Los Angeles

Mayim Bialik führt Regie bei erstem Spielfilm

Mayim Bialik Foto: imago

Die Schauspielerin Mayim Bialik wird Drehbuchautorin und Regisseurin eines Spielfilms über ihre eigene Lebenserfahrung mit psychischer Erkrankung. Das berichtete die Jewish Telegraphic Agency (JTA) unter Berufung auf die Website »Deadline Hollywood«.

Titel der dramatischen Komödie ist As Sick As They Made Us (»So krank, wie sie uns gemacht haben«). In dem Film geht es laut dem Bericht um eine geschiedene Mutter, die ihren von der Familie entfremdeten Bruder dabei unterstützt, den kranken Vater an seinem Totenbett zu besuchen.

Sein Tod stürzt die Familie ins Chaos. Die Tochter findet eine neue Liebe, muss aber gleichzeitig mit ihrer schwierigen Mutter und dem komplizierten Bruder zurechtkommen.

Frauen »In einer Umgebung aufzuwachsen, die von psychischer Erkrankung dominiert wird, ist nichts, worüber es sich leicht schreiben lässt – und es ist auch nicht leicht, es zu erfahren«, sagte Bialik im Gespräch mit »Deadline Hollywood«.

Nach dem Tod ihres Vaters vor viereinhalb Jahren habe sie sich entschieden, das komplexe Thema psychische Erkrankung und familiäre Verantwortung zu erforschen, vor allem in Bezug auf die Frauen, die sich der Aufgabe stellen müssen. Außerdem wolle sie den Fokus auf »die erlösende Natur familiärer Liebe« bei der Auseinandersetzung mit Tod und Weiterleben richten, sagte die Schauspielerin weiter.

Mayim Bialik, selbst geschiedene Mutter zweiter Kinder, ist vor allem durch ihre Rolle als Dr. Amy Farrah Fawler in der US-Serie The Big Bang Theory bekannt geworden, die im Mai endete. Sie ist promovierte Neurowissenschaftlerin und betreibt eine eigene Webseite unter dem Namen »Groknation«.  ag

Glosse

Der Rest der Welt

Rote Bänke, erschöpfte Katzen – ein Nachmittag in Amsterdam

von Margalit Edelstein  26.10.2026

Düsseldorf

50 Jahre Kiss in Deutschland: Doro Pesch feiert ihre Helden

Wegen Kiss fing Doro Pesch mit der Musik an. Später wurde der jüdische Bassist, Sänger und Bandleader Gene Simmons ihr Mentor. Seither ist ein halbes Jahrhundert vergangen

von Philip Dethlefs  26.10.2026

Entgleisung

Kein Skandal ist der Skandal

Milo Rau macht aus Wagners »Fliegendem Holländer« an der Deutschen Oper Berlin eine groteske Abrechnung mit Israel – und erntet dafür kaum einen Buh­ruf

von Maria Ossowski  26.10.2026

Brüssel/Gütersloh

Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen

Ein Cowboy kann nach acht Jahrzehnten noch viel erleben. Zwischen Saloon und Prärie warten in dem lange von einem jüdischen Texter dominierten Comic häufig Gegenwartsthemen

von Shireen Broszies  26.10.2026

Sachbuch

Tee mit Groys

In einem neuen Gesprächsband erzählt der Philosoph Boris Groys aus seinem Leben und verliert kein Wort über den Krieg. Warum unser Rezensent das Buch trotzdem zufrieden zuklappte: eine sehr persönliche Lektüre

von Dmitrij Belkin  25.10.2026

Aufgegabelt

Fenchel-Tarte-Tatin mit Trauben und Oliven

Rezept der Woche

von Yotam Ottolenghi  25.10.2026

Kino

Ali G ist zurück – und stößt auf Ablehnung

Nach 24 Jahren schlüpft Sacha Baron Cohen wieder in die Rolle seiner Kultfigur. Doch die Branche will ihn boykottieren

von Nicole Dreyfus  25.10.2026

Shkoyach!

Alles auf Pro oder Die Sehnsucht nach neuer Übersichtlichkeit

Die Einteilung in Pro-Dieses und Pro-Jenes halte ich für profan. Aber für Prokrastination bin ich immer zu haben

von Eugen El  25.10.2026

Zahl der Woche

90,8 Prozent

Funfacts & Wissenswertes

 25.10.2026