Los Angeles

Italo-Westernheld: Mark Damon gestorben

Mark Damon (1933 - 2024) Foto: picture alliance / Billy Bennight/AdMedia

Los Angeles

Italo-Westernheld: Mark Damon gestorben

Auch als Produzent war der jüdische Amerikaner aktiv. Eines seiner Projekte: »9 1/2 Wochen«

 13.05.2024 16:07 Uhr

Der US-amerikanische Schauspieler und Film-Produzent Mark Damon ist tot. Das berichten das US-Magazin »The Hollywood Reporter« am Montag unter Berufung auf Damons Tochter sowie das Branchenblatt »Variety« mit Verweis auf Damons Witwe. Er starb demnach bereits am Sonntag in Los Angeles eines natürlichen Todes und wurde 91 Jahre alt.

Der Schauspieler wirkte in den 1960er Jahren in mehreren Italo-Western mit, darunter »Ringo mit den goldenen Pistolen« (1966), »Der Tod zählt keine Dollar« (1967) und »An den Galgen, Bastardo« (1968). Mehreren Berichten zufolge war Damon ursprünglich auch für die ikonische Rolle des Western-Helden »Django« in der engeren Wahl gewesen, die Sergio Corbucci dann aber letzten Endes mit Franco Nero besetzte.

Entdeckt von Groucho Marx

Damon war später als Produzent in Hollywood sehr erfolgreich. Zu seinen zahlreichen Projekten gehörten der Erotik-Thriller »9 1/2 Wochen« (1986) mit Mickey Rourke und Kim Basinger sowie das Krimi-Drama »Monster« (2003) mit Charlize Theron und Christina Ricci.

Am 22. April 1933 wurde Mark Damon in eine jüdische Familie hinein geboren. Sein Geburtsname war Alan Harris, der Original-Nachname seiner Eltern lautete Herscovitz.

Niemand geringerer als Groucho Marx, der ebenfalls Jude war, entdeckte ihn als Schauspieler. Zunächst bestand Damon allerdings auf einem Studium der Zahnmedizin. Erst später beschloss er, Schauspielunterricht zu nehmen.

Mark Damon hinterlässt seine Frau Margaret Markov und zwei Kinder. dpa/ja

Sehen!

»Doitscha – Alles geht vorüber«

Die Tragikomödie »Doitscha – Alles geht vorüber« in der ARD beruht auf einem Buch von Adriana Altaras

von Pascal Beck  04.11.2026

Fernsehen

»Doitscha« erzählt vom Leben deutscher Juden nach dem 7. Oktober

Im Mittelpunkt der pointierten Tragikomödie steht eine Familie, in der unterschiedliche Identitäten, Ängste und Lebensentwürfe aufeinanderprallen

 04.11.2026

TV-Tipp

Viele Jahre bis zum großen »Hallelujah«: Arte zeigt Porträt von Leonard Cohen zum zehnten Todestag

Es ist wohl das bekannteste Lied des kanadischen Sängers Leonard Cohen. Und so steht »Hallelujah« auch im Zentrum eines so unterhaltsamen wie inspirierenden Porträts über diesen modernen Minnesänger

von Jan Lehr  04.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  04.11.2026

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 4. November bis zum 12. November

 04.11.2026

Sachbuch

Der Kampf jüdischer Gemeinden für den Synagogen-Aufbau nach dem Krieg

Durch die Nationalsozialisten zerstört, wollten jüdische Gemeinden viele Synagogen in Deutschland nach dem Krieg wieder aufbauen. Doch sie hatten mit Widerständen zu kämpfen - und mit Parkplätzen und Einkaufszentren

von Thomas Klatt  04.11.2026

New York

Nach Paul Simon wird auch Art Garfunkel 85

Mit Songs wie »The Sound of Silence« wurden Simon & Garfunkel weltberühmt – aber auch die Streits der beiden Schulfreunde aus New York sind legendär. Jetzt steht der nächste große Geburtstag an

von Christina Horsten  04.11.2026

Frankfurt am Main

Rote und blaue Fäden

Mit der Installation »A Sky Full of Hope« will die Künstlerin Janet Echelman globale Vernetzung sichtbar machen – und eckt in der Stadt damit an

von Eugen El  03.11.2026

Frankfurt

Jüdische Akademie soll »Haus der Zukunft« sein

In der ersten Diskussionsrunde der neuen Jüdischen Akademie in Frankfurt stieß ein Wunsch angesichts von Antisemitismus und innerjüdischer Differenzen auf große Zustimmung: Die Akademie soll ein »Haus der Zukunft« sein

 03.11.2026