Erfurt

Jüdische Kulturtage mit mehr Sichtbarkeit in Israel

Die israelische Pianistin Sharon Mansur Foto: Veranstalter/ Copyright Gabriel Baharlia Photography

Erfurt

Jüdische Kulturtage mit mehr Sichtbarkeit in Israel

Dank eines gewachsenen Netzwerks erwarten die Organisatoren von Thüringens größtem jüdischen Festival zahlreiche Künstler aus Israel

 12.02.2026 10:58 Uhr

Die Wahrnehmung der Jüdisch-Israelischen Kulturtage Thüringen in Israel ist aus Sicht der Veranstalter in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Die erhöhte Sichtbarkeit zeige sich etwa an dem gestiegenen Interesse jüdischer Künstler zur Teilnahme an dem Festival, sagte der künstlerische Leiter Johannes Gräßer am Mittwoch. Das spiegele sich auch in der Teilnahme des israelischen Botschafters in Deutschland, Ron Prosor, an der Eröffnung am 5. März wider.

Insgesamt werden 14 Künstlerinnen und Künstler aus Israel für Konzerte oder Lesungen in Thüringen erwartet. Das seien deutlich mehr als in den zurückliegenden Jahren, sagte Gräßer. Hier zahle sich der Aufbau eines Netzwerkes im vergangenen Jahr vor Ort aus. Weiterhin haben zahlreiche jüdische Künstler und Künstlerinnen aus verschiedenen europäischen Städten ihre Teilnahme zugesagt.

Gelebte Städtepartnerschaft

Auch die inzwischen 20-jährige Partnerschaft zwischen Erfurt und Haifa habe die Kontakte stetig vertieft. So werde es erstmals ein binationales Fotoprojekt mit Porträtaufnahmen von Einwohnern aus beiden Städten geben. Die Ergebnisse sollen im Rahmen des Festivals in einer Ausstellung in Erfurt gezeigt werden.

Die Jüdisch-Israelischen Kulturtage Thüringen sind das Festival der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen gemeinsam mit dem Förderverein für jüdisch-israelische Kultur in Thüringen. In den drei Wochen ab Anfang März finden mehr als 50 Veranstaltungen in verschiedenen Städten Thüringens statt. Das Angebot umfasst Konzerte, Vorträge, Lesungen, Ausstellungen, Performances und Filme.epd 

Jürgen Habermas

Die Macht des Arguments

Meisterdenker und öffentlicher Intellektueller – in beiden Rollen höchstes Ansehen zu genießen, gelingt nur wenigen. Jürgen Habermas war einer von ihnen. Nun ist der Philosoph mit 96 Jahren gestorben.

von Sandra Trauner  14.03.2026

Berlin

Wirbel um Weimer: Regierung weist Rücktrittsforderung zurück

Erst gab es Debatten über Antisemitismus auf der Berlinale, jetzt über den Buchhandlungspreis: Die Bundesregierung stellt sich hinter ihren Kulturstaatsminister Wolfram Weimer

von Julia Kilian, Verena Schmitt-Roschmann, Sabrina Szameitat, Silke Sullivan  12.03.2026

Aufgegabelt

Kräuter-Hühnersuppe mit Hawaij

Rezepte und Leckeres

von Katrin Richter  12.03.2026

Der Rest der Welt

Der Rest der Welt

Eine Überdosis an Chatgruppen oder Was das Jüdische daran ist

von Nicole Dreyfus  12.03.2026

Academy Awards

Zwei große Favoriten und jede Menge Außenseiter

Zwei Filme, die originell zwischen allen Genres hin- und herspringen, führen das Oscar-Rennen an – und das mit einer neuen Rekordzahl von Nominierungen

von Marius Nobach  12.03.2026

Tischtennis

Wer waren Marty Reisman und Alojzy Ehrlich?

Der Oscar-nominierte Film »Marty Supreme« knüpft an wahre Biografien an

von Martin Krauss  12.03.2026

Hollywood

Curtis zu Chalamets Opernspruch: Vermächtnis beschädigt

Oper und Ballett interessierten niemanden mehr: Mit solchen Äußerungen sorgt der Oscar-nominierte Timothée Chalamet weiter für Wirbel. Nun meldete sich auch Oscarpreisträgerin Jamie Lee Curtis zu Wort

 12.03.2026

Kolumne

Die Schließung des HIAS Wien ist das Ende einer Ära

Aus für einen Leuchtturm: Die Hebrew Immigrant Aid Society war die erste Anlaufstelle für sowjetische Juden, die in den Westen oder nach Israel auswandern wollten

von Eugen El  12.03.2026

Kinderfilm

Mit dem Aufzug ins Jahr 1938

»Das geheime Stockwerk« zeigt die Zeitreise eines Jungen als Detektivgeschichte. Ein gelungener und mehrfach ausgezeichneter Kinderfilm

von Gabriele Hermani  12.03.2026