Dresden

Israel Philharmonic Orchestra an Doppelkonzert beteiligt

Ausgeladen: Chefdirigent Lahav Shani Foto: picture alliance/dpa

Die Münchner Philharmoniker und das Israel Philharmonic Orchestra geben am 9. Mai ein Doppelkonzert zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Endes des Zweiten Weltkrieges.

Die Spitzenorchester, deren Musiker sich dazu laut Mitteilung ein Pult teilen, setzen damit im Vorfeld der Dresdner Musikfestspiele unter Leitung des israelischen Chefdirigenten Lahav Shani »ein musikalisches Zeichen für Versöhnung und Frieden«.

Das Konzert eines deutschen und eines Orchesters, das von nach Israel geflohenen Emigranten gegründet wurde, zeugt von kultureller Freundschaft zwischen diesen Ländern, sagte Intendant Jan Vogler. Diese sei ein Beispiel für die Überwindung einer extremen Vergangenheit und das Zusammenspiel der Musiker »ein schönes Symbol der Verständigung«.

Lesen Sie auch

Zur Aufführung in der Kreuzkirche kommen »Prayer« des 1925 in Saarbrücken geborenen und nach Palästina emigrierten Komponisten Tzvi Avni sowie Gustav Mahlers »Tragische« Sinfonie.

In der Frauenkirche spielen Mitglieder der Klangkörper in Anschluss daran in Kammerbesetzung Werke von Komponisten, die aufgrund von Verfolgung Zuflucht in der Musik fanden oder die aus ideologischen Gründen nicht aufgeführt werden durften - mit Shani am Flügel.

Kalifornien

Israelischer Schauspieler Guy Kapulnik stirbt bei Flugzeugabsturz

Parallel zur Schauspielerei entwickelte sich das Fliegen zu einem zentralen Bestandteil seines Lebens

 02.10.2026

Madrid

Kritik an Zara wegen Halloween-Kostüm mit Ähnlichkeit zu KZ-Kleidung

Die Hintergründe

 02.10.2026

Fernsehen

Adolf und seine »Akte«

Die fünfte Staffel von »Babylon Berlin« spielt 1933 zur Zeit von Hitlers Machtergreifung. Unterhaltung mit politischem Anspruch, aber stimmen die Fakten?

von Ayala Goldmann  02.10.2026

Auszeichnung

Rafael Seligmann erhält Gerty-Spies-Literaturpreis

Der Schriftsteller Rafael Seligmann setzt sich mit seinem Werk dafür ein, dass die Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland nicht vergessen wird. Dafür wird er in Mainz ausgezeichnet

 02.10.2026

Kommentar

Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

von Dorothea Schupelius  02.10.2026

Aufgegabelt

Gitti

Unser Rezept der Woche!

 01.10.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Imanuel Marcus, Katrin Richter  02.10.2026 Aktualisiert

Aufruf

Rapper Danger Dan: Man darf sich von Angst nicht lähmen lassen

Das ZDF untersagte im Sommer den Auftritt von Danger Dan und Igor Levit mit ihrem Song »Keine Angst« in der Satire-Sendung »Die Anstalt«. Doch das Lied motivierte andere, aktiv zu werden gegen Neonazi-Umtriebe

von Barbara Just  01.10.2026

»NAZA«

Die Banalität der Propaganda

Der umstrittene Film über Israels digitale Kriegsführung in Gaza beherrscht das Spiel mit Gefühlen. Ein Versuch, sachlich zu bleiben

von Sophie Albers Ben Chamo  30.09.2026