Los Angeles

Mayim Bialik führt Regie bei erstem Spielfilm

Mayim Bialik Foto: imago

Die Schauspielerin Mayim Bialik wird Drehbuchautorin und Regisseurin eines Spielfilms über ihre eigene Lebenserfahrung mit psychischer Erkrankung. Das berichtete die Jewish Telegraphic Agency (JTA) unter Berufung auf die Website »Deadline Hollywood«.

Titel der dramatischen Komödie ist As Sick As They Made Us (»So krank, wie sie uns gemacht haben«). In dem Film geht es laut dem Bericht um eine geschiedene Mutter, die ihren von der Familie entfremdeten Bruder dabei unterstützt, den kranken Vater an seinem Totenbett zu besuchen.

Sein Tod stürzt die Familie ins Chaos. Die Tochter findet eine neue Liebe, muss aber gleichzeitig mit ihrer schwierigen Mutter und dem komplizierten Bruder zurechtkommen.

Frauen »In einer Umgebung aufzuwachsen, die von psychischer Erkrankung dominiert wird, ist nichts, worüber es sich leicht schreiben lässt – und es ist auch nicht leicht, es zu erfahren«, sagte Bialik im Gespräch mit »Deadline Hollywood«.

Nach dem Tod ihres Vaters vor viereinhalb Jahren habe sie sich entschieden, das komplexe Thema psychische Erkrankung und familiäre Verantwortung zu erforschen, vor allem in Bezug auf die Frauen, die sich der Aufgabe stellen müssen. Außerdem wolle sie den Fokus auf »die erlösende Natur familiärer Liebe« bei der Auseinandersetzung mit Tod und Weiterleben richten, sagte die Schauspielerin weiter.

Mayim Bialik, selbst geschiedene Mutter zweiter Kinder, ist vor allem durch ihre Rolle als Dr. Amy Farrah Fawler in der US-Serie The Big Bang Theory bekannt geworden, die im Mai endete. Sie ist promovierte Neurowissenschaftlerin und betreibt eine eigene Webseite unter dem Namen »Groknation«.  ag

München

Simon Rattle bleibt bis 2033 Chef des BR-Symphonieorchesters

»Symphonischer Hoagascht« oder »Singen mit Sir Simon« hießen Projekte, die Sir Simon Rattle eingeführt hat. Die Arbeit mit dem Symphonieorchester des BR und seinem Chor sagt dem Chefdirigenten zu. Er hat nun verlängert

von Barbara Just  08.10.2026

Adania Shibli

Plattitüden in Romanform

Auch das zweite auf Deutsch erschienene Buch der palästinensischen Autorin weist einen holzschnittartigen Charakter auf

von Enno Stahl  08.10.2026

Prag

Spätes Debüt

Der Schriftsteller Eli Beneš gilt als bekannteste literarische Stimme der Juden in Tschechien. Sein Roman über einen Schoa-Überlebenden machte ihn zum preisgekrönten Autor. Eine Begegnung

von Kilian Kirchgeßner  08.10.2026

Literatur

»Es gibt zwei Seiten«

Zur Frankfurter Buchmesse ruft die israelische Autorin Orna Landau gegen den Boykott von Büchern auf: »Entscheidet euch für Wissen«

von Ayala Goldmann  08.10.2026

Literatur

Geistige Freiheit

Tschechien ist Ehrengast der Buchmesse. Unser Autor erinnert an die Zeit nach dem Prager Frühling, als Bücher in seiner Heimat als »Samisdat« im Untergrund erschienen

von Jan Faktor  08.10.2026

Nahost

Die Geschichte eines Krieges

Shahrzad Eden Osterer und Richard C. Schneider analysieren den Konflikt zwischen Israel und Iran – und die Rolle der involvierten Proxy-Armeen

von Eva M. Grünewald  08.10.2026

7. Oktober

Maxim Biller und die Barbaren

In »Schwarze Samstage« kämpft der Schriftsteller mit den Folgen des Massakers in Israel – und zieht eine harte Linie zwischen Juden und »Gojim«

von Tobias Kühn  07.10.2026

TV-Tipp

»Phoenix« - herausragender Film über eine Holocaust-Überlebende

Christian Petzolds grandiose Parabel auf Deutschland im »Jahre Null«

von Felicitas Kleiner  07.10.2026

Programm

Musikalische Crossovers, Kontroverse, Krimi und Krav Maga: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 8. Oktober bis zum 14. Oktober

 07.10.2026