Los Angeles

Mayim Bialik führt Regie bei erstem Spielfilm

Mayim Bialik Foto: imago

Die Schauspielerin Mayim Bialik wird Drehbuchautorin und Regisseurin eines Spielfilms über ihre eigene Lebenserfahrung mit psychischer Erkrankung. Das berichtete die Jewish Telegraphic Agency (JTA) unter Berufung auf die Website »Deadline Hollywood«.

Titel der dramatischen Komödie ist As Sick As They Made Us (»So krank, wie sie uns gemacht haben«). In dem Film geht es laut dem Bericht um eine geschiedene Mutter, die ihren von der Familie entfremdeten Bruder dabei unterstützt, den kranken Vater an seinem Totenbett zu besuchen.

Sein Tod stürzt die Familie ins Chaos. Die Tochter findet eine neue Liebe, muss aber gleichzeitig mit ihrer schwierigen Mutter und dem komplizierten Bruder zurechtkommen.

Frauen »In einer Umgebung aufzuwachsen, die von psychischer Erkrankung dominiert wird, ist nichts, worüber es sich leicht schreiben lässt – und es ist auch nicht leicht, es zu erfahren«, sagte Bialik im Gespräch mit »Deadline Hollywood«.

Nach dem Tod ihres Vaters vor viereinhalb Jahren habe sie sich entschieden, das komplexe Thema psychische Erkrankung und familiäre Verantwortung zu erforschen, vor allem in Bezug auf die Frauen, die sich der Aufgabe stellen müssen. Außerdem wolle sie den Fokus auf »die erlösende Natur familiärer Liebe« bei der Auseinandersetzung mit Tod und Weiterleben richten, sagte die Schauspielerin weiter.

Mayim Bialik, selbst geschiedene Mutter zweiter Kinder, ist vor allem durch ihre Rolle als Dr. Amy Farrah Fawler in der US-Serie The Big Bang Theory bekannt geworden, die im Mai endete. Sie ist promovierte Neurowissenschaftlerin und betreibt eine eigene Webseite unter dem Namen »Groknation«ag

Dana von Suffrin

Wutgeburt

»Toxibaby« erzählt von einer toxischen deutsch-jüdischen Beziehung

von Katrin Diehl  20.03.2026

Siri Hustvedt

Ihr Lebensmensch

In einem tieftraurigen und wunderschönen Erinnerungsbuch nimmt die Schriftstellerin Abschied von ihrem Mann Paul Auster, der 2024 an Krebs starb

von Katrin Richter  20.03.2026

Yevgeniy Breyger

Mehrtürer statt Märtyrer

Im Langgedicht »hallo niemand« unternimmt das lyrische Ich eine »judissee« und gewinnt vielleicht sogar die Kanzlerwahl gegen Alice Weidel

von Ayala Goldmann  20.03.2026

Eröffnung

Ausstellung in Osnabrück beleuchtet Antisemitismus

2026 jährt sich das Ende der ersten jüdischen Gemeinde in Osnabrück zum 600. Mal. Mit einer Ausstellung erinnert das Museumsquartier an diese frühe Phase jüdischer Geschichte. Auch die Wurzeln des Antisemitismus werden sichtbar

 19.03.2026

Vladimir Vertlib

Ein Marrane als Leibarzt

Mit seinem Roman »Der Jude der Kaiserin« zeigt sich der österreichische Autor als Meister des historischen Genres

von Alexander Kluy  19.03.2026

Eurovision Song Contest

ORF will ESC-Sicherheitskonzept nicht verschärfen

Auch trotz des Krieges gegen den Iran sei strengere Sicherheitsauflagen nicht nötig, weil das Konzept bereits auf die Weltlage ausgelegt sei

 19.03.2026

Philosophie

Habermas, Israel und die Juden

Eine kritische Würdigung

von Frederek Musall  19.03.2026

Programm

Drei Chöre, 100 Synagogen und ein Unbezähmbarer: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 19. bis zum 26. März

 18.03.2026

Nachruf

Der die Debattenkultur formte

Jürgen Habermas prägte die Bundesrepublik, positionierte sich im »Historikerstreit«, setzte Begriffe und gab Orientierung. Zum Tod des großen Philosophen

von Johannes Heil  18.03.2026