USA

»Ich fühlte mich verpflichtet, den Film zu beenden«

»In dem Film ging es ursprünglich um die Gefahr von Trump und Trumpismus«: Sacha Baron Cohen Foto: imago

Komiker Sacha Baron Cohen (49) hat sich aus politischen Gründen verpflichtet gefühlt, einen zweiten »Borat«-Film zu drehen - um Missstände in der US-Demokratie offenzulegen. »Ich fühlte, dass die Demokratie in Gefahr war, ich fühlte, dass das Leben der Menschen in Gefahr war, und ich fühlte mich verpflichtet, den Film zu beenden«, sagte der britische Schauspieler dem Magazin »Variety«.

Trotz Coronavirus und Zurückweisung durch den Produzenten habe er den Film beenden wollen, nachdem er gesehen habe, wie US-Präsident Donald Trump mit der Pandemie umgegangen sei. »In dem Film ging es ursprünglich um die Gefahr von Trump und Trumpismus«, sagte der Komiker. »Was das Coronavirus zeigte, war, dass seine (Trumps) Verbreitung von Lügen und Verschwörungstheorien eine tödliche Wirkung hat.«

Cohen sagte, er habe auf ein Veröffentlichungsdatum vor der Präsidentschaftswahl am 3. November 2020 gedrungen. »Ich will nicht egoistisch behaupten, dass die Leute «Borat» sehen und nicht für Trump stimmen würden - aber das war das Ziel.« Deswegen habe man sich für eine virtuelle Premiere entschieden und nicht gewartet, bis die Kinos nach der Corona-Pandemie wieder öffnen.

»Borat Subsequent Moviefilm« ist der zweite Film Cohens in dieser Rolle. Wie schon 2006 reiste der Brite durch die USA, kam als fiktiver Reporter mit Menschen ins Gespräch und verwickelt sie in mitunter komische oder auch entlarvende Situationen.

London

Boy George unterstützt Israel online und erntet dafür Hass-Kommentare

»Es ist gerade sehr trendy, Israel zu hassen. Aber ich habe immer gesagt: ›Mode ist für die Zerbrechlichen, Stil für die Mutigen‹«, schreibt das Multitalent. Die Antworten lassen nicht lange auf sich warten

 14.04.2026

Essay

Schoa-Erinnerung ohne Juden

Gunda Trepp über ihren verstorbenen Ehemann Leo Trepp, die Vereinnahmung der Schoa und Wege jüdischen Erinnerns

von Gunda Trepp  14.04.2026

Hollywood

Scarlett Johansson: Rollen für Frauen heute besser

Wenn sie auf ihre Zwanziger zurückblickt, spricht die jüdische Schauspielerin von einer harten Zeit. Frauen hätten viel weniger interessante Rollenangebote bekommen als heute. Was ihr Ausweg war

 14.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  13.04.2026

Berlin

Auschwitz-Überlebende fordern Konzertverbote für Kanye West

Kanye Wests geplante Shows in Polen und Italien sorgen für Empörung. Holocaust-Überlebende fordern von Regierungen und Veranstaltern ein klares Signal - wie zuletzt aus Großbritannien

 11.04.2026

Essay

Zwischen Räumen

Wenn der Maler Navot Miller im Flugzeug sitzt, ist er in einer Welt, die ihn für eine kurze Zeit vor der Schwere der Realität schützt. Gedanken von unterwegs

von Navot Miller  10.04.2026

Iran-Krieg

Europa darf Israel nicht im Stich lassen

Während die USA und Israel der Bedrohung durch das Mullah-Regime militärisch begegneten, standen die Europäer an der Seitenlinie und übten Kritik. Die nun herrschende Feuerpause gibt ihnen Gelegenheit, ihre Haltung zu überdenken

von Rafael Seligmann  10.04.2026

Netflix-Dokumentation

Der Mann, der die Chili Peppers Red Hot machte

Man kann ohne weiteres behaupten, dass die Rockwelt ohne Hillel Slovak weniger bunt wäre. Eine Streaming-Doku hat dem in Israel geborenen ersten Gitarristen der Chili Peppers ein Denkmal gesetzt

von Richard Blättel  07.04.2026

Antisemitismus

London verweigert US-Skandalrapper Kanye West die Einreise

US-Skandalrapper Kanye West darf nach seinen antisemitischen und rassistischen Aussagen nicht nach Großbritannien reisen. Das hat auch gravierende Auswirkungen auf das mit ihm geplante Festival

 07.04.2026