Dresden

Israel Philharmonic Orchestra an Doppelkonzert beteiligt

Ausgeladen: Chefdirigent Lahav Shani Foto: picture alliance/dpa

Die Münchner Philharmoniker und das Israel Philharmonic Orchestra geben am 9. Mai ein Doppelkonzert zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus und des Endes des Zweiten Weltkrieges.

Die Spitzenorchester, deren Musiker sich dazu laut Mitteilung ein Pult teilen, setzen damit im Vorfeld der Dresdner Musikfestspiele unter Leitung des israelischen Chefdirigenten Lahav Shani »ein musikalisches Zeichen für Versöhnung und Frieden«.

Das Konzert eines deutschen und eines Orchesters, das von nach Israel geflohenen Emigranten gegründet wurde, zeugt von kultureller Freundschaft zwischen diesen Ländern, sagte Intendant Jan Vogler. Diese sei ein Beispiel für die Überwindung einer extremen Vergangenheit und das Zusammenspiel der Musiker »ein schönes Symbol der Verständigung«.

Lesen Sie auch

Zur Aufführung in der Kreuzkirche kommen »Prayer« des 1925 in Saarbrücken geborenen und nach Palästina emigrierten Komponisten Tzvi Avni sowie Gustav Mahlers »Tragische« Sinfonie.

In der Frauenkirche spielen Mitglieder der Klangkörper in Anschluss daran in Kammerbesetzung Werke von Komponisten, die aufgrund von Verfolgung Zuflucht in der Musik fanden oder die aus ideologischen Gründen nicht aufgeführt werden durften - mit Shani am Flügel.

Fernsehen

Abschied von »Alfons«

Orange Trainingsjacke, Püschelmikro und Deutsch mit französischem Akzent: Der Kabarettist Alfons hat am 16. Dezember seine letzte Sendung beim Saarländischen Rundfunk

 30.11.2025 Aktualisiert

Gerechtigkeit

Jüdische Verbände dringen auf Rückgabegesetz 

Jüdische Verbände dringen auf Rückgabegesetz Jahrzehnte nach Ende des NS-Regimes hoffen Erben der Opfer immer noch auf Rückgabe von damals geraubten Kunstwerken. Zum 1. Dezember starten Schiedsgerichte. Aber ein angekündigter Schritt fehlt noch

von Verena Schmitt-Roschmann  30.11.2025

Berlin

Späte Gerechtigkeit? Neue Schiedsgerichte zur NS-Raubkunst

Jahrzehnte nach Ende der Nazi-Zeit kämpfen Erben jüdischer Opfer immer noch um die Rückgabe geraubter Kunstwerke. Ab dem 1. Dezember soll es leichter werden, die Streitfälle zu klären. Funktioniert das?

von Cordula Dieckmann, Dorothea Hülsmeier, Verena Schmitt-Roschmann  29.11.2025

Interview

»Es ist sehr viel Zeit verloren gegangen«

Hans-Jürgen Papier, ehemaliger Präsident des Bundesverfassungsgerichts, zieht eine Bilanz seiner Arbeit an der Spitze der »Beratenden Kommission NS-Raubgut«, die jetzt abgewickelt und durch Schiedsgerichte ersetzt wird

von Michael Thaidigsmann  29.11.2025

Hollywood

Die »göttliche Miss M.«

Die Schauspielerin und Sängerin Bette Midler dreht mit 80 weiter auf

von Barbara Munker  28.11.2025

Literatur

»Wo es Worte gibt, ist Hoffnung«

Die israelische Schriftstellerin Ayelet Gundar-Goshen über arabische Handwerker, jüdische Mütter und ihr jüngstes Buch

von Ayala Goldmann  28.11.2025

Projektion

Rachsüchtig?

Aus welchen Quellen sich die Idee »jüdischer Vergeltung« speist. Eine literarische Analyse

von Sebastian Schirrmeister  28.11.2025

Kultur

André Heller fühlte sich jahrzehntelang fremd

Der Wiener André Heller ist bekannt für Projekte wie »Flic Flac«, »Begnadete Körper« und poetische Feuerwerke. Auch als Sänger feierte er Erfolge, trotzdem konnte er sich selbst lange nicht leiden

von Barbara Just  28.11.2025

Aufgegabelt

Hawaij-Gewürzmischung

Rezepte und Leckeres

 28.11.2025