EILMELDUNG! Likud-Bündnis mit 55 Sitzen vorn. Eisenkots Bündnis kommt auf 49 Sitze

Musik

Louis-Lewandowski-Festival eröffnet

Die Nikolaikirche in Potsdam Foto: imago images/Eberhard Thonfeld

Das Louis-Lewandowski-Festival lädt zum elften Mal zu Darbietungen jüdischer Sakralmusik in Berlin und Brandenburg ein. Das viertägige Musikfest wurde am Donnerstagabend mit einem Konzert in der evangelischen Nikolaikirche in Potsdam eröffnet. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) betonte, das Festival verbinde »alle Menschen egal welcher Herkunft, welchen Glaubens und welcher Ansichten«.

Es zeige »eindrücklich, wie fest verankert jüdisches Leben in seiner ganzen Vielfalt in Brandenburg« sei, betonte Woidke: »In Potsdam haben wir mit der Eröffnung des Zentrums für jüdische Gelehrsamkeit und der Grundsteinlegung für die neue Synagoge die nächsten Schritte unternommen, um Mittelpunkt jüdischer Kultur und jüdischen Geisteslebens zu werden.«

programm Auf dem Programm des Festivals stehen fünf Konzerte an vier Orten. Es steht unter der Schirmherrschaft der Regierenden Bürgermeisterin von Berlin, Franziska Giffey (SPD), des brandenburgischen Ministerpräsidenten und des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Berlin, Gideon Joffe.

Beim Abschlusskonzert wird auf Eintrittsgelder verzichtet und stattdessen um Spenden gebeten, die direkt an das Sinfonieorchester Czernowitz in der Ukraine gehen.

Beim Abschlusskonzert in Berlin wird den Angaben zufolge auf Eintrittsgelder verzichtet. Stattdessen wird vor Ort um Spenden gebeten, die direkt an das Sinfonieorchester Czernowitz in der Ukraine gehen. Dessen Mitglieder würden damit auch die Mitglieder der Kiewer Oper unterstützen, die sich in Not befinden, hieß es.

Der Komponist Louis Lewandowski (1821–1894) wirkte in Berlin und verband nach Festivalangaben Synagogalgesang mit der modernen europäischen Musikentwicklung. 1865 wurde er zum Königlichen Musikdirektor ernannt. epd

Philologie

Mehr als Dolmetscher

Jüdische Übersetzer haben nicht nur zwischen den Sprachen vermittelt, sondern dabei auch eigene Denkformen geprägt

von Katharina Hillmann  27.10.2026

Bucerius Kunst Forum

Verstreute Meisterwerke

Eine Ausstellung in Hamburg vereint rund 100 Gemälde, Grafiken und Skulpturen aus 15 jüdischen Sammlungen und erinnert an den Kunstraub der Nationalsozialisten

von Edgar S. Hasse  27.10.2026

Kino

Wiener Blut

Ulrike Ottinger lädt in der Horrorkomödie »Die Blutgräfin« zum morbiden Vampirvergnügen und schwelgt in opulenten Bildern. Isabelle Huppert geht perfekt gestylt auf Beutezug

von Anna Maria Pahlke und Sophie Albers Ben Chamo  27.10.2026

Jerusalem

Cohen interpretiert Cohen

Der israelische Jazz-Musiker Avishai Cohen hat sich für sein neues Album ein Buch des legendären Singer-Songwriters Leonard Cohen vorgenommen

von Imanuel Marcus  27.10.2026

Nachruf

»Star Trek«-Star Walter Koenig ist tot

Seine Rolle als Pavel Chekov hatte eine humoristische Funktion. Der Charakter sollte jüngere Zuschauer ansprechen

 27.10.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Rote Bänke, erschöpfte Katzen – ein Nachmittag in Amsterdam

von Margalit Edelstein  26.10.2026

Düsseldorf

50 Jahre Kiss in Deutschland: Doro Pesch feiert ihre Helden

Wegen Kiss fing Doro Pesch mit der Musik an. Später wurde der jüdische Bassist, Sänger und Bandleader Gene Simmons ihr Mentor. Seither ist ein halbes Jahrhundert vergangen

von Philip Dethlefs  26.10.2026

Entgleisung

Kein Skandal ist der Skandal

Milo Rau macht aus Wagners »Fliegendem Holländer« an der Deutschen Oper Berlin eine groteske Abrechnung mit Israel – und erntet dafür kaum einen Buh­ruf

von Maria Ossowski  26.10.2026

Brüssel/Gütersloh

Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen

Ein Cowboy kann nach acht Jahrzehnten noch viel erleben. Zwischen Saloon und Prärie warten in dem lange von einem jüdischen Texter dominierten Comic häufig Gegenwartsthemen

von Shireen Broszies  26.10.2026