Literatur

Liebesleben

Zeruya Shalev Foto: dpa

Literatur

Liebesleben

Zeruya Shalev erhält den Welt-Literaturpreis 2012

 29.10.2012 16:51 Uhr

Zeruya Shalev erhält den Literaturpreis 2012 der Tageszeitung Die Welt für ihr literarisches Gesamtwerk. Die in Jerusalem lebende israelische Schriftstellerin habe sich in ihren Romanen »vor allem mit der Dynamik der modernen Familie beschäftigt, ihr Zerbrechen geschildert und das Suchen nach neuen Formen«. Mit ihrem jüngsten Buch Für den Rest des Lebens spanne die 52-Jährige einen »Bogen, der kritisch, aber voller Einfühlung und Verständnis den Status quo eines Landes fixiert, das mit demokratischen Mitteln einer Vielfalt von Bedrohungen widersteht«.

trilogie Zeruya Shalev wurde 1959 im Kibbuz Kinneret geboren. Sie studierte Bibelwissenschaften an der Hebräischen Universität Jerusalem. International bekannt wurde sie im Jahr 2000 mit dem Roman Liebesleben, der 2007 von Maria Schrader verfilmt wurde. Es folgten Mann und Frau (2001) und Späte Familie (2005). Die Trilogie war in Israel ein Bestseller und wurde in 22 Sprachen übersetzt. 2004 wurde die Autorin bei einem palästinensischen Selbstmordattentat schwer verletzt.

Der Welt-Literaturpreis wird seit 1999 verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderen Claude Lanzmann (2010), Philip Roth (2009), Hans Keilson (2008), Yasmina Réza (2005), Amos Oz (2004), Leon de Winter (2002) und Imre Kertész (2000). Zur Jury gehören der britische Verleger Lord George Weidenfeld, der Schriftsteller und Juraprofessor Bernhard Schlink, die Herausgeberin der »Literarischen Welt«, Rachel Salamander, sowie Tilman Krause, Literaturredakteur der Welt.

Zeruya Shalev wird den diesjährigen Preis am 9. November bei einem Festakt im Berliner Axel-Springer-Haus entgegennehmen. ja

Zahl der Woche

3,71 Mitglieder

Fun Facts und Wissenswertes

 18.02.2026

Zahl der Woche

1 jüdischer Karnevalsverein

Fun Facts und Wissenswertes

 18.02.2026

Berlinale

»Gute Filme überdauern die Zeit, weil sie menschlich sind«

»Where to?« ist die einzige israelische Produktion der 76. Berlinale. Regisseur Assaf Machnes im Interview über Inspiration, Trauma und Hoffnung

 18.02.2026

Berlin/Mannheim

Nach Comeback: Mit diesen Aussagen irritiert Xavier Naidoo

Der Mannheimer Soul-Musiker hat auf einer Demonstration in Berlin gegen Kindesmissbrauch unter anderem von »Menschenfressern« gesprochen. Ein Experte hält die Wortwahl für radikalisierend

 18.02.2026

Berlinale

Kulturstaatsminister nimmt Berlinale-Jury-Chef Wenders in Schutz

Auch dieses Jahr beschäftigt der Nahost-Konflikt die traditionell als politisch geltende Berlinale. Nun hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer dem Jury-Präsidenten Wim Wenders den Rücken gestärkt

von Alexander Riedel  18.02.2026

Köln

Gil Ofarim belog seine Kinder wegen der Davidstern-Affäre

In einer neuen RTL-Dokumentation gibt der Sänger Auskunft darüber, wie er mit der Situation gegenüber seinen Kindern umgegangen ist

 18.02.2026

Meinung

Berlinale: Aktivismus statt Kunst

Auf der Berlinale soll eigentlich der Film gefeiert werden. Doch zahlreiche Gäste und Außenstehende missbrauchen das Festival als politische Bühne

von Sophie Albers Ben Chamo  18.02.2026

Interview

»Mit Humor, Herz und Haltung«

Florian Sitte über Politik an Fastnacht, seine Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft und die Reaktionen auf seine denkwürdige Rede als Till während der Mainzer Fastnachtsitzung

 18.02.2026

Berlinale

Deutsch-israelisches Co-Producing-Netzwerk stellt sich vor

»FutureNARRATIVE Fund« will Film-, TV- und Theaterprojekte aus beiden Ländern vernetzten und Fördermittel bündeln

von Ayala Goldmann  18.02.2026