Sehen!

»Meine Tochter Anne Frank«

Nur wenige Wochen vor der Befreiung von Bergen-Belsen starb Anfang März 1945 Anne Frank in dem Konzentrationslager an den Folgen von Hunger, Entkräftung und katastrophalen hygienischen Bedingungen. Sie wurde nur 15 Jahre alt.

Zum 70. Todestag der postum weltberühmt gewordenen Tagebuchverfasserin hat der Hessische Rundfunk ein anderthalbstündiges biografisches Dokudrama produziert, das Annes Schicksal von der glücklichen Kindheit in Frankfurt/Main über das Versteck im Hinterhaus in Amsterdam bis zu ihrem Tod im Konzentrationslager Bergen-Belsen nachzeichnet. Das Erste strahlt den Film am Mittwoch, den 18. Februar, zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr aus.

zeitzeugen Erzählt wird das Leben des 1929 geborenen Mädchens aus der Perspektive ihres Vaters Otto Frank (dargestellt von Götz Schubert), der als Einziger der Familie die Schoa überlebte. Die Drehbuchautoren Hannah und Raymond Ley – Raymond Ley führte auch Regie – konnten dabei erstmals auf den gesamten Text von Annes Tagebuch zurückgreifen, darunter auch jene Passagen, die Otto Frank jahrzehntelang zu persönlich und zu intim für eine Veröffentlichung erschienen waren.

Das Tagebuch wird in Spielszenen filmisch umgesetzt. Dokumentarmaterial und Interviews mit den wenigen noch lebenden Menschen, die Anne kannten, mit ihr zur Schule gingen oder ihr noch im Todeslager begegneten, holen die Spielhandlung immer wieder zurück in die historische Realität.

Verkörpert wird Anne Frank von einer bislang wenig bekannten Nachwuchsschauspielerin. Die 18-jährige Mala Emde, selbst Frankfurterin, stand zum Zeitpunkt des Castings für die Hauptrolle mitten in den Vorbereitungen auf ihr Abitur. »Schon in den ersten Szenen spürten alle: Das ist unsere Anne Frank«, sagt Esther Schapira, die verantwortliche Redakteurin der Produktion. ja

»Meine Tochter Anne Frank«, Das Erste, Mittwoch, 18. Februar, 20.15 Uhr

London

»Pinocchio« und »James Bond«: Kino zum Hören mit Josh Groban

Auch für Disney-Filme hat der Sänger ein Faible. Ein Duett hat ihn persönlich besonders berührt

von Philip Dethlefs  06.05.2026

New York

Daniel Radcliffe für Tony-Award nominiert

Daniel Radcliffe hat erneut Chancen auf die Ehrung. Für welches Stück ist der jüdische »Harry Potter«-Star diesmal nominiert?

 06.05.2026

Archäologie

Rätsel um antikes Baby-Massengrab

Wissenschaftler der Universität Tel Aviv haben Knochenreste aus der Perserzeit gefunden, die in Tel Aseka bestattet wurden. Etwa 70 Prozent stammen von Kindern unter zwei Jahren

von Sabine Brandes  05.05.2026

Meinung

Wir haben ein Problem – und wir müssen endlich darüber reden

Ein Weckruf über verfehlte Migration, ausländische Einflussnahme und das ohrenbetäubende Schweigen der »Progressiven«

von Jacques Abramowicz  05.05.2026 Aktualisiert

Auszeichnung

Marion-Samuel-Preis geht an Susanne Siegert für NS-Aufklärung

Die Augsburger Stiftung Erinnerung fördert Menschen, die sich gegen das Vergessen, Verdrängen und Relativieren der Nazi-Verbrechen wenden. Sie verleiht einen Preis, der mit viel Geld dotiert ist

von Christopher Beschnitt  05.05.2026

Potsdam

Jüdisches Filmfestival zeigt Vielfalt Israels

Vereinfachte Narrative werden hinterfragt und unterschiedliche palästinensische und israelische Realitäten in den Blick genommen

 05.05.2026

New York

Zoë Kravitz sorgt mit Spitzenkleid für Aufsehen

Die frisch Verlobte Darstellerin erscheint in einem schwarzen, transparenten Spitzenkleid aus dem Haus Saint Laurent, über das alle US-Modeblätter schreiben. Aber wo ist der Verlobte?

 05.05.2026

Berlin/New York

»Der Teufel trägt Prada 2« startet mit starkem Kinoerfolg

Rund 625.000 Besucher am Startwochenende: Die Fortsetzung der Modewelt-Satire begeistert das Kinopublikum in Deutschland und sorgt für einen der besten Filmstarts des Jahres

 05.05.2026

Wien

Glanzauftritt mit »Diamant«: Noam Bettan überzeugt bei erster ESC-Probe

Zum Auftakt der Performance erscheint Bettan gemeinsam mit einer Tänzerin aus dem Inneren des Bühnenelements, das einem Edelstein nachempfunden ist

 05.05.2026 Aktualisiert