Köln

Max-Liebermann-Gemälde mit Wannsee-Motiv versteigert

Max Liebermann und seine Ehefrau Martha vor seinem Haus in Berlin-Wannsee am Tag seines 85. Geburtstages, dem 20. Juli 1932 Foto: picture-alliance / Bildarchiv Pisarek / akg-images

Ein Gemälde von Max Liebermann ist in Köln für 720.000 Euro versteigert worden. Der Schätzpreis hatte bei 700.000 bis eine Million Euro gelegen.

Das Werk trägt den Titel »Gartenlokal am Wannsee (Haus am See)« und zeigt den Freiluftbereich eines Ausflugslokals am Ufer des Sees mit Segelbooten im Hintergrund. Es stammt aus einer deutschen Privatsammlung und gehört zum Spätwerk des Malers.

Lesen Sie auch

Das Bild sei an einen Privatsammler verkauft worden, der über einen Mitarbeiter von Sotheby’s am Telefon mitgeboten habe, sagte eine Sprecherin des Auktionshauses.

Max Liebermann (1847-1935) war einer der bedeutendsten deutschen Impressionisten und ein führender Repräsentant der deutschen Kunstszene zur Zeit der Weimarer Republik. Nach der Machtübernahme der Nazis 1933 wurde er als Jude und überzeugter Demokrat ausgegrenzt und gemieden und lebte bis zu seinem Tod zurückgezogen und tief enttäuscht in seiner Villa am Wannsee. dpa

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der Jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  07.03.2026

Berlin

Tricia Tuttle pocht auf Unabhängigkeit der Berlinale

Die Festival-Intendantin bleibt - und hat Empfehlungen für die weitere Arbeit des Filmfestivals auf den Weg bekommen. Wie schaut sie darauf?

 06.03.2026

Erfurt

Jüdisch-Israelische Kulturtage in Thüringen eröffnet

Die diesjährigen Jüdisch-Israelischen Kulturtage bringen israelische Kultur nach Thüringen und setzen mit Konzerten, Lesungen und Debatten ein Zeichen gegen Antisemitismus. Die Eröffnung stand im Zeichen der aktuellen Kämpfe im Nahen Osten

 06.03.2026

Forschungsprojekt

Hochschule für Jüdische Studien will Schüler handlungsfähig machen

Antisemitischer Hass ist im Netz allgegenwärtig. Ein neues Projekt erforscht jetzt linken Judenhass - und befähigt Schüler, der Hetze entgegenzutreten. Entscheidend dabei: Medienkompetenz und historisches Wissen

von Volker Hasenauer  06.03.2026

Medien

»Unverhohlen antisemitisch«: Scharfe Kritik an »taz«-Kommentar zu Josef Schuster

Eine Redakteurin der linken Tageszeitung schreibt, der Zentralratspräsident solle zum Irankrieg »einfach mal die Klappe halten«. Vertreter der jüdischen Gemeinschaft reagieren mit schweren Vorwürfen

von Joshua Schultheis  06.03.2026

Tel Aviv

»Michelle«: Israel stellt seinen Eurovision-Song 2026 vor

Das von Noam Bettan gesungene Lied kann man nun auch hören

 06.03.2026

8. März

Zurück an den Herd? Kommt nicht infrage!

Femizide erreichen Rekordzahlen, narzisstische Männer regieren die Welt. Liebe Frauen, steht dagegen auf, anstatt euch ins Privatleben zurückzuziehen! Ein Appell von Adriana Altaras

von Adriana Altaras  06.03.2026

Interview

»Der Kampf gegen Antisemitismus ist nicht die Aufgabe jüdischer Filme«

In Potsdam wurde das deutschlandweit erste universitäre Zentrum für jüdischen Film gegründet. Ein Gespräch mit der Leiterin Lea Wohl von Haselberg über schwierige Definitionen, kommende Projekte und eine zunehmend polarisierte Debatte

von Joshua Schultheis  05.03.2026

Berlin

»Nicht länger tragbar«: Rauswurf von Berlinale-Chefin Tricia Tuttle gefordert

»Das internationale Filmfestival in Berlin hat sich in den letzten drei Jahren in ein Antisemitismus-Festival verwandelt«, heißt es in einer Petition. Diese fordert zwei bestimmte Konsequenzen

 05.03.2026 Aktualisiert