Potsdam

Jüdisches Filmfestival hat begonnen

Eröffnung der 25. Jüdischen Filmfestspiele Foto: Uwe Steinert

Mit einem Appell gegen Antisemitismus ist das 25. Jüdische Filmfestival Berlin und Brandenburg am Sonntagabend in Potsdam eröffnet worden. Das Festival präsentiere nicht nur Filme, sondern mache auch jüdisches Leben in Deutschland »sichtbar, hörbar und spürbar«, erklärte Brandenburgs Bevollmächtigter beim Bund und Medienstaatssekretär Thomas Kralinski (SPD) zur Eröffnung im Potsdamer Hans Otto Theater. »Es zeigt uns, dass die jüdische Kultur ein Teil von uns ist und zu unserem Land gehört.«

Zudem betonte Kralinski: »Wir wollen ein Land sein, in dem Juden ihren Glauben auch öffentlich leben können.« Niemand solle befürchten müssen, deswegen angefeindet oder gar angegriffen zu werden. »Deshalb müssen wir gegen jegliche Angriffe auf Jüdinnen und Juden klar Stellung beziehen«, sagte Kralinski.

PROGRAMM Das Filmfestival präsentiert bis zum 17. September insgesamt 42 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme in dreizehn Spielstätten in beiden Bundesländern. Es gilt als größtes Forum für den jüdischen und israelischen Film in Deutschland und steht im Jubiläumsjahr unter dem Motto »Celebration«. Schirmherr ist Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD).

Die Länder Berlin und Brandenburg tragen nach Angaben der Potsdamer Staatskanzlei gemeinsam mit dem Medienboard Berlin-Brandenburg mit insgesamt 200.000 Euro maßgeblich dazu bei, den finanziellen Rahmen des Festivals zu sichern.

Das Jüdische Filmfestival findet seit 1994 statt. Seit 2005 werden die Filme auch in Brandenburger Kinos gezeigt. Festivalleiterin ist Nicola Galliner.

Viele der im Jubiläumsjahr gezeigten Filme wollen den Angaben zufolge filmisch den israelisch-palästinensischen Dialog voranbringen. Zur Eröffnung stand die Produktion Crescendo #Makemusicnotwar von Regisseur Dror Zahavi auf dem Programm. epd

Lesen Sie mehr über die Eröffnung in unserer Ausgabe am Donnerstag.

Literatur

Im Tunnel

Eli Sharabis Erinnerungen an seine Geiselhaft in Gaza sind ein Manifest der Menschlichkeit. Ein Buch voller Grausamkeit, aber ohne Hass

von Maria Ossowski  10.01.2026

Reimund Leicht

»Präsenz und Sichtbarkeit verstärken«

Der Leiter des Judaistik-Instituts an der FU Berlin über Herausforderungen auf dem Campus, die vakante zweite Professur und Lehre zu jüdischer Kultur im modernen Israel

von Ayala Goldmann  09.01.2026

Berlin

Dschungelcamp-Kandidatin stichelt gegen Gil Ofarim: »Ganz übel«

Die Teilnahme des jüdischen Musikers sorgt für heftige Reaktionen. Nun wirft ihm auch Kandidatin Belstler-Boettcher Fehlverhalten in der sogenannten Davidstern-Affäre vor

 09.01.2026

Osnabrück

Christian Berkel hat zu viele Bücher

Das Problem: »Wir haben mal versucht, eine alphabetische Ordnung in den Bücherschrank zu bringen, aber mittlerweile liegen die Neuen einfach obenauf«, so der jüdische Autor und Darsteller

 09.01.2026

Berlin

Swing-Konzert nach Hüftoperation

Nur Tage nach dem Eingriff will Andrej Hermlin wieder auf der Bühne sein. Unter anderem steht ein großes Konzert in der Philharmonie an

von Imanuel Marcus  08.01.2026

Trauer

Schöpfer der Todesmarsch-Mahnmale: Hubertus von Pilgrim ist tot

Der Bildhauer Hubertus von Pilgrim ist im Alter von 94 Jahren in Pullach bei München gestorben. Internationale Bekanntheit erlangte er durch sein Mahnmal für die Opfer des Dachauer Todesmarschs vom April 1945

 08.01.2026

Debatte

Gil Ofarim reagiert auf Kritik an Dschungelcamp-Teilnahme

Gil Ofarim sorgt mit dem Einzug ins Dschungelcamp wieder für Wirbel. Nach Boykott-Aufrufen von Fans äußert er sich erstmals selbst

 08.01.2026

Kulturkolumne

Litwaks: Bin ich einer von ihnen?

Kühl, rational, berechnend und skeptisch – so sind sie laut der »YIVO Encyclopedia of Jews in Eastern Europe«

von Eugen El  08.01.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter  08.01.2026