Kino

Jüdisches Filmfestival Berlin-Brandenburg eröffnet

Unter dem Motto »Jews with many Views« sind bis zum 13. September 44 Filme zu sehen

 04.09.2020 19:28 Uhr

Mit »The Juggler« erinnert das Festival an die 2020 verstorbene Hollywood-Legende Kirk Douglas. Foto: imago

Unter dem Motto »Jews with many Views« sind bis zum 13. September 44 Filme zu sehen

 04.09.2020 19:28 Uhr

Mit der Deutschlandpremiere der israelischen Produktion »Incitement« über den Attentäter von Israels Premierminister Yitzhak Rabin (1922-1995) ist am Sonntag in Berlin das 26. Jüdische Filmfestival Berlin-Brandenburg eröffnet worden.

Unter dem Motto »Jews with many Views« sind bis zum 13. September 44 nationale und internationale Spielfilme, Dokumentarfilme, Kurzfilme sowie Serien mit jüdisch-israelischer Thematik zu sehen. Alle aktuellen Filme seien Welt-, Deutschland- oder Berlinpremieren.

Festivalleiterin Nicola Galliner spricht von einer Riesenchance durch das Online-Format.

Wegen der Corona-Pandemie findet Deutschlands größtes jüdisches Filmfestival als sogenanntes Hybrid-Festival statt und läuft sowohl bundesweit online über eine Streaming-Plattform als auch regional in acht Berliner und Brandenburger Kinos.

Festivalleiterin Nicola Galliner sprach von einer Riesenchance durch das Online-Format. »Alle Zuschauer in Deutschland können unsere Filme online sehen«, sagte Galliner dieser Zeitung. Das sei zuvor nicht möglich gewesen.

Mit »The Juggler« erinnert das Festival an die 2020 verstorbene Hollywood-Legende Kirk Douglas.

Am Montag folgt im Berliner Delphi Filmpalast eine Weltpremiere mit »Kiss me kosher« (Deutschland 2019) über ein deutsch-israelisch-lesbisches Liebespaar. Mit »The Juggler« (USA 1953) erinnert das Festival zudem an die 2020 verstorbene Hollywood-Legende Kirk Douglas.

In einer Retrospektive läuft die Dokumentation »Don’t call it Heimweh« (USA 2004) über die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer. Der Abschlussfilm »Persischstunden« mit Lars Eidinger ist eine russisch-deutsch-belarussische Koproduktion. epd

Die Streaming-Plattform des JFBB ist seit dem 21. August für den
Ticketverkauf freigeschaltet. Die Preise für ein Ticket rangieren von
vier bis sechs Euro. Das Online-Programm steht während des gesamten
Festivalzeitraums zur Verfügung. Einmal mit dem Streaming eines Films
begonnen, hat man 30 Stunden Zeit, diesen zu Ende zu schauen.

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter  02.12.2021

Nachruf

»Somewhere ...«

Zum Tod des Broadway-Komponisten und Musicaltexters Stephen Sondheim

von Axel Brüggemann  02.12.2021

Bildungsabteilung im Zentralrat

Erinnerung auf der Leinwand

Der Film als Medium des kulturellen Gedächtnisses. Zum Auftakt der Tagung wurde der Klassiker »Exodus« gezeigt

von Jens Balkenborg  02.12.2021

Chanukka

Dankbarkeit statt Frust

Dauer-Zoom und immer wieder verschobene Israel-Reisen – wie ein alter Segensspruch bei Corona-Missmut hilft

von Sophie Albers Ben Chamo  02.12.2021

TV-Doku

Wer kann uns schützen?

Richard C. Schneider geht den vielfältigen Formen des Antisemitismus nach

von Julia Bernstein  02.12.2021

Literatur

Dichterin und Salonière

Die Aufklärerin Esther Gad (1767–1836) aus Breslau war die erste deutsch-jüdische Schriftstellerin. In ihrem Werk offenbart sie sich als selbstbewusste Frau, die dem Rollenbild der Zeit kaum entsprach

von Christoph Schulte  01.12.2021

Streaming-Tipp

»Faking Hitler«

Eine hochkarätig besetzte RTL+-Serie erzählt die wahre Geschichte der gefälschten Hitler-Tagebücher

von Christiane Bosch  01.12.2021

Sehen!

»Talmid«

Eine Ausstellung in Berlin erzählt von der siebenmonatigen Orientreise des jüdischen Gelehrten Ignaz Goldziher

von Sophie Albers Ben Chamo  30.11.2021

Digitalwirtschaft

Bunte Blumen und Einhörner

Vor 25 Jahren brachten vier junge Israelis den Chatdienst ICQ an den Start. Wie steht es heute um die Start-ups?

von Ralf Balke  30.11.2021