Graphic Novel

»Lodzia und Marysia« erzählt Geschichte von Schoa-Überlebenden

Graphic Novel

»Lodzia und Marysia« erzählt Geschichte von Schoa-Überlebenden

Das Buch widmet sich dem Leben von Leokadia Justman und ihrer Freundin im Nationalsozialismus. Verfolgung, Flucht und Mut stehen im Mittelpunkt dieses außergewöhnlichen Comics.

 15.04.2025 15:43 Uhr

Verfolgung und Flucht als Comic - der österreichische Zeichner Alwin Hecher hat die Erlebnisse eines jüdischen Mädchens und seiner Freundin im nationalsozialistischen Terror künstlerisch aufgearbeitet. Die nun erschienene Graphic Novel »Lodzia und Marysia« erzählt auf rund 90 Seiten die Geschichte von Leokadia Justman und Marysia Fuks. Das Buch basiert auf einem autobiografischen Bericht Justmans. Darin schildert das Mädchen ihren Überlebenskampf.

Justman überlebte die Verfolgung während der NS-Zeit unter falscher Identität in Tirol und Salzburg. Unter anderem rettete sie das couragierte Verhalten von fünf Polizisten und drei Frauen aus Tirol - sie wurden posthum als »Gerechte unter den Völkern« in der Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem ausgezeichnet. Justmans Mutter ermordete die SS in Treblinka, ihr Vater starb im KZ Reichenau bei Innsbruck.

Der in Österreich erschienene Comic ist Teil eines wissenschaftlichen Projekts der Universität Innsbruck und flankiert die Sonderausstellung »Leokadia Justman. Brechen wir aus! Als polnische Jüdin auf der Flucht in Tirol« in Innsbruck. Notizblock

Venedig

Israelischer Künstler Belu-Simion Fainaru: »Diskriminierung offenbar beendet«

Nach Ausschluss Israels und Russlands von der Preisvergabe: Jury der Kunstbiennale tritt geschlossen zurück

von Ayala Goldmann  30.04.2026

Püttlingen

Bob Dylan als Maler: Ausstellung im Saarland rückt unbekannte Seite in den Fokus

Der jüdische Sänger und Songwriter kann auch malen. Eine Ausstellung seiner »Drawn Blank Series« belegt dies

 30.04.2026

New York

Buch über Hersh Goldberg-Polin auf Platz eins der Bestsellerliste

Rachel Goldberg-Polin, die Mutter, schildert vor allem die Zeit nach der Beisetzung ihres Sohnes Ende August 2024 und beschreibt das Leben ihrer Familie in einer Welt »davor« und »danach«

 30.04.2026

Aufgegabelt

Kabeljau mit Tahini

Unser Rezept der Woche

von Katrin Richter  30.04.2026

Lesen

Das Gefühl des Kontrollverlusts

Der Amerikanist Michael Butter setzt sich erneut mit dem Begriff der Verschwörungstheorie auseinander, versäumt aber etwas

von Till Schmidt  30.04.2026

Glosse

Tipps und Tricks für Judenhasser

Wie wird man ein anständiger Antisemit? Eine Handreichung

von Daniel Neumann  30.04.2026

Kino

Miranda ist zurück

20 Jahre nach dem großen Erfolg von »Der Teufel trägt Prada« geht es weiter. Und das Ticket lohnt sich sogar

von Sophie Albers Ben Chamo  30.04.2026

Kulturkolumne

Wer braucht schon Kontakte ins Weiße Haus?

Unser Autor hat das nicht nötig – dank seiner Belarus-Connection

von Eugen El  30.04.2026

Medien

Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht

Niemand sollte für Axel Springer arbeiten, wenn er Israels Existenzrecht anzweifelt, stellt Mathias Döpfner nach Kritik aus der »Politico«-Redaktion klar

 29.04.2026 Aktualisiert