ruhrtriennale für eine Antisemitismusdebatte gesorgt.

»Gerade die Lösung eines so manifesten Konflikts wie im Nahen Osten kommt nicht ohne die verbindende Kraft des kulturellen Dialogs aus«, sagte Grütters. Es sei ein klares Signal, »dass dies auch die deutliche Mehrzahl der eingeladenen Musikgruppen so sieht«.

Das Berliner »Pop-Kultur«-Festival beweise in seiner Bandbreite und in seinen Anstrengungen zur Barrierefreiheit »eine ermutigende gesellschaftliche Weitsicht«, erklärte die Kulturstaatsministerin weiter.

Stimmen Zudem würdigte Grütters Enthusiasmus, Fantasie und Experimentierfreude, mit dem sich das Berliner Festival »mit unterschiedlichsten Stimmen, Sounds und Genres vom musikalischen Mainstream« abhebe.

Von Mittwoch bis Freitag werden auf dem Gelände der Kulturbrauerei in Berlin zahlreiche Konzerte mit nationalen und internationalen Musikern, DJ Sets, Ausstellungen, Filme, Lesungen und Gespräche präsentiert. epd

Erhebung

Dieser hebräische Babyname ist in Deutschland am beliebtesten

Welche Namen geben Eltern ihren Sprösslingen in diesem Jahr am liebsten? In welchen Bundesländern gibt es Abweichungen?

 02.01.2026 Aktualisiert

Theater

Zwischen Witz und Wut

Avishai Milstein erinnert in seinem neuen Stück in den Münchner Kammerspielen an Philipp Auerbach – mit Samuel Finzi in der Hauptrolle

von Michael Schleicher  02.01.2026

Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

von Daniel Neumann  02.01.2026

W. Michael Blumenthal

»Jetzt wird es sich zeigen«

Der Gründungsdirektor des Jüdischen Museums Berlin wird 100 Jahre alt. Er floh 1939 nach Shanghai und ging 1947 in die USA. Heute fragt er sich, ob wir aus der Geschichte gelernt haben

von Axel Brüggemann  02.01.2026

Daniel Kahn

»Das Akkordeon war ein Schlüssel«

Der Musiker über seine Liebe zum Instrument des Jahres 2026

von Christine Schmitt  01.01.2026

Sehen!

Fast alles über Johann Strauss

Eine Ausstellung im Jüdischen Museum Wien

von Tobias Kühn  31.12.2025

Kulturkolumne

Der »Seinfeld«-Effekt oder: Curb your Antisemitism!

2026 kann ja heiter werden

von Sophie Albers Ben Chamo  31.12.2025

Sprachgeschichte

Rutsch, Rosch und Rausch

Hat der deutsche Neujahrsglückwunsch wirklich hebräische Wurzeln?

von Christoph Gutknecht  31.12.2025 Aktualisiert

Programm

Götter, Märchen und Le Chaim: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 31. Dezember bis zum 13. Januar

 31.12.2025