Osnabrück

»Maler des Holocaust«

Felix Nussbaums »Triumph des Todes« Foto: Dan Reisner

Das Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück präsentiert in einer Sonderausstellung vom 7. Juni an selten ausgestellte und verloren geglaubte Werke sowie neue Einblicke in die Themenwelt des jüdischen Malers.

Zu sehen seien unter anderem Bilder, die mithilfe von Röntgenuntersuchungen unter anderen Werken Nussbaums entdeckt worden seien, teilte das Museum am Montag mit.

AUSCHWITZ Der Künstler, der 1904 in Osnabrück geboren und 1944 in Auschwitz ermordet wurde, habe für seine Bilder immer wieder von ihm bereits bemalte Leinwände verwendet. Zudem habe er eigene Werke, aber auch Leinwände anderer Künstlerinnen und Künstler doppelseitig bemalt.

Die Schau zeige darüber hinaus eine weniger bekannte Seite Nussbaums, der als »Maler des Holocaust« gilt. Zeitgenossen hätten ihn auch für seine humorvollen Bildergeschichten, Buchillustrationen und Gemälde »voller Unschuld und kindlichem Entzücken« geschätzt.

Dazu gehörten etwa »Hundekorb mit Welpen« und »Strandleben«. Noch im Versteck in Brüssel habe Nussbaum Bilder mit fröhlichen und kindlichen Motiven gemalt und gezeichnet. Die Ausstellung ist bis zum 1. November zu sehen. epd

Kino

Spielbergs »Disclosure Day« feiert Kinostart

Als Inspiration für dieses Projekt nennt der jüdische Regisseur einen »New York Times«-Artikel über geheime UFO-Programme des Pentagon

 08.06.2026

Berliner Revue

»Berlin, Du coole Sau!«: Sharon Brauner auf Tour

Es handelt sich um eine der aufwändigsten Bühnenproduktionen ihrer Karriere. Im Herbst beginnt die Deutschlandtournee

 08.06.2026

Kommentar

Der Hass trägt heute Palästinaflaggen

Wie der kulturelle Boykott Israels die Ausgrenzung von Juden normalisiert

von Sarah Maria Sander  07.06.2026

Berlin

Ein Engelskuss

Der Künstler Charles Abecassis präsentiert seine Arbeiten in einer Verkaufsausstellung, deren Reinerlös an das Projekt »The Way Shalom« geht

 07.06.2026

»documenta«

Kulturrat: Antisemitismus letztlich nicht zu verhindern

Olaf Zimmermann will mit einem »Code of Conduct« Antisemitismus, Rassismus »und jedweder anderen Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit aktiventgegentreten«

von Susanne Rochholz  07.06.2026 Aktualisiert

Zeitgeschichte

Georges-Arthur Goldschmidt sieht Guillotine am Beginn der Schoa

Der französisch-deutsche Schriftsteller sagte in einem Interview »Diese Normalisierung der Todesstrafe hat Europa zerstört.«

 07.06.2026

Berlin

»Tänzerinnen Brunnen« gehört nun zu US-Privatsammlung

Das Kunstwerk wurde als Highlight der Sommerauktion bei Auktionshaus Grisebach versteigert – für vier Millionen Euro

 07.06.2026

Zeitgeschichte

Wie ein grausames Märchen

In ihrem aktuellen Buch schreibt die Historikerin Irina Scherbakowa über die verlorene Freiheit in Russland. Nun ist »Der Schlüssel würde noch passen« für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert

von Ralf Balke  07.06.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Zeitraffer und Geschichte oder Warum alte Fotos mehr erzählen

von Nicole Dreyfus  07.06.2026